Heute im Fokus

Nach Zinserhöhung der Fed: Asiens Börsen gespalten -- RWE stockt bei Amprion weiter auf -- VW im Fokus

aktualisiert 17.09.26 07:00 Uhr

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Marktentwicklung


Der deutsche Aktienmarkt tendiert am Mittwoch höher.

Der DAX startete stärker in den Handel, rutschte zwischenzeitlich auf rotes Terrain ab, schaffte dann aber wieder den Sprung ins Plus und ging schließlich 0,53 Prozent höher bei 25.537,75 Punkten in den Feierabend.
Der TecDAX notierte zum Börsenstart ebenso mit Gewinnen und rutschte zeitweise unter die Nulllinie, doch auch hier dominierten letztlich die Bullen. Der TecDAX ging schließlich 0,2 Prozent stärker bei 3.984,52 Zählern aus dem Handel.

Im Mittelpunkt stand bereits der bevorstehende Zinsentscheid der US-Notenbank am Abend. Die zuletzt höher als erwartet ausgefallene Kerninflation und Sorgen um die US-Staatsfinanzen haben die Erwartungen an eine straffere Geldpolitik verstärkt. Aus den gehandelten Futures lässt sich laut NordLB eine Wahrscheinlichkeit von mehr als 94 Prozent ableiten. "Ob Kevin Warsh unbehelligt oder mit verbalen Blessuren vom Weißen Haus aus der Pressekonferenz heraustreten wird, das ist die eigentlich spannende Frage", hieß es weiter im Kommentar der Landesbank. US-Präsident Donald Trump setzt sich seit Längerem für niedrigere Leitzinsen ein.

Derweil gaben die Ölpreise etwas nach, auch wenn es bei den Konflikten im Nahen Osten keine nennenswerten Fortschritte gab.

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Etwas freundlicher notierten Europas Börsen am Mittwoch.

Der EURO STOXX 50 legte zu Beginn leicht zu und behielt seine positive Tendenz im Laufe des Tages auch bei. Er notierte letztlich 0,48 Prozent im Plus bei 6.266,50 Punkten.

Die Anleger warteten bereits gespannt auf die Zinsentscheidung der US-Notenbank am Abend, wodurch auch der zuletzt wieder gestiegene Ölpreis in den Hintergrund rückte. An den Märkten gilt eine US-Zinserhöhung angesichts der anhaltend hohen Inflation inzwischen als weitgehend ausgemacht. Das FedWatch-Tool sieht die Wahrscheinlichkeit dafür am Zinsterminmarkt bei rund 92 Prozent. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen gab nach dem Vortages- und Mehrjahreshoch von 5,04 Prozent auf knapp 5,00 Prozent nach. Marktteilnehmer werten dies als Vertrauensvorschuss für die Fed: Eine Zinserhöhung dürfte als Signal für ihre Entschlossenheit im Kampf gegen die Inflation verstanden werden. Noch stärker dürfte jedoch der Ausblick auf den weiteren geldpolitischen Kurs und den Umgang mit der Inflation im Fokus stehen.

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Die US-Börsen gaben zur Wochenmitte nach.

Der Dow Jones eröffnete die Sitzung marginale 0,04 Prozent höher bei 52.115,40 Punkten und rutschte im Verlauf auf rotes Terrain. Die Verluste wurden am Abend ausgebaut und das Börsenbarometer schloss 1,21 Prozent schwächer bei 51.462,55 Punkten.
Der technologielastige NASDAQ Composite hielt sich über weite Strecken des Handels deutlich im Plus, rutscht im späten Verlauf aber ebenfalls zeitweise deutlicher ab. Aus dem Handel ging der Techwerteindex unterdessen weitgehend stabil: Mit einem marginalen Abschlag von 0,01 Prozent bei 25.978,42 Punkten.

Im Mittelpunkt stand zur Wochenmitte die Zinssitzung der US-Notenbank – die dritte unter dem neuen Fed-Chef Kevin Warsh. Angesichts der anhaltend hohen Teuerung hatten die meisten Marktteilnehmer mit einer Anhebung um einen Viertelprozentpunkt gerechnet und die Fed lieferte ab: Der Leitzins wurde auf auf eine Spanne von 3,75 bis 4,00 Prozent angehoben, die erste Leitzinserhöhung seit 2023.

Wäre eine Anhebung ausgeblieben, hätte das die Börse wohl als Enttäuschung gewertet. Problematischer war die Botschaft von Fed-Chef Kevin Warsh: Die Fed signalisiert, dass die Inflation noch nicht unter Kontrolle ist und 2026 mindestens eine weitere Zinserhöhung möglich ist. Der Median der Fed-Projektionen liegt für Ende 2026 bei 4,1 Prozent.

Bei den Einzeltiteln richtete sich das Interesse weiterhin auf KI-Werte. Nachdem Branchenwarnungen vor einer zu schnellen KI-Entwicklung und damit verbundene Sicherheitsbedenken zu Wochenbeginn noch für Nervosität gesorgt hatten, hat sich die Lage inzwischen entspannt. Citigroup-Analysten merkten zur Wochenmitte an, dass Sicherheit und Steuerung von KI-Systemen aus Sicht der Entwickler selbst enorme Rechenkapazitäten benötigten – Sicherheitsbedenken könnten die Nachfrage nach Rechenleistung also eher befeuern als bremsen.

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An den Börsen in Fernost lässt sich am Donnerstag keine einheitliche Richtung ausmachen.

In Tokio gewinnt der Nikkei 225 zeitweise 0,15 Prozent auf 64.015,92 Punkte.

Auf dem chinesischen Festland geht es für den Shanghai Composite wiederum 0,36 Prozent abwärts auf 3.877,46 Zähler.

Ein rotes Vorzeichen ist auch in Hongkong zu sehen: Der Hang Seng verliert stellenweise 0,73 Prozent auf 24.533,46 Einheiten.

Asiens Börsen zeigen sich am Donnerstag uneinheitlich: Auf der einen Seite kommt Rückenwind vom gesunkenen Ölpreis, während schwache Konjunkturdaten aus China die hiesigen Märkte bremsen. Die Hongkonger Notenbank HKMA erhöhte am Donnerstag ihren Leitzins, nachdem die US-Notenbank am Vorabend die Zinsen um 25 Basispunkte angehoben hatte - eine Folge der festen Kopplung des Hongkong-Dollar an die US-Währung. Die Fed-Entscheidung selbst lag im Rahmen der Erwartungen, doch die Aussagen des neuen Fed-Chefs Kevin Warsh sorgten für Nervosität: Er betonte die hartnäckig hohe Inflation, was als Hinweis auf weitere Zinsschritte gewertet wurde. Die US-Börsen gerieten daraufhin unter Druck, die Anleiherenditen blieben auf erhöhtem Niveau. Anleger richten den Blick nun auf die anstehenden Zinsentscheidungen der Bank of England am Donnerstag und der Bank of Japan am Freitag.

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