Nach US-Inflationsdaten: DAX erholt sich zum Wochenende -- Oracle steigert Umsatz und Gewinn -- TUI, Infineon, NEL, Allianz, Chipaktien, SAP, Apple, Adobe, Anthropic, SpaceX, Gold, Bitcoin im Fokus
Morgan Stanley setzt Novo Nordisk-Aktie unter Druck. Bund stellt Bedingungen für mögliche Commerzbank-Übernahme durch UniCredit. IG Metall will VW-Management an den Tisch holen. United-Internet: Restrukturierung bei 1&1 und IONOS mit Stellenabbau. Harbour Energy: Erwerb eigener Aktien von Großaktionär BASF. PUMA-CCO Matthias Bäumer geht.
Marktentwicklung
Dem deutschen Aktienmarkt gelang am Freitag eine Stabilisierung.
Der DAX hat die Sitzung moderat höher begonnen und hielt sich auch anschließend auf grünem Terrain. Er verabschiedete sich 0,82 Prozent im Plus bei 25.568,56 Punkten ins Wochenende.
Der TecDAX stieg kaum verändert in den letzten Handelstag der Woche ein, rutschte dann zeitweise ins Minus ab, bevor es im weiteren Verlauf deutlich nach oben ging. Hier waren zum Handelsschluss Gewinne von 1,09 Prozent bei 3.983,58 Stellen zu beobachten.
Der DAX hat sich am Freitag nach dem jüngsten Kursrutsch stabilisiert. Die mit Spannung erwarteten US-Verbraucherpreise lieferten dem deutschen Leitindex zunächst keine neuen Impulse. Für etwas Entspannung sorgten dagegen die Ölpreise, die einen Teil ihrer zuvor kräftigen Gewinne wieder abgaben. Damit hält sich der DAX weiterhin deutlich über der für den mittel- bis langfristigen Trend wichtigen 100-Tage-Linie.
Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent war in der Nacht infolge weiterer Angriffe auf Tanker in der Straße von Hormus sowie Gefechten zwischen jemenitischen Huthi-Milizen und saudi-arabisch unterstützten Kräften kräftig gestiegen und hatte sich zeitweise der Marke von 110 US-Dollar genähert. Zuletzt gab der Ölpreis jedoch wieder deutlicher nach.
Am Donnerstag hatte die Europäische Zentralbank (EZB) mit ihrer zweiten Zinserhöhung in diesem Jahr auf den Ölpreisschock infolge des Iran-Kriegs reagiert. In der kommenden Woche rechnen viele Marktteilnehmer auch bei der US-Notenbank Fed mit einem ähnlichen Schritt. Dass die Kerninflation im August gegenüber dem Vormonat stärker als erwartet gestiegen ist, dürfte die Erwartungen an eine Zinserhöhung zusätzlich stützen, schrieb der Ökonom Stephen Brown von Capital Economics.
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An den europäischen Aktienmärkten ging es vor dem Wochenende aufwärts.
Der EURO STOXX 50 eröffnete etwas höher und legte anschließend deutlicher zu. Sein Schlussstand: 6.322,51 Punkte (+0,85 Prozent).
Obwohl sich die Ölpreise und die Anleiherenditen von ihren jüngsten Höchstständen etwas zurückgezogen haben, bleibt das Marktumfeld weiter angespannt.
Der Preis für ein Fass der Sorte Brent steuerte zeitweise auf die Marke von 110 US-Dollar zu, während die Renditen zehnjähriger US-Staatsanleihen mit 4,95 Prozent weiterhin knapp unter der Marke von 5,0 Prozent verharrten. Erst am Nachmittag entspannte sich die Lage am Ölmarkt etwas.
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An der Wall Street geht es am Freitag deutlich nach oben.
Der Dow Jones gewann zu Beginn leichte 0,27 Prozent auf 52.204,46 Punkte, kann im Anschluss jedoch kräftig zulegen.
Der technologielastige NASDAQ Composite eröffnete die Sitzung 0,8 Prozent im Plus bei 26.289,41 Stellen und baut seine Gewinne im weiteren Verlauf noch etwas aus.
Die US-Aktienmärkte bewegen sich am Freitag nach der Veröffentlichung der US-Inflation mit deutlichen Aufschlägen. Die Verbraucherpreise in den USA haben sich im August wie erwartet auf erhöhtem Niveau stabilisiert. Im Jahresvergleich legten sie um 3,4 Prozent zu. Damit dürfte am Markt erneut die Frage in den Mittelpunkt rücken, ob die US-Notenbank in der kommenden Woche die Leitzinsen anheben wird. Die US-Verbraucherpreise seien insgesamt kaum stärker gestiegen als erwartet, erklärten die Experten der Landesbank Hessen-Thüringen. Die Erwartungen an eine Zinserhöhung bei der Fed-Sitzung in der kommenden Woche dürften dennoch bestehen bleiben, so die Analysten.
Die Ölpreise sind zuletzt zwar etwas zurückgekommen, bewegen sich aber weiterhin auf einem hohen Niveau.
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Die Börsen in Fernost machten am Freitag klare Verluste.
In Tokio verlor der Nikkei 225 letztlich 1,93 Prozent auf 64.011,34 Punkte.
Auf dem chinesischen Festland sank der Shanghai Composite derweil um 1,18 Prozent auf 3.888,11 Zähler.
In Hongkong gab der Hang Seng schlussendlich 0,6 Prozent auf 24.805,63 Einheiten ab.
Der steile Anstieg der Ölpreise belastete am Freitag die Aktienmärkte in Ostasien spürbar. In Kombination mit leicht über den Erwartungen ausgefallenen US-Erzeugerpreisen wachsen an den Börsen die Inflationssorgen. Dies verstärkt die Spekulationen über einen Zinsschritt der US-Notenbank in der kommenden Woche, wofür die Wahrscheinlichkeit am Zinsterminmarkt mittlerweile bei 72 Prozent liegt. Parallel dazu ziehen die Anleiherenditen in der Region im Kielwasser der US-Vorgaben kräftig an.
Der Preis für ein Fass der Sorte Brent kletterte auf 108,45 US-Dollar, nachdem er am frühen Donnerstag noch bei etwa 101 US-Dollar gelegen hatte. Ursache für die Anspannung bleibt die militärische Eskalation zwischen den USA und dem Iran in der Straße von Hormus. Die Durchfahrt von Handelsschiffen durch die Meerenge ist dramatisch eingebrochen – von durchschnittlich 125 Schiffen pro Tag vor dem Konflikt auf lediglich sieben am Donnerstag. Im bisherigen Spitzenwert seit Kriegsbeginn wurden für Brent-Öl bereits über 120 US-Dollar gezahlt.
Vor der anstehenden Zinsentscheidung der Fed richtet sich die Aufmerksamkeit der Marktteilnehmer nun auf die Veröffentlichung der US-Verbraucherpreise für den Monat August. Diesen Daten wird noch größeres Gewicht beigemessen als den Erzeugerpreisen, die zuletzt einen Anstieg der Jahresrate um 5,4 Prozent aufwiesen.