Nach US-Jobdaten: DAX geht über 26.000 Punkten ins Wochenende -- Wall Street tiefer -- VW beschließt Sparprogramm -- Rüstungsaktien, Tesla, Microsoft, SpaceX, NVIDIA, Bitcoin, Gold im Fokus
Abstufung durch Morgan Stanley belastet Daimler Truck-Aktie. adidas, PUMA und Co.: Lululemon-Einbruch belastet Sportartikelbranche. Ströer-Aktie steigt auf, HUGO BOSS wechselt in den SDAX. Hessens Ministerpräsident Rhein trifft UniCredit-Chef im Ringen um Commerzbank-Übernahme. Chakravarthy wird neuer CEO bei Adobe. AMC-CEO attackiert Robinhood aufgrund von Aktientoken.
Marktentwicklung
Der deutsche Aktienmarkt tendierte zum Wochenschluss leicht nach oben.
So eröffnete der DAX die Sitzung minimal im Minus. Am Nachmittag konnte er jedoch trotz positiver US-Arbeitsmarktdaten leicht nach oben ausbrechen und 0,17 Prozent höher bei 26.046,40 Punkten in den Feierabend gehen.
Der TecDAX notierte zum Börsenstart unterdessen leicht höher und konnte seine anfänglichen Kursgewinne zunächst verteidigen. Daraufhin ging es für das Börsenbarometer jedoch minimal nach unten, womit er sich 0,12 Prozent tiefer bei 4.022,75 Zählern ins Wochenende verabschiedete.
Der DAX setzte nach den Kursgewinnen an den asiatischen Börsen seine Erholung vom Vortag fort und konnte damit sogar die Marke von 26.000 Punkten reißen. Noch am vergangenen Freitag hatte der DAX mit 26.618 Punkten ein neues Rekordhoch erreicht. Anschließend setzten jedoch vor allem die gestiegenen Ölpreise und höheren Anleiherenditen den Index unter Druck und ließen ihn zeitweise bis auf 25.727 Punkte fallen.
Angespannt bleibt die Lage am Ölmarkt angesichts des erneut eskalierten Iran-Kriegs. Der Preis für die Nordseesorte Brent bewegt sich weiterhin auf dem höchsten Niveau seit Juni. In Deutschland erreichte zudem der Preis für Superbenzin der Sorte E10 am Vortag einen neuen Höchststand.
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Die europäischen Aktienmärkte bewegten sich am Freitag aufwärts.
Der EURO STOXX 50 verlor zu Beginn marginal und pendelte zunächst auch weiterhin um die Nulllinie. Im Verlauf der Sitzung gelang es ihm jedoch leichte Gewinne zu verzeichnen und den Handelstag 0,16 Prozent höher bei 6.392,93 Punkten zu beenden.
Für etwas bessere Stimmung sorgte die jüngste Entspannung an den Anleihemärkten. Für den jüngsten Abwärtsdruck bei den Renditen sorgte US-Notenbanker Christopher Waller. Er sieht erste Zeichen einer Entspannung bei der Inflation und signalisierte, eine Zinspause im September zu unterstützen, sollten die Inflationsdaten für August die jüngsten Fortschritte im Juni und im Juli bestätigen. Am Zinsterminmarkt ist darauf die eingepreiste Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im September auf rund 50 Prozent von zuvor knapp 70 Prozent gesunken.
Wichtigstes Datum des Tages waren die US-Arbeitsmarktdaten für August. Die US-Notenbank hat ein Doppelmandat, für Preisstabilität und Beschäftigung zu sorgen. Der robuste US-Arbeitsmarktbericht hat die Kurse am Nachmittag gestützt. Die Beschäftigtenzahl in den USA ist im August deutlich stärker gestiegen als erwartet. Dies erhöht laut Ökonomen die Wahrscheinlichkeit für eine baldige Anhebung des Leitzinses durch die US-Notenbank Fed.
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Die Wall Street zeigte sich vor dem Wochenende verunsichert.
Der Dow Jones verlor zum Sitzungsstart leicht und bewegte sich auch weiterhin auf rotem Terrain. Er verließt den Handel 0,51 Prozent schwächer bei 53.413,60 Zählern.
Der technologielastige NASDAQ Composite eröffnete den Handel kaum bewegt. Im Tagesverlauf sackte er jedoch ins Minus ab, wo er sich 0,29 Prozent schwächer bei 26.506,99 Punkten verabschiedete.
An den US-Aktienmärkten spielte sich am Freitag ein verunsicherter Handel ab. Auslöser waren die offiziell veröffentlichten US-Arbeitsmarktdaten für den Monat August, die unerwartet robust ausgefallen sind. Dies schürte erneute Zinserhöhungsphantasien und lässt die Renditen am Anleihemarkt ansteigen.
Mit 162.000 neu geschaffenen Stellen außerhalb der Landwirtschaft lag der Beschäftigungsaufbau deutlich über der Konsensprognose der Ökonomen, die lediglich von 53.000 Stellen ausgegangen waren. Die Arbeitslosenquote verharrte wie prognostiziert bei 4,1 Prozent, während sich der Anstieg der durchschnittlichen Stundenlöhne weitgehend im Rahmen der Erwartungen bewegte.
Für einen dämpfenden, positiven Impuls sorgte am Freitag hingegen das Nachgeben der Ölpreise.
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Die Börsen in Fernost präsentierten sich am Freitag überwiegend mit grünen Vorzeichen.
In Tokio gewann der Nikkei 225 letztlich 1,26 Prozent auf 65.020,94 Punkte.
Auf dem chinesischen Festland notierte der Shanghai Composite unterdessen 0,3 Prozent tiefer bei 3.930,12 Zählern.
In Hongkong zeigte sich der Hang Seng 1,74 Prozent fester bei 25.650,87 Einheiten.
An den asiatischen Aktienmärkten ging es am Freitag für die wichtigsten Leitindizes mehrheitlich aufwärts. Besonders gefragt waren Technologiewerte. Marktteilnehmer verwiesen auf die positiven Vorgaben von der Wall Street, wo ebenfalls vor allem Aktien aus dem Technologiesektor zulegen konnten.
Für zusätzlichen Rückenwind sorgten Aussagen von US-Notenbankgouverneur Christopher Waller. Er nahm Befürchtungen vor einer unmittelbar bevorstehenden Zinserhöhung in den USA den Wind aus den Segeln. In der Folge gaben auch die Renditen am Anleihemarkt nach. Waller sprach sich dafür aus, das aktuelle Zinsniveau zunächst kurzfristig zu bestätigen. Damit dürfte auch der nach dem asiatischen Handelsschluss erwartete US-Arbeitsmarktbericht etwas von seiner geldpolitischen Brisanz verlieren.