Starkes Stellenplus im August: Was die US-Arbeitsmarktdaten für die Fed-Zinsen bedeuten
Der US-Arbeitsmarkt hat im August überraschend stark zugelegt. Was dieses Signal für die Geldpolitik der Fed bedeutet.
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Wie das US-Arbeitsministerium berichtete, entstanden in der Privatwirtschaft und beim Staat 162.000 zusätzliche Stellen. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten nur einen Zuwachs um 53.000 erwartet. Die Angaben für die beiden Vormonate wurden kumuliert um 9.000 Jobs nach oben revidiert: Das Ministerium meldete für Juli nun ein Stellenplus von 21.000 (vorläufig: Verlust von 23.000) und für Juni von 31.000 (vorläufig: 20.000).
Die separat erhobene Arbeitslosenquote stagnierte im August - wie von Ökonomen erwartet - bei 4,1 Prozent. Für diese Statistik werden private Haushalte befragt, für die Beschäftigtenzahl hingegen Unternehmen und Behörden.
Die sogenannte Erwerbsquote - also der Anteil der Erwerbspersonen an der Gesamtheit der Bevölkerung im arbeitsfähigen Alter - stieg von 61,4 auf 61,6 Prozent.
Was bedeuten die Jobdaten für die Zinsen der Fed?
Für die Federal Reserve unter ihrem Chef Kevin Warsh verkompliziert sich das Bild im Vorfeld der nächsten Ratssitzung zusehends. Der anhaltende Nahost-Konflikt und die dadurch stark gestiegenen Ölpreise drohen die Inflation erneut anzuheizen. Nachdem die Teuerung bereits seit mehreren Jahren über dem Zwei-Prozent-Ziel liegt, wächst in den Reihen der Währungshüter die Sorge vor Zweitrundeneffekten.
An den Finanzmärkten hat sich damit die Spekulation auf eine Zinserhöhung erhöht. Notenbankchef Kevin Warsh hatte sich am vergangenen Freitag zur Inflationsbekämpfung bekannt. Für die geldpolitischen Entscheidungen in den USA spielt die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt eine wichtige Rolle.
Die Wahrscheinlichkeit für eine Leitzinserhöhung auf der nächsten Sitzung Mitte September liegt laut Finanzmarktindikatoren jetzt bei gut 60 Prozent. Vor der Veröffentlichung hatte sie nur bei rund 50 Prozent gelegen.
US-Stundenlöhne ziehen an
Die US-Stundenlöhne stiegen gegenüber dem Vormonat um 0,3 Prozent auf 37,75 Dollar. Im Jahresvergleich lagen die Löhne um 3,1 (3,2) Prozent höher. Ökonomen hatten ein monatliches Plus von 0,3 Prozent und eine Jahresrate von 3,0 Prozent erwartet.
DJG/apo/cbr
DOW JONES / dpa-AFX
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