Goldpreis: Hochspannung vor US-Arbeitsmarktdaten
Der Goldpreis zeigte sich nach dem gestrigen Anstieg um über zwei Prozent im frühen Freitagshandel mit leicht positiver Tendenz.
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von Jörg Bernhard
Die Aufmerksamkeit der Anleger richtet sich nun auf die mit Spannung erwarteten US-Arbeitsmarktdaten (14.30 Uhr), von denen Hinweise auf die nächste Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed erwartet werden. Laut einer von Trading Economics veröffentlichten Umfrage unter Analysten soll die Arbeitslosenrate bei 4,1 Prozent verharren und die Zahl neu geschaffener Stellen auf 56.000 (Juli: minus 23.000) gestiegen sein. Sollten die Zahlen schwächer als erwartet ausfallen, könnte dies die Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung reduzieren. Mittlerweile zeigt das FedWatch-Tool des Terminbörsenbetreibers CME Group eine Wahrscheinlichkeit von 50 Prozent an, dass wir im September eine Zinssenkung um 25 Basispunkte sehen werden. Am Tag zuvor lag dieser Wert noch bei 63 Prozent. Am Abend dürften sich die Marktakteure zudem für den Commitments-of-Traders-Report der US-Aufsichtsbehörde CFTC (21.30 Uhr) stark interessieren. Dieser informiert einmal pro Woche über die Stimmung der verschiedenen Marktakteure bei Gold-Futures.
Am Freitagmorgen präsentierte sich der Goldpreis mit relativ stabilen Notierungen. Bis gegen 7.15 Uhr (MESZ) ermäßigte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (Dezember) um 21,80 auf 4.518,10 Dollar pro Feinunze.
Rohöl: Höchstes Wochenplus seit Mitte Juli möglich
Der Ölpreis steuert im frühen Freitagshandel auf seinen stärksten Wochengewinn seit Mitte Juli zu (WTI: +9,8 Prozent; Brent: +7,0 Prozent). Zunehmende Spannungen und erneut aufgeflammte Feindseligkeiten zwischen den USA und Iran verstärkten die Sorgen über mögliche Lieferausfälle im Nahen Osten. Analysten der ANZ hoben am Freitag ihre kurzfristige Prognose für den Brent-Ölpreis auf 95 Dollar an. Sollte sich der Konflikt im Nahen Osten weiter verschärfen, sehen sie zusätzliches Aufwärtspotenzial. Begrenzt wurde der Anstieg der Ölpreise allerdings durch Äußerungen des russischen Präsidenten Wladimir Putin. Dieser erklärte, es gebe weiterhin einen Weg zu einer Vereinbarung über ein Ende des Krieges in der Ukraine. Sowohl die USA als auch China seien bereit, eine Friedenslösung zu unterstützen.
Am Freitagmorgen präsentierte sich der Ölpreis mit etwas höheren Notierungen. Bis gegen 7.15 Uhr (MESZ) verteuerte sich der nächstfällige WTI-Future um 0,24 auf 91,54 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 0,03 auf 95,55 Dollar anzog.
Redaktion finanzen.net
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