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Trotz Zinserhöhungszyklus: Das spricht laut der Société Générale für einen weiteren Goldpreis-Anstieg


Trotz Zinserhöhungszyklus: Das spricht laut der Société Générale für einen weiteren Goldpreis-Anstieg

Die Société Générale bekräftigt ihre optimistische Gold-Prognose für das vierte Quartal 2026 und verweist auf anhaltende Notenbankkäufe als zentralen Treiber.

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Rohstoffe

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  • Société Générale bleibt für Q4 optimistisch für Edelmetalle
  • Goldpreis 2027 wieder über 5.000 US-Dollar erwartet
  • Notenbanken kaufen weiter Gold und stützen den Preis strukturell
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Die Société Générale hält im Ausblick auf das vierte Quartal 2026 an ihrer Übergewichtung von Gold fest und begründet dies mit anhaltenden Notenbankkäufen sowie einer Wiederbelebung des sogenannten "Debasement Trade". Die Bank sieht die Notenbanken laut "Kitco News" strukturell hinter der Inflationsentwicklung zurückbleiben, was Gold als Reserveanlage stütze. Für Gold-Anleger ergebe sich somit noch Aufwärtspotenzial.

SocGen bleibt bei fester Gold-Allokation

Die Analysten von Société Générale haben laut einem Bericht von "Kitco News" erklärt, dass sie mit Blick auf das letzte Quartal des Jahres weiterhin auf Aktien und Rohstoffe setzen, mit besonderem Fokus auf Gold und Kupfer. Innerhalb des Multi-Asset-Portfolios der Bank bleibe die Position in Gold daher unverändert bei 10 Prozent, ebenso wie das Investment in den breiteren Rohstoffmarkt. Verschoben wurden dagegen die Gewichte zwischen Aktien und Anleihen: Die Aktienquote stieg von 55 auf 58 Prozent, während die Staatsanleihen-Exposure von 15 auf 12 Prozent sank.

Die Experten der französischen Bank begründen diese Struktur mit einer scharfen Divergenz zwischen den Anlageklassen im bisherigen Jahresverlauf 2026: Aktien und Rohstoffe entwickelten sich demnach deutlich besser als Anleihen. Die Bank favorisiere deshalb eine Aufteilung von 60 Prozent Aktien, 20 Prozent Anleihen und 20 Prozent Rohstoffen anstelle der klassischen 60/40-Struktur.

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Anstieg erwartet: Kursziele für den Goldpreis reichen bis ins Jahr 2027

Konkret prognostiziert die Société Générale einen Goldpreis von 4.750 US-Dollar pro Unze im vierten Quartal 2026, bevor er im zweiten Quartal 2027 auf 5.000 US-Dollar und im dritten Quartal 2027 auf 5.250 US-Dollar steigen soll. Als Jahresdurchschnitt nennt die Bank 4.500 US-Dollar für 2026 und 5.125 US-Dollar für 2027. Aktuell liegt der Preis für eine Feinunze Gold bei rund 4.350 US-Dollar. Zu Beginn des Jahres hatte das gelbe Edelmetall angesichts eskalierender geopolitischer Konflikte zeitweise bei 5.416,40 US-Dollar ein Allzeithoch erreicht.

Die neue Prognose der Société Générale reiht sich in eine Serie von Aufwärtsrevisionen großer Bankhäuser ein, die den Goldpreis im Jahresverlauf 2026 begleitet haben. Morgan Stanley hob im August das Ziel für die Zeit bis 2027 auf mehr 5.000 US-Dollar an, nachdem die bisherige Marke von 4.450 US-Dollar für das vierte Quartal 2026 vorzeitig erreicht worden war. Zu Jahresbeginn hatten sowohl JPMorgan als auch Morgan Stanley noch mit Zielen von rund 4.000 beziehungsweise 4.400 US-Dollar deutlich niedriger gelegen.

Notenbanknachfrage als Treiber für Goldpreis trotz neuem Straffungszyklus

Als zentralen Treiber für Gold nennt die Société Générale anhaltende Notenbankkäufe bei gleichzeitig sinkender Exposure gegenüber US-Staatsanleihen. Geopolitische Fragmentierung sowie Sorgen um fiskalische und währungspolitische Glaubwürdigkeit stützten laut der Bank die Nachfrage nach alternativen Reserveanlagen. Bestätigt sieht die Bank diese These durch die weltweiten Gold-ETF-Bestände, die wieder auf rund 3.000 Tonnen gestiegen seien und damit eine wiederbelebte Investmentnachfrage signalisieren würden.

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Zwar haben die Notenbanken in den USA, Europa und Japan kürzlich die Leitzinsen angehoben und somit einen neuen Straffungszyklus eingeleitet, was tendenziell negativ für zinslose Assets wie Gold ist, doch die Experten gehen nicht davon aus, dass die Zentralbanken der Inflation in naher Zukunft voraus sein werden. So werden im weiteren Verlauf des Zyklus niedrigere Realzinsen erwartet, die die Opportunitätskosten für Gold senken dürften. Daneben dürften auch ein schwächerer US-Dollar und eine wieder anziehende Investorennachfrage stützen. Für die Société Général gibt es daher mehr Gründe, die für das Halten von Gold sprechen als dagegen.

Carolin Ludwig, Bettina Schneider, Redaktion finanzen.net

Dieser Text dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Anlageempfehlung dar. Die finanzen.net GmbH schließt jegliche Regressansprüche aus.

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