Erholung vorbei?

Signale aus Jackson Hole: Goldpreis gibt nach Warsh-Rede und Zinsängsten nach


Signale aus Jackson Hole: Goldpreis gibt nach Warsh-Rede und Zinsängsten nach

Die zunehmende Aussicht auf eine US-Leitzinserhöhung in den USA doch schon im September hat den Goldpreis am Freitag belastet.

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Zuvor hatte sich Fed-Chef Kevin Warsh mit ungewöhnlich deutlichen Worten zur hohen Inflation in den USA geäußert und die Bereitschaft für eine straffere Geldpolitik signalisiert.

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An der Börse in London wurde eine Feinunze (etwa 31,1 Gramm) zuletzt zu 4.538 US-Dollar gehandelt, ein Tagesminus von rund einem Prozent. Damit setzte der Goldpreis die Konsolidierung der vergangenen Tage fort, nachdem er sich seit Anfang August deutlich erholt hatte.

Für den August summiert sich der Preisaufschlag immer noch auf gut 12 Prozent. Bis zum Rekordhoch aus dem Januar bei knapp 5.600 Dollar fehlt allerdings noch ein gutes Stück.

Ein wesentlicher Treiber des Preisanstiegs im August waren überraschende Pläne der US-Regierung, die Käufe von US-Anleihen auszuweiten. Auf diesem Weg sollen die Renditen und damit die Kosten für den Schuldendienst gesenkt werden. Die Aussicht auf sinkende Renditen für amerikanische Staatsanleihen verstärkte die Nachfrage nach Gold, das keine Marktzinsen abwirft.

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Die Rede von Warsh führte den Investoren nun aber Inflationsrisiken wieder stärker vor Augen. "Wir müssen davon überzeugt sein, dass sich die Kerninflation eindeutig und mit ausreichender Geschwindigkeit unserem Ziel annähert. Andernfalls haben wir noch einiges zu tun", sagte der Chef der US-Notenbank laut Redemanuskript beim internationalen Notenbank-Treffen der Federal Reserve of Kansas City in Jackson Hole (US-Bundesstaat Wyoming).

Warsh sagte zwar, dass jüngste Konjunkturdaten eine leichte Abkühlung gezeigt hätten. Allerdings sehe er darin nicht, dass sich an der grundlegenden Entwicklung etwas geändert habe.

Im Juli war die US-Inflation zwar auf 3,4 Prozent gesunken, dennoch liegt die Teuerungsrate in den USA damit seit mehr als fünf Jahren weiter über dem von der US-Notenbank Fed angestrebten Ziel von 2 Prozent.

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Das liegt auch am Iran-Krieg und der daraus resultierenden Energiekrise. "Daher sollte sich die Fed derzeit vorrangig auf die Preise konzentrieren", sagte Warsh nun weiter. Die Teuerungsrate nannte er "zu hoch".

Aus Sicht von Investoren rückt eine Leitzinserhöhung nun immer näher. Wie Finanzkontrakte an den Terminbörsen zeigen, halten sie eine Zinserhöhung im September für deutlich wahrscheinlicher als noch vor der Rede von Warsh.

/mis/jsl/he

LONDON/FRANKFURT (dpa-AFX)

Bildquellen: Lisa S. / Shutterstock, Bulent camci / Shutterstock.com

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