DAX startet mit Gewinnen -- Asiens Börsen in Grün -- VW senkt Prognose deutlich -- Vonovia, Alphabet, SAP, Deutsche Telekom im Fokus
Neue Impulse für NVIDIA und Co.? Trump will KI weiter beschleunigen. BVB gewinnt in Stuttgart und bleibt Tabellenführer. VW, BMW & Mercedes-Benz: Deutsche Autobauer verlieren weiter den Anschluss - ziehen Tesla und BYD davon? Volvo Cars: Skoda-Chef Zellmer wird neuer CEO. Indexanpassungen bei MDAX, EuroStoxx 50, SMI und ATX. Berentzen-Gruppe stimmt Übernahmeangebot durch den US-Konzern Sazerac zu.
Marktentwicklung
Der deutsche Aktienmarkt eröffnet mit einer positiven Tendenz.
Der DAX beginnt die Sitzung 0,74 Prozent höher bei 25.491,35 Punkten.
Der TecDAX startet ebenfalls im Plus.
Positiver Rückenwind aus Asien und sinkende Ölpreise stützen den DAX zu Wochenbeginn. Damit erhält der Index die Chance, sich an seiner 100-Tage-Linie zu fangen, nachdem er am Freitag mit 25.285 Punkten ein Tief erreicht hatte. Diese Marke bot dem DAX bereits am noch schwächeren Dienstag Halt. Nach seinem Höchststand von 26.618 Punkten blickt der Leitindex mittlerweile auf drei verlustreiche Wochen zurück.
Trotz der spürbaren Preissenkungen beim Öl bleiben die geopolitischen Vorgaben aus dem Nahen Osten unübersichtlich. Zwar deutete der oberste Sicherheitskoordinator des Iran am Wochenende die Bereitschaft an, den Konflikt mit den USA auf Basis des Rahmenabkommens vom Juni beizulegen, gleichzeitig sprach das Militär jedoch erneut Drohungen gegen die USA und deren Verbündete aus.
Zur kompletten Index-Übersicht hier klicken
Europas Börsen versuchen sich an einer Erholung.
Der EURO STOXX 50 zeigt sich mit einer freundlichen Tendenz.
An den europäischen Aktienmärkten spielen sich zum Wochenauftakt am Montag nach den Kursverlusten vom Freitag eine Erholung mit steigenden Notierungen ab. Positiver Rückenwind kommt vor allem von den sinkenden Rohölpreisen.
Von einer nachhaltigen Entspannung an den Finanzmärkten kann jedoch nicht gesprochen werden, da die Renditen zehnjähriger US-Staatsanleihen weiterhin auf der kritischen Marke von 5,0 Prozent verharren. Zudem bleibt abzuwarten, wie der französische Aktienmarkt auf die Abstufung der Kreditwürdigkeit Frankreichs durch die Ratingagentur Scope von „AA-“ auf „A+“ (mit stabilem Ausblick) reagiert.
Auch die innenpolitische Lage in Deutschland sorgt für Aufmerksamkeit. Bei den Landtagswahlen entschied Die Linke die Wahl in Berlin vor der CDU für sich, während in Mecklenburg-Vorpommern die AfD vor der SPD siegte. Da die CDU im künftigen Landtag von Mecklenburg-Vorpommern nicht mehr vertreten ist, dürfte der Druck auf den Reformkurs von Bundeskanzler Merz zunehmen. Laut QC Partners könnten sich etwaige bundespolitische Konsequenzen dieser Wahlergebnisse auch auf Aktienkurse und Zinsen auswirken.
Zur kompletten Index-Übersicht hier klicken
Die US-Börsen tendierten am Freitag uneinheitlich.
Der Dow Jones bewegte sich während der gesamten Sitzung in der Verlustzone und verlor zum Sitzungsende 0,18 Prozent auf 51.682,64 Punkte.
Der technologielastige NASDAQ Composite kehrte nach anfänglichen Verlusten in die Gewinnzone zurück und verbesserte sich schlussendlich um 0,39 Prozent auf 26.522,55 Zähler.
Die US-Börsen haben eine turbulente Woche am Freitag uneinheitlich beendet. Belastend wirkten vor allem Renditen von mehr als fünf Prozent bei US-Staatsanleihen sowie der weiterhin hohe Ölpreis, der Inflations- und Zinssorgen schürte. Rückenwind kam dagegen aus dem Halbleitersektor, dessen Kursgewinne stärkere Verluste am Gesamtmarkt verhinderten. Nach der Zinserhöhung der US-Notenbank vom Mittwoch beschäftigen sich Anleger verstärkt mit der Frage, ob weitere geldpolitische Straffungen folgen könnten. Für zusätzliche Schwankungen sorgte der große Verfallstag an den Terminbörsen, während viele Marktteilnehmer angesichts der geopolitischen Risiken vor dem Wochenende vorsichtig agierten.
Zur kompletten Index-Übersicht hier klicken
An den Börsen in Fernost zeigen sich zum Wochenbeginn Gewinne.
In Tokio legte der Nikkei 225 am Freitag schlussendlich 1,38 Prozent auf 65.018,95 Punkte zu. Am Montag bleibt er geschlossen.
Auf dem chinesischen Festland geht es für den Shanghai Composite um 0,47 Prozent auf 3.930,17 Zähler nach oben.
In Hongkong gewinnt der Hang Seng daneben 0,42 Prozent auf 24.855,41 Punkte.
An den ostasiatischen Aktienmärkten überwogen am Montag im Verlauf des Handels leichte Kursgewinne, begünstigt von erneut rückläufigen Ölpreisen. Die Sorgen bezüglich anhaltender Lieferunterbrechungen bei den saudi-arabischen Rohöl-Pipelines flachten weiter ab; Berichten zufolge rechnet Riad damit, dass die Ost-West-Pipeline binnen weniger Tage wieder etwa die Hälfte ihrer Transportkapazität erreicht.
Hinsichtlich der Spannungen zwischen den USA und dem Iran erklärte US-Präsident Donald Trump in einem Interview mit Fox News, er befinde sich im „Entscheidungsmodus“, und stellte das bevorstehende Eintreffen bedeutender Ereignisse in Aussicht. Gleichzeitig zeigte er sich offen für ein mögliches Treffen mit dem iranischen Präsidenten Masoud Pezeshkian im Rahmen der UN-Generalversammlung in New York. Die Finanzmärkte in Japan bleiben feiertagsbedingt bis einschließlich Mittwoch geschlossen.
An den chinesischen Börsen sorgte unterdessen der bevorstehende Gipfel zwischen US-Präsident Trump und Chinas Staatschef Xi Jinping am Donnerstag in Washington für Zuversicht. Marktteilnehmer verwiesen auf vorangegangene Gespräche am Wochenende in New York zwischen US-Finanzminister Scott Bessent und dem chinesischen Vizepremier He Lifeng, die von beiden Seiten als konstruktiv bewertet wurden. Beim anstehenden Spitzentreffen dürfte eine etwaige Verlängerung der handelspolitischen Vereinbarungen im Fokus stehen, unter anderem zu Kernfragen wie Zöllen, Ausfuhrbeschränkungen für Seltene Erden sowie Technologiekontrollen.
Top Themen
News-Ticker
Warum sich der Euro kaum zum Dollar bewegt
(07:51 Uhr)