Alternative Antriebe

Deutsche Autoexporte verzeichnen Rückgang bei gleichzeitig stark steigenden Fahrzeugimporten


Deutsche Autoexporte verzeichnen Rückgang bei gleichzeitig stark steigenden Fahrzeugimporten

Die Exporte deutscher Automobile sind in den ersten sieben Monaten des Jahres 2026 spürbar zurückgegangen.

Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilte, wurden von Januar bis Juli rund 2,0 Millionen Neuwagen im Wert von 73,5 Milliarden Euro ausgeführt. Das entspricht im Vergleich zum Vorjahreszeitraum einem mengenmäßigen Rückgang von 4,0 Prozent und einem wertmäßigen Einbruch von 8,9 Prozent. Die wichtigsten Abnehmerländer blieben das Vereinigte Königreich, die USA und Italien.

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Bei den exportierten Antriebsarten dominierten weiterhin Verbrennungsmotoren mit einem Anteil von 52,7 Prozent, gefolgt von Elektroautos mit 28,1 Prozent und Hybriden mit 19,2 Prozent. Auffällig zeigt sich das Geschäft mit den USA: Trotz eines Rückgangs der Gesamtausfuhren dorthin um 2,6 Prozent legten Verbrenner-Exporte in die Vereinigten Staaten um 31,7 Prozent zu. Im Gegenzug brachen die US-Exporte von Hybridfahrzeugen (minus 50,3 Prozent) und reinen Elektroautos (minus 56,1 Prozent) drastisch ein.

Im Gegensatz zum schwächelnden Export legte der Import von Neuwagen nach Deutschland kräftig zu. Mit rund 1,3 Millionen Fahrzeugen im Wert von 34,9 Milliarden Euro stiegen die Einfuhren mengenmäßig um 16,0 Prozent und wertmäßig um 12,6 Prozent. Treiber dieser Entwicklung waren vor allem alternative Antriebe: Während die Importe von Verbrennern um 9,0 Prozent sanken, verzeichneten Hybridfahrzeuge ein Plus von 36,0 Prozent und reine Elektroautos sogar einen Anstieg um 66,3 Prozent.

Durch diesen Boom verschoben sich auch die Lieferländer deutlich. China kletterte mit einem Importplus von 120,9 Prozent auf insgesamt 175.000 Fahrzeuge von Rang vier auf Platz eins der wichtigsten Herkunftsländer für deutsche Autoimporte, knapp vor Tschechien und Spanien. Die USA fielen hingegen mit 59.000 gelieferten Neuwagen (minus 5,1 Prozent) auf den sechsten Rang zurück.

DJG/apo/cbr

DOW JONES

Bildquellen: Alexander Chaikin / Shutterstock.com

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