Ströer-Aktie steigt in MDAX auf, HUGO BOSS muss weichen - VW-Aktie fliegt aus EuroStoxx 50 - Auch Rotation im SMI und ATX
Die turnusmäßige Überprüfung der Zusammensetzung der DAX-Familie hat ein überschaubares Ergebnis gebracht.
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Im deutschen Leitindex DAX gibt es keine Änderung, wie die Deutsche-Börse-Tochter ISS Stoxx mitteilte.
Im Index der mittelgroßen Werte MDAX ersetzt der Werbevermarkter Ströer ab Montag HUGO BOSS. Dieser nimmt dessen Platz im Nebenwerteindex SDAX ein. Die Übernahme des Modekonzerns durch die Frasers Group war zuletzt zwar gescheitert. Die Briten haben aber bereits angekündigt, ihre Beteiligung von derzeit knapp 48 Prozent auf über die Hälfte aufstocken zu wollen.
ISS Stoxx überprüft die Indizes der DAX-Familie (DAX, MDAX, SDAX und TecDAX) vierteljährlich. Wichtig sind Index-Änderungen vor allem für Fonds, die Indizes real nachbilden. Dort muss dann entsprechend umgeschichtet und umgewichtet werden, was Einfluss auf die Aktienkurse haben kann.
Krisenfolge: Volkswagen-Aktie nicht mehr im EuroStoxx 50
Die Krise des deutschen Autobauers Volkswagen (VW) wirkt sich auch auf dessen Berücksichtigung in wichtigen Aktienindizes aus. Die Wolfsburger sind ab diesem Montag nicht mehr im EuroStoxx 50 notiert, wie der Indexanbieter ISS Stoxx bekanntgab. Die VW-Aktie hat seit Jahresbeginn etwas mehr als ein Viertel verloren. Auf Sicht von fünf Jahren liegt das Minus sogar bei fast 60 Prozent.
Neben VW fliegt auch der niederländische Informationsdienstleister Wolters Kluwer aus dem Auswahlindex für die Eurozone. Aufgenommen werden dafür der französische Energiekonzern Engie und der finnische Netzwerkausrüster Nokia.
Im Stoxx 50, in dem auch Unternehmen aus Ländern mit einer anderen Währung als Euro notiert sind, ersetzt die britische Bank Barclays die niederländische Internet-Beteiligungsholding Prosus.
Im Stoxx Europe 600 kommt es zu mehr als einem Dutzend Änderungen. Unter anderem müssen ihn der Flughafenbetreiber Fraport und der Autozulieferer AUMOVIO verlassen. Aufgenommen werden dafür neben vier griechischen Banken der britische Billigflieger easyJet.
Galderma und Sandoz neu im SMI - Kühne+Nagel und Swisscom raus
Im Schweizer Leitindex SMI kommt es zu einer Rotation. Neu aufgenommen in den Index der Schweizer Blue Chips werden die Titel von Galderma und von Sandoz. Dagegen müssen die Titel von Kühne+Nagel und Swisscom den SMI verlassen, wie die Börsenbetreiberin SIX am Mittwoch mitteilte. Die Änderungen gelten ab Montag.
Dem Dermatologiespezialisten Galderma waren bereits die besten Chancen auf einen Aufstieg zugerechnet worden. Nun schaffen es auch die Titel des Generikahersteller Sandoz in die Liste der Blue Chips. Mit dem Herausfallen der Titel des Logistikers Kühne+Nagel war gerechnet worden, aber auch die Aktien des Telekomkonzerns Swisscom galten als "Wackelkandidaten".
Die Titel von Kühne+Nagel und Swisscom werden neu in den Mid-Cap-Aktienindex SMI Mid (SMIM) aufgenommen, der die 30 größten und liquidesten mittelgroßen Unternehmen abbildet, die nicht im Blue-Chip-Index SMI enthalten sind. Ebenfalls neu im SMIM sind die Aktien des Aroma- und Duftstoffspezialisten DSM-Firmenich. Nicht mehr im SMIM enthalten sind neben den in den SMI aufsteigenden Titel von Galderma und Sandoz auch die Papiere des Chemiekonzerns Clariant.
Mayr-Melnhof-Aktie zurück im ATX - RBI in den ATX five
Nach der halbjährlichen Überprüfung der österreichischen Indizes durch das Indexkomitee der Wiener Börse kommt es am Montag zu folgenden Änderungen: Mayr-Melnhof Karton kehrt nach einem Jahr in den österreichischen Leitindex ATX zurück und löst damit Schoeller-Bleckmann (SBO) ab. Im ATX five, der die fünf höchstgewichteten Aktien des ATX umfasst, rückt Raiffeisen Bank International (RBI)) anstelle von voestalpine auf, teilte die Wiener Börse am Abend mit.
Für die Aufnahme in den ATX sind zwei zentrale Kriterien entscheidend: der durchschnittliche tägliche Aktienumsatz (Liquidität) und die frei handelbaren Unternehmensanteile am Markt (Streubesitz-Kapitalisierung).
ZUG/ZÜRICH/WIEN (dpa-AFX)
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