Goldpreis und Ölpreis

Goldpreis: Starker US-Dollar sorgt für rote Vorzeichen zum Wochenstart


Goldpreis: Starker US-Dollar sorgt für rote Vorzeichen zum Wochenstart

Der Goldpreis startete im Zuge eines stärkeren Dollars mit nachgebenden Notierungen in die neue Handelswoche.

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Rohstoffe

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von Jörg Bernhard

Die US-Notenbank Fed erhöhte am vergangenen Mittwoch – erstmals seit 2023 – die US-Leitzinsen, um dem anhaltenden Preisauftrieb entgegenzuwirken. Zugleich signalisiert die Notenbank, dass die Inflation weiterhin zu hoch ist und sich der Preisdruck inzwischen über den durch den Iran-Krieg ausgelösten Ölpreisschock hinaus auf weitere Wirtschaftsbereiche ausgeweitet hat. Neue Hinweise zum künftigen Zinskurs könnten in dieser Woche mehrere Auftritte von Fed-Vertretern liefern. Entlastung kommt unterdessen von den seit mehreren Tagen sinkenden Ölpreisen. Fortschritte bei den diplomatischen Bemühungen um den Iran-Krieg sowie deutlich gestiegene Öl- und Flüssiggastransporte durch die Straße von Hormus dämpfen die Sorgen vor weiteren Energiepreisschüben. Kurzfristig dürften daher vor allem die Entwicklung des Ölpreises und die Inflationserwartungen die Richtung des Goldpreises bestimmen.

Am Montagmorgen präsentierte sich der Goldpreis mit nachgebenden Notierungen. Bis gegen 8.15 Uhr (MESZ) ermäßigte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (Dezember) um 33,90 auf 4.391,00 Dollar pro Feinunze.

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Rohöl: Preisdruck dank Entspannungssignalen

Der Ölpreis wies im frühen Montagshandel eine fallende Tendenz aus und rutschte auf den niedrigsten Stand seit mehr als einer Woche. Ausschlaggebend waren Hoffnungen auf neue diplomatische Bemühungen zur Beendigung des Krieges zwischen den USA und dem Iran im Umfeld der UN-Generalversammlung. Gleichzeitig hat sich die Versorgungslage etwas entspannt. Saudi-Arabien konnte seine Ölexporte im September deutlich steigern, nachdem sie im August auf den niedrigsten Stand seit mindestens 2013 eingebrochen waren. Als Reaktion auf Schäden an der Ost-West-Pipeline und Einschränkungen am Exporthafen Yanbu werden verstärkt Lieferungen durch die Straße von Hormus abgewickelt. Dadurch zeigen sich die Ölströme im Nahen Osten trotz der Störungen überraschend robust. Die geopolitischen Risiken bleiben allerdings hoch: Die Huthi-Milizen haben erneut Ziele in Saudi-Arabien und eine Anlage von Saudi Aramco angegriffen. Ob die diplomatischen Initiativen tatsächlich zu einer Deeskalation führen, bleibt daher offen.

Am Montagmorgen präsentierte sich der Ölpreis mit schwächeren Notierungen. Bis gegen 8.15 Uhr (MESZ) ermäßigte sich der nächstfällige WTI-Future um 1,88 auf 98,42 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 1,91 auf 101,96 Dollar zurückfiel.


Redaktion finanzen.net

Bildquellen: Eric Chiang/123rf, Lisa S. / Shutterstock

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