Heute im Fokus

Fed-Zinsentscheid rückt näher: DAX schließt tiefer -- US-Börsen letztlich im Minus -- OpenAI sieht IPO nicht mehr in 2026 -- NVIDIA, SAP, Rheinmetall, KI-Aktien, Software-Aktien im Fokus

aktualisiert 14.09.26 22:14 Uhr

CEWE plant Aktienrückkauf. Klingbeil stellt Bedingungen für Commerzbank-Übernahme. BioNTech-Aktie vor dem nächsten Schub? Neue Krebsdaten machen Hoffnung. Novo Nordisk verkürzt Namen auf Novo - neuer Markenauftritt soll Eli Lilly herausfordern. Bayer-Aktie vor US-Gerichtstermin im Aufwind - das steckt dahinter. IPO-Pläne bei BASF: Banken für Agricultural Solutions-Börsengang mandatiert.

Marktentwicklung


Der deutsche Aktienmarkt startete schwächer in die neue Handelswoche.

Der DAX gab bereits zu Beginn leicht nach und weitete seine Verluste im Verlauf etwas aus. Letztlich notierte er 0,5 Prozent im Minus bei 25.440,81 Punkten.
Der TecDAX notierte zum Börsenstart minimal im Minus. Zeitweise rutschte er tief in die Verlustzone, im Verlauf konnte er seine Verluste jedoch wieder eingrenzen und ging 0,5 Prozent schwächer bei 3.960,75 Zählern aus dem Handel.

Ein erneut steigender Ölpreis und neue Sorgen rund um das Thema Künstliche Intelligenz belasteten den DAX zum Wochenstart. "Der DAX bleibt im Spannungsfeld eines Unsicherheitscocktails aus geopolitischen Risiken, geldpolitischen Fragezeichen und KI-Bedenken gefangen", sagte Marktanalyst Timo Emden vom Broker CapTrader. "Mit jedem weiteren Ölpreisschub wächst die Sorge, dass die Inflation befeuert und die Notenbanken unter Zugzwang gesetzt werden könnten."

Hintergrund für die wieder anziehenden Ölpreise ist die weiterhin angespannte Lage rund um die Straße von Hormus. Saudi-Arabien steht dabei besonders unter Druck: Nach Drohnenangriffen wurde eine wichtige Pipeline vorsorglich abgeschaltet. Gleichzeitig wächst die Bedrohung der Meerenge Bab al-Mandab durch die Huthi-Miliz im Jemen.

Belastend wirkten zudem neue Zweifel an der rasanten Entwicklung von KI. Forderungen nach einem langsameren Tempo bei der Technologieentwicklung sorgten für Zurückhaltung. Gleichzeitig rückt die US-Notenbank Fed in den Fokus. Die anstehende Zinsentscheidung sorgt laut NordLB für ungewöhnlich nervöse Märkte. Zur Wochenmitte dürfte sich zeigen, wie der weitere geldpolitische Kurs der Fed aussieht.

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An den europäischen Aktienmärkten ging es zum Wochenstart abwärts.

Der EURO STOXX 50 startete die Sitzung mit leichten Abgaben und weitete seine Kursverluste im Verlauf aus. Er verabschiedete sich schließlich 1,02 Prozent tiefer bei 6.260,38 Punkten in den Feierabend.

Im Fokus der Anleger standen vor allem die Ölpreise. Diese ziehen nach der zwischenzeitlichen Beruhigung am Freitag wieder deutlich an. Auslöser ist unter anderem die Verschiebung eines geplanten Treffens zwischen dem Iran und den Golfstaaten durch den Oman. Bei den Gesprächen über die Zukunft der strategisch wichtigen Straße von Hormus war offenbar keine Einigung über die Verwaltung der Wasserstraße erzielt worden. Zudem sollen die vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen die für den Welthandel wichtige Meerenge Bab al-Mandab kontrollieren. Saudi-Arabien hat darüber hinaus nach Angriffen eine wichtige Ölpipeline vorerst außer Betrieb genommen, über die sich die Straße von Hormus umgehen lässt.

Der erneute Anstieg der Ölpreise könnte den weltweiten Inflationsdruck weiter verstärken. Erst am Freitag waren die US-Verbraucherpreise im Jahresvergleich um 3,4 Prozent gestiegen und damit deutlich stärker als von der US-Notenbank angestrebt. In der Folge legten auch die Renditen am Anleihemarkt zu. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen liegt derzeit bei 3,52 Prozent und damit auf dem höchsten Stand seit 2009.

An den Märkten wird für die Sitzung der US-Notenbank am Mittwoch seit Freitagnachmittag mit einer Wahrscheinlichkeit von rund 87 Prozent eine Zinserhöhung um 0,25 Prozentpunkte eingepreist. "An diesem Punkt bleibt der Fed keine andere Wahl, als zu handeln", sagte Loren Moran, Fixed-Income-Portfoliomanagerin bei Wellington Management. Volkswirt Christian Scherrmann vom Vermögensverwalter DWS sieht unterdessen mögliche positive Impulse für die Aktienmärkte, falls die US-Notenbank die Leitzins anhebt. Seiner Einschätzung nach könnte ein solcher Schritt die Glaubwürdigkeit der Notenbank stärken und zugleich die Inflationserwartungen dämpfen.

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Anleger an den US-Börsen hielten sich zum Wochenstart zurück.

Der Dow Jones eröffnete die Sitzung etwas höher, drehte im Verlauf jedoch ins Minus und gab letztlich 0,29 Prozent auf 54.421,20 Punkte nach.
Der technologielastige NASDAQ Composite verlor zum Start deutlich. Im Verlauf reduzierte er seine Verluste jedoch etwas und notierte zum Handelsende 0,56 Prozent tiefer bei 26.186,41 Zähler.

Eine wieder entflammte Sicherheitsdebatte rund um Künstliche Intelligenz (KI) belastete am Montag. Warnende Töne kamen vor allem aus der Branche selbst: Anthropic-Chef Dario Amodei zeigte sich nach dem Schock eigenständig agierender KI-Hackerangriffe alarmiert. Innerhalb von sechs bis zwölf Monaten könnte ein KI-Schwarm seiner Einschätzung nach das gesamte Internet unter Kontrolle bringen und Schäden in Höhe von mehreren Hundert Milliarden Dollar anrichten. Er appellierte daher an die Branche, das Tempo bei der Entwicklung der stärksten Modelle zu drosseln.

Auch am Ölmarkt gab es am Wochenende Turbulenzen. Der Nahost-Krieg bringt Saudi-Arabien als größten Ölexporteur der Welt massiv in Bedrängnis: Nach der iranischen Sperrung der Straße von Hormus und der wachsenden Gefahr für die Meerenge Bab al-Mandab durch die jemenitischen Huthi-Rebellen muss das Königreich infolge von Drohnenangriffen nun auch eine bedeutende Pipeline stilllegen. Obendrein wurde das eigentlich für Montag angesetzte Treffen der Golf-Außenminister im Oman vertagt.

UBS-Experte Timothy Arcuri sprach mit Blick auf die Chipbranche von einem „neuen, erheblichen Risikofaktor", der die Perspektiven eintrübe, wie dpa-AFX berichtete. Eine grundlegende, breite Verlangsamung erwartet er allerdings nicht – schließlich hätten führende KI-Labore zuletzt erst umfangreiche Infrastrukturinvestitionen angeschoben. Damit die Erwartungen aufgingen, müsse man jedoch „von einem ausgesprochen positiven Szenario für den Infrastrukturausbau ausgehen".

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Die Börsen in Fernost bewegten sich am Montag mit verschiedenen Vorzeichen.

In Tokio verlor der Nikkei 225 letztlich 0,81 Prozent auf 63.492,99 Punkte.

Auf dem chinesischen Festland zeigte sich der Shanghai Composite unterdessen minimale 0,07 Prozent tiefer bei 3.885,33 Zählern.

In Hongkong zog der Hang Seng dagegen um 0,45 Prozent auf 24.917,60 Einheiten an.

Steigende Ölpreise und die Erwartung möglicher Zinserhöhungen belasteten die asiatischen Aktienmärkte mehrheitlich. Neue Angriffe auf Saudi-Arabien und Schiffe im Persischen Golf verstärkten die Sorge vor einer Verknappung des Ölangebots. Gleichzeitig richteten sich die Blicke der Anleger auf die bevorstehenden Zinsentscheidungen in den USA und Japan. Nach unerwartet hohen US-Inflationsdaten wurde eine Zinserhöhung der Fed um 25 Basispunkte zunehmend erwartet.

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