EZB hebt Zinsen an: Dow schließt leichter -- DAX letztlich tiefer -- Ölpreise setzen Höhenflug fort -- adidas, NVIDIA, TSMC, Vonovia, SpaceX, Plug Power, Rheinmetall & Co., Deutsche Telekom im Fokus
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Marktentwicklung
Der deutsche Aktienmarkt zeigte sich am Donnerstag im Minus.
Der DAX eröffnete den Handelstag marginal tiefer. Im Verlauf weitete das Börsenbarometer seine Verluste noch kräftig aus und fiel letztlich um 0,84 Prozent auf 25.361,15 Zähler.
Der TecDAX bewegte sich zum Sitzungsstart abwärts. Auch im weiteren Verlauf dominierten hier die Bären, wobei die Verluste noch ausgebaut wurden. Sein Schlussstand: 3.943,84 Punkte (-1,27 Prozent).
Hauptursache für die verhaltene Stimmung bleibt der kontinuierliche Anstieg der Ölpreise, der die Sorgen vor einer anhaltend hohen Inflation weiter anheizt. So hat sich der Preis für ein Fass der Nordseesorte Brent mittlerweile wieder seinem Zwischenhoch aus dem Juli angenähert.
Am frühen Nachmittag gab die Europäische Zentralbank (EZB) ihren Zinsentscheid bekannt. Sie erhöhte die Leitzinsen wie erwartet um 25 Basispunkte.
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An den europäischen Aktienmärkten ging es am Donnerstag abwärts.
Der EURO STOXX 50 startete marginal höher und zeigte sich zunächst auch weiterhin mit einer leichten Aufwärtstendenz. Im weiteren Verlauf rutschte er jedoch ins Minus. Er verabschiedete sich mit einem Verlust von 0,55 Prozent bei 6.276,97 Punkten.
Der Ölpreis der Sorte Brent zieht weiter an, während die Renditen zehnjähriger US-Staatsanleihen nahe ihrem Jahreshöchststand bei 4,84 Prozent verbleiben. Wesentlicher Belastungsfaktor ist weiterhin der anhaltende militärische Konflikt im Nahen Osten zwischen den USA und dem Iran, bei dem derzeit keine Anzeichen für eine Entschärfung vorliegen.
Im Tagesverlauf richtete sich die Aufmerksamkeit der Anleger auf die Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) am Nachmittag. Diese erhöhte die Leitzinsen wie erwartet um 25 Basispunkte.
Als noch bedeutsamer für die globalen Finanzmärkte wird jedoch die Zinsentscheidung der US-Notenbank in der kommenden Woche eingestuft, da hinsichtlich des weiteren Fed-Kurses deutlich größere Unsicherheit herrscht.
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An der Wall Street ging es am Donnerstag nach unten.
Der Dow Jones vergrößerte seinen anfänglichen Verlust im weiteren Handelsverlauf und schloss 0,60 Prozent tiefer bei 52.064,04 Punkte.
Der technologielastige NASDAQ Composite blieb nach einem negativen Start ebenfalls auf rotem Terrain und ging 0,65 Prozent schwächer bei 26.081,72 Zählern in den Feierabend.
Weiterhin belastend wirkten sich die Lage im Nahost-Konflikt sowie die gestiegenen Ölpreise auf die Marktstimmung aus. Zudem trieb Anleger nach wie vor die Sorge um eine anziehende Inflation um, die wiederum Zinserhöhungen der US-Notenbank nach sich ziehen könnte.
Nachdem die Europäische Zentralbank ihren Leitzins erwartungsgemäß um 0,25 Prozentpunkte anhob, verlagert sich das Augenmerk der Marktteilnehmer nun auf die Fed, die in der kommenden Woche über ihren Zinskurs entscheidet. Zuvor stehen jedoch noch die US-Inflationsdaten am Freitag an, die nach Einschätzung des Marktes maßgeblichen Einfluss auf die Fed-Entscheidung haben dürften. Einen ersten Hinweis lieferten bereits die am Donnerstag vorbörslich veröffentlichten US-Erzeugerpreise für August, die etwas deutlicher zulegten als von Ökonomen prognostiziert.
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Die Börsen in Fernost machten am Donnerstag mehrheitlich Verluste.
In Tokio gewann der Nikkei 225 letztlich 0,2 Prozent auf 65.270,95 Punkte.
Auf dem chinesischen Festland sank der Shanghai Composite schlussendlich 0,43 Prozent auf 3.934,40 Zähler.
In Hongkong gab der Hang Seng schließlich 1,27 Prozent auf 24.954,47 Einheiten ab.
An den ostasiatischen Handelsplätzen haben die Börsen am Donnerstag auf breiter Front nachgegeben. Angesichts von Ölpreisen oberhalb der Marke von 100 US-Dollar pro Barrel, anziehenden Anleiherenditen und schwächeren Vorgaben aus den USA agierten die Marktteilnehmer vor wichtigen US-Inflationsdaten äußerst zurückhaltend.
Treiber des jüngsten Ölpreissprungs ist eine Eskalation von Angriffen auf die Schifffahrt in der Straße von Hormus, die am Markt Sorgen vor weiteren Unterbrechungen der globalen Energieversorgung schürt. Das erschwert die geldpolitische Orientierung der Notenbanken: Der Energiepreisschub droht die Inflation hochzuhalten, während das Wirtschaftswachstum unter den gestiegenen Kosten leidet. Parallel kletterte die Rendite 10-jähriger US-Staatsanleihen wieder auf ihr jüngstes Hoch von 4,84 Prozent. Für zusätzlichen Druck sorgte, dass ein Rückkaufprogramm des US-Finanzministeriums für langlaufende Staatsanleihen über 6 Milliarden US-Dollar geringer ausfiel als am Markt erwartet.
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