Bitcoin ETFs drehen wieder auf, doch starke US Jobdaten bremsen die Kryptowoche
Nachdem die Bitcoin ETFs in den USA binnen weniger Tage von Abflüssen zu ihrem stärksten Zuflusstag seit Januar wechselten, bremst ein überraschend robuster amerikanischer Arbeitsmarktbericht die Hoffnung auf eine schnelle Zinswende.
Das Wichtigste in Kürze:
- Die Bitcoin ETFs in den USA wechselten binnen weniger Tage von einem Tagesabfluss zum größten Tageszufluss seit Januar, blieben in der Wochenbilanz aber klar im Plus.
- Ein überraschend starker amerikanischer Arbeitsmarktbericht bremste die Zinssenkungshoffnungen und drückte den Bitcoin Kurs von seinem Wochenhoch.
- Die Nachfrage nach Ethereum, Solana, XRP und HYPE ETFs kühlte deutlich ab, blieb aber in jedem Segment positiv.
Der Kryptomarkt zeigte sich in der vergangenen Woche zweigeteilt. Während sich die institutionelle Nachfrage nach Bitcoin über die ETFs in den USA insgesamt robust zeigte, bremste ein überraschend starker amerikanischer Arbeitsmarktbericht am Freitag die Hoffnung auf eine schnelle Zinssenkung der amerikanischen Notenbank. Bei den übrigen großen Kryptowährungen ließ die Nachfrage über ETFs spürbar nach, blieb aber in jedem einzelnen Segment positiv.
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Bitcoin: ETFs zwischen Abfluss und Rekordtag
Nach neun aufeinanderfolgenden Zuflusstagen kippten die Bitcoin Spot ETFs in den USA am 1. September 2026 in einen Tagesabfluss von 201,9 Millionen US-Dollar. Nur zwei Handelssitzungen später, am 3. September, drehte sich das Bild erneut: Die Fonds verbuchten einen Tageszufluss von 730,9 Millionen US-Dollar, den höchsten Stand seit Mitte Januar 2026, während Bitcoin kurzzeitig wieder über die Marke von 80.000 US-Dollar kletterte. In der Woche bis zum 4. September summierten sich die Nettozuflüsse in Bitcoin Spot ETFs auf 986,9 Millionen US-Dollar, die dritte Zuflusswoche in Folge mit einer Gesamtsumme von rund 3,8 Milliarden US-Dollar über drei Wochen. Am selben Tag veröffentlichte das amerikanische Arbeitsministerium den Bericht für August: Die Beschäftigung stieg um 162.000 Stellen gegenüber einer Prognose von lediglich rund 53.000, die Arbeitslosenquote blieb bei 4,1 Prozent. Die deutlich stärkeren Zahlen dämpften die Hoffnung auf eine baldige Zinssenkung und bremsten die zuvor durch taubenhafte Aussagen des amerikanischen Notenbankgouverneurs Christopher Waller ausgelöste Erholung. Bitcoin notierte am 8. September 2026 um 13:27 Uhr (MESZ) bei 78.650 US-Dollar, rund 1,5 Prozent unter dem Vortageswert von etwa 79.800 US-Dollar. Wer langfristig in Bitcoin investieren möchte, kann dies auch über einen Sparplan tun: Passendes Sparplan-Produkt.
Ethereum: ETFs bleiben gefragt, Kurs tritt auf der Stelle
Auch bei Ethereum blieb die Nachfrage über ETFs in der vergangenen Woche positiv, wenn auch schwächer als in den Wochen zuvor. In der Woche bis zum 4. September flossen rund 218 Millionen US-Dollar in Ethereum Spot ETFs, nachdem die Zuflüsse bei den großen Altcoin ETFs insgesamt um 73 bis 96 Prozent gegenüber der Vorwoche zurückgingen. Der Ethereum Kurs selbst bewegte sich in den fünf Handelstagen bis zum 4. September kaum und legte lediglich um 1,09 Prozent zu. Ethereum notierte am 8. September 2026 um 13:27 Uhr (MESZ) bei 2.477 US-Dollar, rund 1,4 Prozent unter dem Vortageswert von etwa 2.511 US-Dollar.
Solana: Ruhige Woche vor dem nächsten Netzwerkupgrade
Bei den Solana ETFs fiel der Rückgang der Nachfrage in der vergangenen Woche besonders deutlich aus. Nachdem die Fonds in der Woche bis zum 28. August noch einen Sprung von 443 Prozent auf 153,9 Millionen US-Dollar verzeichnet hatten, blieben in der Woche bis zum 4. September nur noch rund 6,2 Millionen US-Dollar übrig. Einen tatsächlichen Nettoabfluss verzeichnete jedoch keines der großen Altcoin Segmente. Der Kurs bewegte sich in einer engen Spanne und konsolidierte weiter unterhalb der Marke von 110 US-Dollar. Solana notierte am 8. September 2026 um 13:27 Uhr (MESZ) bei 103,78 US-Dollar, rund 1 Prozent unter dem Vortageswert von etwa 105 US-Dollar. Für den 9. September ist zudem die technische Aktualisierung Transaction V1 angesetzt, die künftig auch anspruchsvollere kryptografische Verfahren unterstützen soll.
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Die kommende Woche liefert weitere Anhaltspunkte für die Richtung: Am 9. September steht bei Solana das Transaction V1 Upgrade an, am 11. September folgt mit der amerikanischen Inflationsrate für August der nächste große Makrotermin.
Dominik Teichgräber, Redaktion TraderFox (finanzen.net).
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