US-Börsen mit freundlichem Wochenausklang -- DAX geht erholt ins Wochenende -- KI-Werte nach Akamai-Anthropic-Deal gesucht -- HelloFresh, Novo Nordisk, NVIDIA, Gold, Oracle, Arm, Evonik, BASF im Fokus
UBS einigt sich in Greensill-Milliardenklage mit IAG. Iran bietet USA wohl Fahrplan für Straße von Hormus an. HELLA besetzt Finanzvorstand neu mit Jens Grösch. Continental verkauft Mycar Tyre & Auto in Australien. FMC-Aktie: Strategiewechsel in China kostet Millionenbetrag. TotalEnergies: Board stärkt CEO den Rücken und stützt Strategie. Bankaktien klettern dank Nahost-Hoffnung.
Marktentwicklung
Der deutsche Aktienmarkt hat sich vor dem Wochenende auf Erholungskurs begeben.
Der DAX blieb nach einem freundlichen Start auch anschließen auf höherem Niveau und hat während des Handelsverlaufs sogar kurz über die runde Marke von 25.500 Punkten geschaut. Letztlich ging er 0,56 Prozent höher bei 25.408,64 Punkten aus der Sitzung.
Der TecDAX folgte der Tendenz des Leitindex und schloss am Abend 0,5 Prozent fester bei 3.977 Zählern.
Angesichts nachgebender Ölpreise gelang dem DAX ein versöhnlicher Wochenausklang.
Stark gestiegene Ölpreise und der damit verbundene Anstieg der Anleiherenditen hatten bei den Anlegern nach dem DAX-Rekord Ende August zuletzt für Mollstimmung gesorgt. Doch nun gab es beim Thema Öl nach dem deutlichen Anstieg seit Mittwoch eine leichte Entspannung, denn es kam wieder Hoffnung auf eine diplomatische Lösung im Iran-Krieg auf. Der Iran hat den USA nach Medienberichten einen neuen Vorschlag zur Wiederaufnahme der Verhandlungen über ein mögliches Ende des Krieges vorgelegt. Über Vermittler sei der US-Regierung ein Plan vorgelegt worden, wonach die Straße von Hormus nach sieben Tagen wieder geöffnet werden könne, wenn bestimmte Bedingungen erfüllt seien, sagte der iranische Außenminister Abbas Araghtschi laut der "New York Times" und der "Financial Times" am Rande der UN-Woche in New York. Auf Nachfrage zu dem angeblichen Verhandlungsangebot der Iraner hieß es aus dem Weißen Haus: "Wir führen über die Vermittler positive und konstruktive Gespräche."
Jochen Stanzl, Chefmarktanalyst der Consorsbank, schrieb: "Wir sehen heute, dass die Anleihen sich etwas stabilisieren, weil die Ölpreise zurückkommen. Das ist aber nur eine Momentaufnahme, die sich schnell wieder ändern kann."
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Europas Börsen mit positivem Handel.
Der EURO STOXX 50 war mit einem Gewinn in den Handelstag gestartet und zeigte sich auch anschließend von seiner freundlichen Seite. Schlussendlich beendete er den Freitagshandel 0,4 Prozent stärker bei 6.298 Punkten.
Unterstützung erhielt der Markt von Berichten über frische diplomatische Initiativen im Nahost-Konflikt: Demnach soll der iranische Außenminister Abbas Araghtschi mitgeteilt haben, dass Teheran dem Weißen Haus einen neuen Plan vorgelegt habe, um die Straße von Hormus innerhalb einer Woche wieder zu öffnen. Dieser Orientierungsvorschlag greife auf die im Juni zwischen dem Iran und den USA vereinbarte Grundsatzverständigung (Memorandum of Understanding) zurück.
"Zum Wochenschluss bleibt der Ölpreis das Zünglein an der Waage - und macht seinem Ruf als Stimmungsmacher alle Ehre", hieß es vom Analysedienst Index Radar. Die gesunkenen Notierungen dämpften Inflationssorgen und nahmen Druck von den Anleihemärkten.
Vom Gipfeltreffen zwischen den Präsidenten Donald Trump und Xi Jinping gingen aus Sicht der Finanzmärkte unterdessen keine neuen Impulse aus. Bereits im Vorfeld des Treffens hatte US-Finanzminister Scott Bessent bekanntgegeben, dass die USA und China ihre gegenseitige Zollpause bis Mitte Januar verlängern.
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Die Anleger an der Wall Street waren am Freitag in Kauflaune.
Der Dow Jones präsentierte sich während der gesamten Sitzung im Plus und legte zum Handelsschluss um 0,93 Prozent auf 51.828,62 Punkte zu.
Der technologielastige NASDAQ Composite erzielte einen Zuwachs von 0,48 Prozent und schloss auf 27.068,72 Zählern.
Die US-Aktienmärkte haben am Freitag überwiegend zugelegt und damit eine von starken Schwankungen geprägte Woche versöhnlich beendet. Für Rückenwind sorgten vor allem Technologiewerte rund um das Thema Künstliche Intelligenz, wobei insbesondere Microsoft gefragt war. Gleichzeitig blieben die zuletzt kräftig gestiegenen Renditen von US-Staatsanleihen sowie die hohen Ölpreise wichtige Belastungsfaktoren. Die Aussicht auf eine mögliche Entspannung im Konflikt zwischen den USA und Iran sorgte unterdessen für etwas Erleichterung. Insgesamt überwog zum Wochenschluss der Optimismus im Technologiesektor, während Zins-, Inflations- und geopolitische Risiken die Kaufbereitschaft weiterhin begrenzten.
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An den Börsen in Fernost war auch am Freitag keine einheitliche Tendenz auszumachen.
In Tokio gewann der Nikkei 225 letztlich 1,3 Prozent auf 66.364,20 Punkte hinzu.
Auf dem chinesischen Festland ging es am Donnerstag für den Shanghai Composite um 1,22 Prozent auf 3.888,37 Zähler nach unten. Am Freitag bleibt der Handel hier feiertagsbedingt geschlossen.
In Hongkong sank der Hang Seng daneben schlussendlich um 1,01 Prozent auf 24.510,09 Punkte.
An den wichtigsten asiatischen Aktienmärkten zeichnete sich am Freitag kein einheitlicher Trend ab. Während der japanische Aktienmarkt Kursgewinne verbuchen konnte, gab der Hang-Seng-Index in Hongkong nach. In Südkorea, Festlandchina und Taiwan wurde derweil wegen Feiertagen nicht gehandelt. Die Anleger hielten sich angesichts gemischter Vorgaben aus den USA und eines weiterhin auf hohem Niveau stabilen Ölpreises zurück.
Unterdessen bemühte sich US-Präsident Donald Trump beim Besuch des chinesischen Staatschefs Xi Jinping in Washington trotz zahlreicher Meinungsverschiedenheiten um eine demonstrativ harmonische Darstellung der bilateralen Beziehungen. Trump empfing Xi mit großem Zeremoniell und überschüttete ihn mit Worten des Lobes. Xi reagierte darauf mit freundlichen Worten, brachte jedoch auch mahnende Töne ein. Handfeste oder konkrete Resultate wurden im Rahmen des Treffens kaum bekannt.
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