Angebotssorgen

Erdgaspreis auf Mehrjahreshoch: Kampf um LNG-Lieferungen verschärft sich


Erdgaspreis auf Mehrjahreshoch: Kampf um LNG-Lieferungen verschärft sich

Der Preis für europäisches Erdgas ist am Montag wegen Angebotssorgen durch Lieferausfälle aus den Fördergebieten am Persischen Golf deutlich gestiegen.

Werte in diesem Artikel
Rohstoffe

3.20 USD -0.10 USD -3.06 %

Der richtungsweisende Erdgas-Terminkontrakt TTF zur Lieferung in einem Monat sprang an der Börse in Amsterdam im frühen Handel mehr als fünf Prozent nach oben und erreichte bei 83,75 Euro je Megawattstunde (MWh) den höchsten Stand seit Ende 2022.

Werbung

Am Markt sorgen sich die Anleger vor einer anhaltenden Unterbrechung der Lieferungen von Flüssigerdgas aus dem Nahen Osten wegen der Blockade der Straße von Hormus. Ein ursprünglich für den heutigen Montag geplantes Treffen zwischen dem Iran und mehreren Golfstaaten zur Lage in der für den Transport von Energierohstoffen wichtigen Meerenge wurde verschoben.

"Im Interesse des Konsenses wurde das für morgen in Salalah geplante regionale Treffen verschoben", teilte der omanische Außenminister Badr al-Busaidi am späten Sonntagabend auf der Plattform X mit. Berichten zufolge war ursprünglich geplant, dass bei dem Treffen der Iran und der Oman eine Vereinbarung im festgefahrenen Konflikt über die Straße von Hormus vorstellen wollten. Ansonsten sind auch die Ölpreise zu Beginn der Woche kräftig gestiegen, nachdem Saudi-Arabien infolge von Drohnenangriffen eine wichtige Rohöl-Pipeline geschlossen hatte.

Der europäische Gaspreis hat sich in diesem Jahr bereits fast verdreifacht, da beim Iran-Krieg und den damit verbundenen Einschränkungen bei den Lieferungen von Energierohstoffen weiterhin kein Ende in Sicht ist. Überdies stehen europäische Länder, darunter auch Deutschland, unter Zeitdruck, die ungewöhnlich niedrigen Füllstände der Gasspeicher vor dem Wintereinbruch wieder aufzufüllen. Experten gehen davon aus, dass der Wettbewerb um Lieferungen während der Heizperiode härter ausfallen könnte, sollten die weltweiten Lieferströme weiterhin knapp bleiben.

Werbung

Die Lieferungen von Flüssigerdgas (LNG) nach Westeuropa hatten zwar Anfang September zugenommen, wie aus Schiffsverfolgungsdaten hervorgeht, die von der Nachrichtenagentur Bloomberg ausgewertet wurden. In der vergangenen Woche seien die Lieferungen aber wieder gesunken, während sich gleichzeitig die Befüllung der Gasspeicher verlangsamt habe.

/jkr/jsl/men

AMSTERDAM (dpa-AFX)

Bildquellen: Gokhan Y / shutterstock.com, Yarmolovych / Shutterstock

Information


Die Handels- und Depotfunktionen in diesem Broker Cockpit werden für Finanzinstrumente von der Finanzen.net Zero GmbH als vertraglich gebundener Vermittler der DonauCapital Wertpapier GmbH (§ 3 Abs. 2 WpIG) bereitgestellt; bei Kryptowerten werden die Handels- und Depotfunktionen in diesem Broker Cockpit ausschließlich von der DonauCapital Wertpapier GmbH bereitgestellt. Die Finanzen.net GmbH stellt ausschließlich den technischen Rahmen bereit und ist in die Wertpapier- und Kryptodienstleistung nicht einbezogen.