Heute im Fokus

Neue Gewalt im Iran-Konflikt: DAX schwächer -- Asien uneinheitlich -- Brent-Öl über 100 Dollar -- Rüstungsaktien, Apple, Deutsche Börse, BYD, Micron, Amazon, BVB im Fokus

aktualisiert 09.09.26 11:27 Uhr

Künstliche Haifischhaut wird für Airbus-A330 zertifiziert. Aktien von Salesforce, ServiceNow, SAP & Co. - Warum die Software-Rally bis in den Oktober laufen könnte. JPMorgan belässt Einschätzung für Siemens Energy unverändert. Halbjahresbilanz von Inditex leicht schwächer als gedacht. Finanzvorstand von AUTO1 tritt zurück.

Marktentwicklung


Der deutsche Aktienmarkt präsentiert sich am Mittwoch zurückhaltend.

So eröffnete der DAX 0,53 Prozent tiefer bei 25.870,98 Punkten und bleibt auch anschließend in der Verlustzone.
Der TecDAX verlor anfänglich 0,09 Prozent auf 4.032,68 Stellen und pendelt auch im weiteren Verlauf um die Nulllinie.

Der deutsche Leitindex unterschreitet die runde Marke von 26.000 Punkten wieder. Damit verliert er den jüngsten Rekord bei 26.618 Punkten weiter aus den Augen.

Vor allem der erneute Anstieg der Ölpreise dürfte den Anlegern nicht schmecken. Der Preis für ein Fass der Nordseesorte Brent nähert sich wieder der Marke von 100 US-Dollar. Das US-Militär hat nach eigenen Angaben fünf iranische Rohöltanker angegriffen und "zerstört". Sie seien Teil eines "Schattennetzwerks" zur Finanzierung der iranischen Revolutionsgarden.

Die Marktteilnehmer dürften sich aber auch mit Blick auf die Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) am Donnerstag zurückhalten. Erwartet wird die zweite Leitzinserhöhung in diesem Jahr.

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An den europäischen Aktienmärkte geht es am Mittwoch abwärts.

So startete der EURO STOXX 50 0,28 Prozent schwächer bei 6.395,01 Punkten und fällt im Anschluss noch tiefer ins Minus.

An der übergeordneten Gemengelage hat sich nichts geändert. Die USA und der Iran setzen ihre gegenseitigen Militärschläge fort. Die USA sollen fünf iranische Tanker in der Straße von Hormus zerstört haben, der Iran will darauf mit Gegenschlägen reagiert haben. Ein Ende der Eskalationsspirale zeichnet sich derzeit weiter nicht ab. Entsprechend setzt sich der Ölpreis-Anstieg fort.

"An der Börse hoffen zwar weiterhin alle auf ein schnelles Ende dieser erneuten Eskalation. Dennoch nimmt die Nervosität zu. Die Kaufbereitschaft für Risikoassets wie Aktien hat zuletzt deutlich nachgelassen. Die Stabilität der Aktienmärkte ist aktuell mehr auf geringe Gewinnmitnahmen zurückzuführen und weniger auf große Käufe", so Stratege Thomas Altmann von QC-Partners.

Derweil richten sich die Blicke auf die geldpolitische Entscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) am Donnerstag. Eine Erhöhung um 25 Basispunkte gilt weithin als ausgemacht, daher steht der Ausblick im Fokus. Am Mittwochabend halten EZB-Präsidentin Christine Lagarde sowie EZB-Ratsmitglied Thomas Nagel Reden.

Wichtiger für die Finanzmärkte dürfte aber die geldpolitische Entscheidung der US-Notenbank in der kommenden Woche werden, da sie von sehr viel größerer Unsicherheit geprägt ist. Wichtig werden die im Vorfeld anstehenden US-Preisdaten am Donnerstag und Freitag.

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An der Wall Street ließen sich am Dienstag negative Vorzeichen beobachten.

Der Dow Jones verlor zu Beginn moderat, geriet in der Folge aber stärker unter Druck. Letztlich stand ein kräftiger Abschlag von 1,17 Prozent auf 52.787,53 Punkte an der Kurstafel.
Der technologielastige NASDAQ Composite verzeichnete zum Börsenstart ein marginales Kursplus, drehte dann jedoch in die Verlustzone. Er verabschiedete sich letztlich 0,32 Prozent tiefer bei 26.421,41 Zählern in den Feierabend.

Nach dem verlängerten Wochenende ließ sich an den US-Börsen am Dienstag ein tieferer Handel beobachten. Belastend wirkten vor allem die weiter kletternden Ölpreise, die zugleich die Befürchtungen vor einem bald höheren Zinsniveau verstärkten. Auch die Kursgewinne bei KI-Aktien, die erneut vor allem von Chipwerten getragen wurden, konnten in der Breite kein ausreichendes Gegengewicht bilden.

Anastasia Amoroso vom Schweizer Vermögensverwalter Partners Group zufolge befinden sich die Märkte "wahrscheinlich gerade in einer Art Verdauungsphase, da wir weltweit eine ziemlich bedeutende Anpassung der Zentralbankpolitik durchlaufen". Entsprechend könnten die Aktienmärkte einen Teil ihrer bisherigen Gewinne wieder abgeben oder zumindest in eine Phase der Konsolidierung eintreten, sagte die Expertin gegenüber Bloomberg TV.

Als einen Faktor für den Ölpreisanstieg nannten Händler die Angriffe der jemenitischen Huthi-Miliz auf Saudi-Arabien. Das führende Ölförderland der Golfregion stellte daraufhin die Produktion in mehreren Anlagen nahe der Grenze zum Jemen ein.

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Die Börsen in Fernost schlugen zur Wochenmitte unterschiedliche Richtungen ein.

In Tokio schloss der Nikkei 225 mit einem Verlust von 0,19 Prozent bei 65.142,78 Punkten.

Auf dem chinesischen Festland gewann der Shanghai Composite unterdessen 0,28 Prozent auf 3.951,51 Zähler.

In Hongkong gab der Hang Seng derweil bis Handelsende 0,17 Prozent auf 25.274,96 Einheiten ab.

Die weiter steigenden Ölpreise dürften mit dazu beigetragen haben, dass sich die Börsianer mit Käufen nicht weiter aus dem Fenster wagten. Angesichts der unverändert angespannten und unübersichtlichen Lage in der Straße von Hormus verteuerte sich Brent-Öl weiter. Der Iran feuerte ballistische Raketen auf einen US-Militärstützpunkt in Jordanien ab und griff Schiffe in und um die Straße von Hormus an, nachdem die USA fünf iranische Öltanker zerstört hatten.

Hohe Ölpreise gelten als Inflationstreiber und nähren damit Spekulationen über Zinserhöhungen. Die Blicke vieler Akteure waren daher bereits auf den Donnerstag, insbesondere aber den Freitag gerichtet. Dann werden in den USA neue Inflationsdaten veröffentlicht, am Freitag die Verbraucherpreise. Für das Zinstreffen der US-Notenbank in der kommenden Woche wird weiter eine Wahrscheinlichkeit von etwa 60 Prozent für eine Erhöhung um 25 Basispunkte eingepreist.

Chinesische Verbraucher- und Erzeugerpreise stiegen unterdessen im August leicht, angetrieben von höheren Energiepreisen. Zugleich fielen sie aber fast genau wie erwartet aus, weswegen sie kaum Impulse entfachten.

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