Heute im Fokus

Eskalation in Nahost: DAX schließt tiefer -- Wall Street letztlich fester -- Broadcom-Zahlen schlagen Erwartungen, Ausblick enttäuscht -- Dell, Krypto, Allianz, Moderna, BioNTech, NVIDIAim Fokus

aktualisiert 02.09.26 22:44 Uhr

Barclays wird optimistischer für adidas. Aktien von VW und Wolters Kluwer fliegen raus - Nokia und Engie neu im EURO STOXX 50. Kündigungsklagen und Prognosekürzung belasten Zalando. BofA hebt Kursziel für Microsoft kräftig angehoben. Goldman Sachs hebt Prognose für Deutsche Bank-Aktie deutlich an. Warum Vonovia laut Analysten ein Kauf ist. Bayer bestätigt Agrar-Spartenziel.

Marktentwicklung


Der deutsche Aktienmarkt präsentierte sich im Handel zur Wochenmitte erneut auf rotem Terrain.

Der DAX startete die Sitzung überschaubar schwächer und gab auch anschließend weiter nach. Letztendlich beendete er die Sitzung 0,5 Prozent leichter bei 25.839,33 Punkten.
Der TecDAX eröffnete den Handel ebenfalls tiefer und tendierte im weiteren Verlauf ebenso abwärts, bis auf schließlich minus 0,3 Prozent bei 4.013 Zählern.

Der anhaltende Anstieg der Ölpreise setzte die Aktienmärkte weiter unter Druck. Wenngleich der Aufwärtsdruck zur Wochenmitte nachgelassen hat. Auch der DAX setzte seine Korrektur nach dem jüngsten Rekordhoch von 26.618 Punkten am Mittwoch fort. Damit entfernte er sich weiter von der viel beachteten Marke von 26.000 Punkten und auch vom Juli-Zwischenhoch bei rund 25.900 Punkten.

Unterdessen gingen die gegenseitigen Angriffe zwischen den USA und dem Iran weiter.

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Die europäischen Aktienmärkte fielen zur Wochenmitte erneut zurück.

Der EURO STOXX 50 verlor zu Beginn knapp und bewegte sich zunächst seitwärts, bevor er auf rotes Terrain rutschte und dort verharrte. Im weiteren Tagesverlauf konnte er seine Verluste jedoch verringern. Zum Sitzungsende notierte er 0,11 Prozent im Minus bei 6.362,15 Punkten.

Als Hauptbelastungsfaktor erwiesen sich erneut steigende Marktzinsen, die unter anderem durch die jüngst gestiegenen Ölpreise und damit einhergehende Inflationssorgen angetrieben werden - auch wenn der Ölpreisanstieg zur Wochenmitte vorerst innegehalten hat.

Der anhaltende und weltweite Inflationsdruck verstärkt Zugzwang bei den Währungshütern. Vor diesem Hintergrund richtete sich die Aufmerksamkeit am Nachmittag auf den Zinsentscheid der kanadischen Zentralbank, nachdem bereits die Notenbank Neuseelands in der Nacht ihren Leitzins um 25 Basispunkte auf 2,75 Prozent angehoben hat. Für die Europäische Zentralbank (EZB) wird in der kommenden Woche fest mit einer Zinserhöhung gerechnet. Auch für die anstehende September-Sitzung der US-Notenbank wird eine Zinsanhebung nach den falkenhaften Aussagen von Fed-Chef Kevin Warsh am Markt inzwischen mit einer Wahrscheinlichkeit von knapp 70 Prozent gehandelt.

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Die Wall Street verzeichnete zur Wochenmitte Gewinne.

Der Dow Jones legte bereits zur Startglocke zu und bewegte sich im weiteren Handelsverlauf auf grünem Terrain. Letztlich verabschiedete er sich mit einem Plus von 0,56 Prozent bei 53.06,51 Punkten in den Feierabend.
Der technologielastige NASDAQ Composite kaum verändert in den Handelstag und verharrte zunächst an der Nulllinie. Im weiteren Verlauf rückte der Techwerteindex in die Gewinnzone vor, wo er den Handel auch beendete. Sein Schlussstand: 26.217,83 Punkte (+0,45%).

Nach den Kursverlusten der vergangenen Tage leitete der US-Aktienmarkt am Mittwoch eine Stabilisierung ein. Zur Stimmungsaufhellung trugen leicht nachgebende Ölpreise bei, die trotz anhaltender militärischer Auseinandersetzungen zwischen den USA und dem Iran nach ihrem vorherigen Anstieg im Sinne einer technischen Gegenbewegung nachgaben.

Zusätzlichen Rückhalt erhielten die Finanzmärkte durch optimistische Signale von der US-Notenbank, wie dpa-AFX berichtet. John Williams, Chef der New Yorker Fed, verwies in einem CNBC-Interview auf ermutigende Konjunkturdaten und Anzeichen für eine nachlassende Teuerung. Laut Williams schwächen sich die Effekte von Zöllen ab, während die gestiegenen Energiepreise bislang nicht auf den breiteren Dienstleistungssektor durchschlagen.

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An den Börsen in Asien waren am Mittwoch teils deutliche Abschläge zu sehen.

In Tokio verlor der Nikkei 225 letztlich kräftige 2,85 Prozent auf 64.325,64 Punkte.

Auf dem chinesischen Festland notierte der Shanghai Composite unterdessen 0,97 Prozent tiefer bei 3.941,39 Zählern.

In Hongkong zeigte sich der Hang Seng schlussendlich 0,07 Prozent schwächer bei 25.311,21 Einheiten.

Die asiatischen Börsen standen am Mittwoch deutlich unter Druck. Sorgen über eine weitere Eskalation des Iran-Konflikts und steigende globale Anleiherenditen belasteten die Stimmung der Anleger. Hintergrund waren vor allem die steigenden Ölpreise. Die Sorge vor möglichen Störungen der Straße von Hormus schürte Inflationsängste und verstärkt den Verkaufsdruck an den Aktien- und Anleihemärkten.

Zusätzlichen Druck erzeugten die steigenden Renditen. Japans zehnjährige Staatsanleihen rentieren inzwischen erstmals seit drei Jahrzehnten über drei Prozent.

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