Goldrally

Goldpreis-Prognose 2026: Natixis erwartet 5.000 US-Dollar zum Jahresende


Goldpreis-Prognose 2026: Natixis erwartet 5.000 US-Dollar zum Jahresende

Ein Analyst traut dem Gold nach der stärksten Monatsrally seit 1999 eine runde Marke zu, die noch vor kurzem undenkbar schien.

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  • Natixis erhöht seine Goldpreis-Prognose zum Jahresende auf 5.000 US-Dollar
  • Schwache Konjunkturdaten verändern die Zinserwartungen
  • US-Schuldensorgen und ein schwacher Anleihemarkt treiben die Nachfrage
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Natixis-Analyst Bernard Dahdah hat seine Jahresend-Prognose für den Goldpreis laut Kitco Ende August von 4.600 auf 5.000 US-Dollar je Feinunze angehoben. Die Anhebung fiel in eine Phase, in der Gold nach einer monatelangen Korrektur zurück auf den Weg in Richtung der runden Marke gefunden hat. Der Kurs verteidigte zuletzt die wichtige Unterstützung über 4.000 US-Dollar. Für Anleger bedeutet die Anhebung eines etablierten Analystenhauses ein weiteres Signal, dass der jüngste Rücksetzer eher eine Verschnaufpause als das Ende der Rally gewesen sein könnte.

Goldpreis im Blick: Enttäuschende Konjunkturdaten und Zinserwartungen

Wie Kitco unter Berufung auf Dahdah schreibt, begann die jüngste Rallyphase Anfang August, als enttäuschende Konjunkturdaten die Märkte zu einer Neubewertung der Zinserwartungen zwangen. Noch vor einem Monat preisten die Terminmärkte mindestens zwei Zinserhöhungen ein, inzwischen rechnen sie für den Dezember stattdessen mit einer einzigen Zinssenkung, ein deutlicher Schwenk in Richtung einer lockereren Geldpolitik. Da niedrigere Realzinsen die Opportunitätskosten des zinslosen Edelmetalls senken, wirkte diese Neubewertung wie ein Katalysator für den Kurs. Nach Einschätzung von Dahdah bekam die Rally zusätzlichen Schub, nachdem sich die Aufmerksamkeit der Märkte auf die Finanzierung der US-Staatsschulden verschob und Anleihesorgen in den Vordergrund traten.

US-Schuldenberg schürt Sorge um Anleihemarkt

Konkret nennt Dahdah laut Kitco eine Entscheidung des US-Finanzministeriums als zweiten Auslöser: Die Behörde kündigte an, ihre Rückkäufe zehn- und dreißigjähriger Anleihen auf 4 Milliarden US-Dollar zu verdoppeln, just in dem Moment, in dem die US-Staatsverschuldung die Marke von 40 Billionen US-Dollar überschritten hatte. Hintergrund war laut Dahdah, dass die Rendite dreißigjähriger Anleihen mit 5,3 Prozent ein Zwei-Dekaden-Hoch erreicht hatte. "Die Sorge ist, dass ein ungebremstes langes Ende der Zinskurve Hypotheken- und Immobilienmarkt belastet", zitiert Kitco den Analysten. Trotz höherer Opportunitätskosten für das Halten von Gold sei die Sorge um die Stabilität von Fiskalpolitik und Anleihemarkt inzwischen so groß, dass die daraus resultierende Furcht vor einer Geldentwertung das Edelmetall gerade attraktiv mache. Für Anleger heißt das: Die Rally wird derzeit weniger von klassischen Inflationssorgen getrieben als von grundsätzlichen Zweifeln an der langfristigen Tragfähigkeit der US-Verschuldung.

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Wachsende Schuldenlast als Treiber bis ins nächste Jahr

Dahdah rechnet laut Kitco damit, dass die wachsenden Sorgen um die Staatsverschuldung den Goldpreis auch im weiteren Jahresverlauf stützen. Die US-Schulden seien schneller gewachsen als erwartet, während Gerichte durch die Aufhebung von Zöllen eine mögliche Einnahmequelle gestrichen hätten und das Pentagon gleichzeitig höhere Ausgaben anstrebe. Hinzu komme eine kräftig steigende private Verschuldung, die aus dem Ausbau von Kapazitäten für künstliche Intelligenz stammt. Als Beispiel nennt Dahdah, dass Meta Platforms, Microsoft und Amazon Verträge zur Stromversorgung im Umfang von fast 250 Milliarden US-Dollar unterschrieben hätten und insgesamt rund 2,4 Billionen US-Dollar an zugesagten Käufen und Investitionen im Raum stünden. Für den weiteren Ausblick geht Dahdah von einem Durchschnittspreis von 5.000 US-Dollar für Gold im Jahr 2027 aus. Auch für Silber ist er nach Kitco-Angaben optimistisch gestimmt und rechnet für 2027 mit einem Durchschnittskurs von rund 78 US-Dollar je Unze.

Ob die Debatte um die 5.000-Dollar-Marke weiter befeuert wird, bleibt abzuwarten. Im Blick bleibt die September-Sitzung der US-Notenbank, deren Zinsentscheid direkt in die von Dahdah beschriebene Neubewertung der Zinserwartungen einfließt.

Bettina Schneider, Redaktion finanzen.net

Bildquellen: farbled / Shutterstock.com, Netfalls - Remy Musser / Shutterstock.com

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