Nahost-Konflikt

US-Präsident provoziert im Iran-Krieg: 'Trump-Straße' statt Hormus-Straße?


US-Präsident provoziert im Iran-Krieg: 'Trump-Straße' statt Hormus-Straße?

US-Präsident Donald Trump hat auf der Plattform Truth Social eine Umbenennung der Straße von Hormus nach sich selbst ins Spiel gebracht.

"Jetzt, da wir sie unter US-amerikanischer Kontrolle haben, sollten wir den Namen Hormus-Straße in TRUMP-STRASSE ändern???", fragte er provozierend. "Genau wie Amerika selbst wäre sie dann "heißer" als je zuvor!", fügte Trump hinzu.

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Trump hat wiederholt die Umbenennung geografischer Orte angekündigt oder verfügt - zuletzt den US-kanadischen Grenzsee Lake Ontario in "Lake America". Kanada lehnt die Umbenennung ab.

Im Fall der Straße von Hormus blieb unklar, wie sich Trump eine Umbenennung der Meerenge vorstellt. Der Iran hat Hoheitsgewässer an ihrer Nordseite, der Oman an ihrer Südseite. An ihrer schmalsten Stelle misst die Straße nur etwa 39 Kilometer. Da der Iran und der Oman jeweils eine Zwölf-Seemeilen-Zone (etwa 22,2 Kilometer) beanspruchen, überschneiden sich die Hoheitsgewässer beider Anrainer. Internationale Gewässer existieren in diesem Bereich nicht. Dennoch konnten Handelsschiffe die Meerenge vor Beginn des Kriegs ungehindert passieren. Die Straße von Hormus ist für den globalen Handel mit Öl, Gas und Dünger zentral.

Straße als US-Territorium - nur ein Scherz?

Bereits zuvor hatte der US-Präsident halb im Scherz von der "Straße von Trump" gesprochen. Vergangenen Monat gab er zudem an, die Meerenge nach dem Ende des Iran-Kriegs zu US-Territorium erklären zu wollen. Nähere Angaben zur Umsetzung machte er auch damals nicht.

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Nach Beginn des Kriegs begann der Iran damit, die Straße von Hormus durch Drohungen und Angriffen auf Schiffe weitestgehend zu blockieren. Inzwischen hat sich das zum zentralen Streitpunkt zwischen Washington und Teheran im Iran-Krieg entwickelt. Die während des Kriegs gestiegenen Spritpreise setzen Trump und seine Republikaner im eigenen Land vor den wichtigen Kongresswahlen Anfang November unter Druck.

Ungeachtet bestehender Einschränkungen für die Handelsschiffsfahrt in der Meerenge behauptet die US-Regierung immer wieder, dass sich die Straße von Hormus unter US-Kontrolle befände.

/fsp/DP/he

WASHINGTON (dpa-AFX)

Bildquellen: Action Sports Photography / Shutterstock.com, rawf8 / Shutterstock.com

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