Kryptomarkt sackt nach Iran-Eskalation ab: Bietet der Rücksetzer bei Solana und XRP Kaufchancen?
Nach neuen US-Angriffen auf den Iran gibt der Kryptomarkt breit nach. Bietet der Rücksetzer bei einigen Coins jetzt eine Einstiegschance?
Werte in diesem Artikel
- Kryptomarkt gibt nach neuen US-Angriffen auf Iran breit nach
- Solana und XRP gehören zu schwächsten Kryptowerten
- Steigende Ölpreise und Zinssorgen belasten Stimmung zusätzlich
Nach neuen amerikanischen Luftschlägen gegen den Iran gibt der Kryptomarkt breit nach, doch die Verluste treffen die einzelnen Coins höchst unterschiedlich. Solana und XRP gehören binnen 24 Stunden zu den schwächsten der großen Kryptowährungen, während sich Bitcoin im Vergleich dazu etwas robuster zeigt. Auslöser der Nervosität sind nicht in erster Linie Entwicklungen aus dem Kryptosektor selbst, sondern die Reaktion an den Öl- und Anleihemärkten auf die jüngste Eskalation zwischen den USA und Iran.
Bitpanda ist der BaFin-lizenzierte Krypto-Broker aus Österreich und offizieller Krypto-Partner des FC Bayern München. Erstellen Sie Ihr Konto mit nur wenigen Klicks und profitieren Sie von 0% Ein- und Auszahlungsgebühren.
Solana und XRP trifft es am härtesten
Neben Solana und XRP gerät auch Ethereum spürbar unter Druck, wenngleich in geringerem Ausmaß.
So ermäßigen sich Solana und XRP zeitweise um 3,1 Prozent auf 99,13 US-Dollar bzw. 2,65 Prozent auf 1,33 US-Dollar, während die Ur-Kryptowährung Bitcoin nur 1,6 Prozent auf rund 77.197 US-Dollar verliert. Ethereum rutscht derweil um 2,3 Prozent auf rund 2.399 US-Dollar ab.
Auffällig ist die Gegenbewegung: Einige Coins setzen bereits zur Erholung an, wie Daten von CoinMarketCap zeigen, was auf hektisches, aber nicht panikartiges Handeln hindeutet. Bitfinex-Analysten hatten schon vor den jüngsten Angriffen argumentiert, Bitcoin dürfte konsolidieren oder moderat zulegen, sofern es nicht zu einem breiten Ausverkauf über alle Risikoanlagen hinweg kommt, wie CoinDesk berichtet. LMAX-Marktstratege Joel Kruger sieht den Bereich zwischen 80.000 und rund 82.820 US-Dollar weiterhin als entscheidenden Widerstand für den Bitcoin-Kurs.
Für mutige Anleger wirft der plötzliche Preisrückgang daher die Frage auf, ob sich bei stark gebeutelten Altcoins wie Solana und XRP nun eine attraktive Einstiegschance bietet. Da der Kurseinbruch vor allem auf Makro-Ängsten und geopolitischen Spannungen statt auf fundamentalen Problemen des Kryptosektors basiert, werten einige Marktteilnehmer die Abgaben als vorübergehenden Rücksetzer. Allerdings mahnen die unruhigen Märkte zur Vorsicht, da eine nachhaltige Bodenbildung stark von den weiteren weltwirtschaftlichen Impulsen abhängt.
Kryptowährungen im Teufelskreis aus Iran-Sorgen und steigenden Ölpreisen
Der eigentliche Treiber der Bewegung liegt laut CoinDesk jedoch außerhalb des Kryptomarkts. Die Ölpreise zogen nach den neuen Angriffen auf iranische Ziele deutlich an, getrieben von der Sorge um die Schifffahrt durch die Straße von Hormus, während die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen auf den höchsten Stand seit rund drei Jahren kletterte. Japans Anleihemarkt meldete ebenso einen starken Anstieg, und auch der Goldpreis rutscht auf ein Dreiwochentief ab, was die einfache Erklärung eines Umschichtens von Risikoanlagen in sichere Häfen entkräftet. CNBC beschrieb die Stimmung an den globalen Börsen als eine Art Teufelskreis aus Iran-Sorgen, steigenden Ölpreisen und anziehenden Anleiherenditen.
Fed-Zinsentscheid rückt in den Fokus
Damit rückt der Zinsentscheid der US-Notenbank am 16. September stärker in den Fokus. Der CME-FedWatch-Indikator sah die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung zuletzt bei rund 70 Prozent, gegenüber etwa 40 Prozent eine Woche zuvor.
CNBC ordnete die Entwicklung ähnlich ein und verwies darauf, dass Fed-Chef Kevin Warsh bei seiner Rede in Jackson Hole vergangene Woche signalisiert hatte, die Geldpolitik könnte noch nicht restriktiv genug sein, um die Inflation einzudämmen.
Ob die höhere Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung tatsächlich eintritt, entscheidet sich endgültig erst mit dem Fed-Entscheid Mitte September, einen Tag nach der für den 15. September angesetzten Abstimmung über den CLARITY Act. Bis dahin dürfte der August-Arbeitsmarktbericht am Freitag richtungsweisend dafür sein, ob der Kryptomarkt seine jüngste Schwäche ausweitet oder die Gegenbewegung der vergangenen Stunde Bestand hat.
Benedict Kurschat, Evelyn Schmal, Redaktion finanzen.net
Dieser Text dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Anlageempfehlung dar. Die finanzen.net GmbH schließt jegliche Regressansprüche aus.
Ausgewählte Hebelprodukte auf Goldpreis
Mit Knock-outs können spekulative Anleger überproportional an Kursbewegungen partizipieren. Wählen Sie einfach den gewünschten Hebel und wir zeigen Ihnen passende Open-End Produkte auf Goldpreis
Der Hebel muss zwischen 2 und 20 liegen
Bildquellen: Gajus / Shutterstock.com, Aleksandra Sova / Shutterstock.com