DAX letztlich über 26.000-Punkten -- Wall Street schließlich in Rot -- Ölpreise nähern sich 100-Dollar-Marke -- Intel, Allianz, DroneShield, Tesla, RENK, Bitcoin, Infineon, Gold, BYD im Fokus
QUALCOMM-Aktie mit Kurssprung nach KI-Chip-Deal mit Amazon. Goldman Sachs hebt Ölpreisprognose an. Jefferies stuft DWS-Aktie hoch. Airbus: Solide Auslieferungen und frische Orders. Vodafone, Deutsche Telekom und Co.: Allianz für europäisches Satellitennetz im Gespräch. Novartis-Aktie nach verfehltem Studienziel tiefrot. HORNBACH meldet starke Zahlen.
Marktentwicklung
Der deutsche Aktienmarkt notierte am Dienstag schlussendlich wenig bewegt.
Der DAX notierte zum Handelsstart im Minus und bewegte sich zunächst weiterhin klar tiefer. Dabei verlor er zeitweise die runde Marke von 26.000 Punkten aus den Augen. Am Nachmittag konnte er sich jedoch wieder an die Nulllinie hocharbeiten und beendete die Sitzung nahezu unverändert bei 26.007,63 Punkten.
Der TecDAX tendierte auf rotem Terrain, nachdem er bereits schwächer in den Handel einstieg. Hier waren zum Handelsschluss Verluste von 0,53 Prozent bei 4.034,19 Stellen zu beobachten.
Einer Erholung standen dabei die anhaltend hohen Preise für Öl und Gas entgegen. Dennoch machte das Börsenbarometer die am Vormittag erlittenen Verluste wieder wett. Das Börsengeschehen blieb laut Händlern jedoch schleppend und von niedrigen Handelsumsätzen geprägt.
Experten führten den weiteren Ölpreis-Anstieg unter anderem auf Angriffe der jemenitischen Huthi-Miliz auf Saudi-Arabien zurück. Als Reaktion darauf setzte das größte Ölförderland der Golfregion die Produktion in mehreren Anlagen nahe der Grenze zum Jemen vorübergehend aus. Der anhaltende Konflikt im Nahen Osten sorgt nach Einschätzung von Jürgen Molnar vom Handelshaus Robomarkets weiterhin für Inflationssorgen. Dies könnte dazu beitragen, dass die Märkte länger von einem höheren Zinsniveau ausgehen. "Der Ölpreis bleibt damit das Fieberthermometer der Aktienmärkte", so der Marktexperte.
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Die europäischen Aktienmärkte tendierten am Dienstag seitwärts.
Der EURO STOXX 50 ging minimal tiefer in die Sitzung und bewegte sich im weiteren Verlauf nahe der Nulllinie. Sein Schlussstand: 6.408,56 Punkte (+0,07 Prozent).
Die weiterhin hohen Preise für Öl und Gas sowie die damit verbundenen Inflationsrisiken sorgten bei den Anlegern für Zurückhaltung.
Die Anleger treten derzeit auf die Bremse und warten wichtige Daten und Zinsentscheidungen im Laufe der Woche zunächst ab, schrieb Kapitalmarktexperte Jürgen Molnar von Robomarkets. Gleichzeitig sei der Ölpreis „aktuell das Fieberthermometer der Aktienmärkte“. Marktteilnehmer warteten auf weitere Details zu einer Vereinbarung zwischen dem Iran und Oman über die Schifffahrt durch die Straße von Hormus. Gleichzeitig richtete sich der Blick darauf, wie die USA auf die Vereinbarung reagieren würden. Der anhaltende Konflikt im Nahen Osten verstärkt zugleich die Sorgen vor einer weiter steigenden Inflation und erhöht die Unsicherheit an den Finanzmärkten. Nach Einschätzung von Molnar könnte dies dazu führen, dass höhere Zinsen für längere Zeit an den Märkten berücksichtigt werden.
Relevante Hinweise auf die künftige Geldpolitik der Fed erhoffen sich Anleger erst von den am Donnerstag und Freitag anstehenden US-Teuerungsdaten. Unterdessen gilt eine Zinsanhebung durch die Europäische Zentralbank (EZB) am Donnerstag an den Märkten bereits als ausgemacht, weshalb der Fokus dort vor allem auf Aussagen zum Inflationsausblick liegen dürfte.
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An der Wall Street ließen sich am Dienstag negative Vorzeichen beobachten.
Der Dow Jones verlor zu Beginn moderat, geriet in der Folge aber stärker unter Druck. Letztlich stand ein kräftiger Abschlag von 1,17 Prozent auf 52.787,53 Punkte an der Kurstafel.
Der technologielastige NASDAQ Composite verzeichnete zum Börsenstart ein marginales Kursplus, drehte dann jedoch in die Verlustzone. Er verabschiedete sich letztlich 0,32 Prozent tiefer bei 26.421,41 Zählern in den Feierabend.
Nach dem verlängerten Wochenende ließ sich an den US-Börsen am Dienstag ein tieferer Handel beobachten. Belastend wirkten vor allem die weiter kletternden Ölpreise, die zugleich die Befürchtungen vor einem bald höheren Zinsniveau verstärkten. Auch die Kursgewinne bei KI-Aktien, die erneut vor allem von Chipwerten getragen wurden, konnten in der Breite kein ausreichendes Gegengewicht bilden.
Anastasia Amoroso vom Schweizer Vermögensverwalter Partners Group zufolge befinden sich die Märkte "wahrscheinlich gerade in einer Art Verdauungsphase, da wir weltweit eine ziemlich bedeutende Anpassung der Zentralbankpolitik durchlaufen". Entsprechend könnten die Aktienmärkte einen Teil ihrer bisherigen Gewinne wieder abgeben oder zumindest in eine Phase der Konsolidierung eintreten, sagte die Expertin gegenüber Bloomberg TV.
Als einen Faktor für den Ölpreisanstieg nannten Händler die Angriffe der jemenitischen Huthi-Miliz auf Saudi-Arabien. Das führende Ölförderland der Golfregion stellte daraufhin die Produktion in mehreren Anlagen nahe der Grenze zum Jemen ein.
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Die Börsen in Fernost präsentierten sich am Dienstag uneinheitlich.
In Tokio verlor der Nikkei 225 letztlich 1,7 Prozent auf 65.269,33 Punkte.
Auf dem chinesischen Festland notierte der Shanghai Composite unterdessen 0,2 Prozent höher bei 3.940,55 Zählern.
In Hongkong zeigte sich der Hang Seng derweil 0,38 Prozent leichter bei 25.317,18 Einheiten.
Die asiatischen Aktienmärkte haben sich am Dienstag nach Kursverlusten uneinig gezeigt. Hauptgrund für die verhaltene Anlegerstimmung waren kletternde Ölpreise, die Sorgen vor anhaltender Inflation und einer weiteren Straffung der Geldpolitik schürten.
Anastasia Amoroso, Anlagestrategin bei Partners Group, hält vor diesem Hintergrund den Eintritt der weltweiten Aktienmärkte in eine Konsolidierungsphase für wahrscheinlich, da der steigende Ölpreis den Handlungsdruck auf die Notenbanken bezüglich künftiger Zinserhöhungen erhöht, so dpa-AFX.
In Japan schwächte sich das Wirtschaftswachstum im zweiten Quartal zwar ab, fiel jedoch robuster aus als in ersten Schätzungen angenommen. Gleichzeitig verzeichneten die Löhne den stärksten Zuwachs seit vielen Jahren. Dies verstärkte an den Finanzmärkten die Spekulationen über eine Leitzinsanhebung durch die Bank of Japan bereits in der nächsten Woche. Zusätzlich erwies sich der aufwertende Yen als Belastungsfaktor für den japanischen Aktienmarkt.
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