D-Wave Quantum-Aktie zieht kräftig an: Millionen-Regen durch CHIPS-Act - US-Regierung sichert sich Anteile
Washington steigt im Rahmen des CHIPS-Act bei einem der wichtigsten Namen im Quantencomputing ein, und die Anleger reagieren sofort.
Werte in diesem Artikel
- D-Wave Quantum-Aktie zieht kräftig an
- US-Handelsministerium sichert sich Minderheitsbeteiligung an D-Wave
- Auch Rigetti und Quantinuum erhalten je 100 Millionen US-Dollar
Im Rahmen des CHIPS and Science Act erhalten ausgewählte Quantencomputing-Spezialisten eine millionenschwere Finanzspritze von der US-Regierung, so auch D-Wave Quantum. Als Gegenleistung erhält die US-Regierung eine nicht kontrollierende Minderheitsbeteiligung an D-Wave. Das versetzte Anleger in einen regelrechten Kaufrausch: Die D-Wave Quantum-Aktie stieg im NASDAQ-Handel letztlich um 6,56 Prozent auf 17,70 US-Dollar.
Bis zu 100 Millionen US-Dollar für die nächste Quantengeneration
Laut Unternehmensmitteilung soll das Geld Forschung und Entwicklung an D-Waves nächster Gerätegeneration beschleunigen. Geplant sind ein Annealing-System mit 100.000 Qubits für Optimierung, Materialsimulation und künstliche Intelligenz sowie ein Gate-Modell-System mit 10.000 Qubits, das 100 logische Qubits ermöglichen und mehr als eine Million Operationen ausführen soll. CEO Alan Baratz sieht darin einen Baustein, um heimische Fertigungskapazitäten und Lieferketten für Quantentechnologie auszubauen.
Nicht nur die D-Wave Quantum-Aktie: Auch Rigetti und Quantinuum profitieren
Wie Dow Jones Newswires berichtet, ist D-Wave nicht der einzige Nutznießer: Das Handelsministerium hat parallel vergleichbare Forschungs- und Entwicklungszuschüsse über je 100 Millionen US-Dollar mit Rigetti Computing und Quantinuum vereinbart, macht das Gesamtpaket zusammen 300 Millionen US-Dollar schwer. Auch bei diesen beiden Unternehmen sichert sich der Staat im Gegenzug eine Minderheitsbeteiligung. Rigetti soll die Mittel vor allem in supraleitende Prozessoren und Kryotechnik stecken, Quantinuum in den Aufbau photonischer Systeme gemeinsam mit Partnern wie GlobalFoundries.
Chipfertiger GlobalFoundries mit eigenem Deal
GlobalFoundries selbst hat laut Dow Jones Newswires ein separates, fünf Jahre laufendes Abkommen über 375 Millionen US-Dollar mit dem Handelsministerium abgeschlossen, um Quantenhardware-Entwickler beim Sprung vom Laborprototyp zur Serienfertigung zu unterstützen. Bereits im Juli hatte sich der Bund eine ein Prozent Beteiligung an GlobalFoundries gesichert und weitere 300 Millionen US-Dollar für Siliziumphotonik in Rechenzentren zugesagt. Die Serie an Beteiligungsdeals zeigt, wie gezielt Washington gerade in die heimische Quanten- und Halbleiterfertigung investiert.
Für Anleger bleibt entscheidend, wie schnell sich die staatlich geförderte Forschung in kommerzielle Aufträge übersetzt. Die kommenden Quartalszahlen von D-Wave dürften zeigen, ob das frische Kapital bereits Spuren im Auftragsbuch hinterlässt.
Benedict Kurschat, Redaktion finanzen.net
Dieser Text dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Anlageempfehlung dar. Die finanzen.net GmbH schließt jegliche Regressansprüche aus.
Ausgewählte Hebelprodukte auf D-Wave Quantum
Mit Knock-outs können spekulative Anleger überproportional an Kursbewegungen partizipieren. Wählen Sie einfach den gewünschten Hebel und wir zeigen Ihnen passende Open-End Produkte auf D-Wave Quantum
Der Hebel muss zwischen 2 und 20 liegen
Bildquellen: T. Schneider / Shutterstock.com
