Vor Broadcom-Bilanz: ARK Invest stockt bei KI-Aktien auf und trennt sich von CrowdStrike und AMD
Vor den Broadcom-Zahlen greift ARK Invest bei zwei KI-Werten zu und trennt sich von einem Sicherheits-Highflyer und einem Chip-Schwergewicht.
Werte in diesem Artikel
- ARK Invest schichtete am 26. August in mehreren Fonds Positionen um
- Gekauft wurden Broadcom, Cerebras und Cloudflare, verkauft CrowdStrike und AMD
- Broadcom legt Zahlen vor, CrowdStrike tat dies schon am 26. August
Cathie Woods ARK Invest hat vor einer Woche quer durch mehrere ihrer aktiv gemanagten Fonds umgeschichtet. Aufgestockt wurden die Positionen in Broadcom, Cerebras und Cloudflare, reduziert wurden CrowdStrike und AMD. Die Zukäufe bei Broadcom fallen in die Woche vor dessen Quartalszahlen, der CrowdStrike-Verkauf folgt auf eigene Zahlen des Sicherheitsanbieters, die vom Markt am selben Tag positiv aufgenommen wurden.
Broadcom und Cerebras: Zukäufe vor der Bilanz
ARK stockte die Broadcom-Position gleich in drei Fonds auf, in ARKK, ARKQ und ARKW, mit dem größten Zukauf in ARKK von rund 36.500 Aktien, entsprechend rund 0,19 Prozent des Fondsvermögens. Parallel wuchsen auch die Positionen in Cerebras und Cloudflare: Cerebras kam in ARKK und ARKW hinzu, Cloudflare sogar in drei Fonds, jeweils in einer Größenordnung von rund 0,15 Prozent des jeweiligen Fondsvermögens. Broadcom legt seine Zahlen zum dritten Quartal des Geschäftsjahres 2026 heute nach US-Börsenschluss vor. Der Analystenkonsens rechnet mit einem Umsatz von rund 29,2 Milliarden US-Dollar nach 15,95 Milliarden US-Dollar im Vorjahresquartal sowie einem Gewinn je Aktie von rund 3,22 US-Dollar gegenüber 0,85 US-Dollar im Vorjahreszeitraum.
CrowdStrike-Verkauf nach überzeugenden Zahlen
Auf der Verkaufsseite steht derweil CrowdStrike im Mittelpunkt: In ARKW trennte sich ARK von rund 14.300 Aktien, was etwa 0,15 Prozent des Fondsvermögens entspricht. Der Verkauf folgt auf die Zahlen zum zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2027, das am 31. Juli endete: CrowdStrike meldete einen Umsatz von 1,47 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 26 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal und über dem Analystenkonsens von 1,44 Milliarden US-Dollar. Der bereinigte Gewinn je Aktie stieg auf 0,31 US-Dollar von 0,23 US-Dollar im Vorjahresquartal und übertraf die Schätzung von 0,29 US-Dollar. Die Zahlen kamen bei Anlegern gut an, in diesem Umfeld nahm ARK offenbar Gewinne mit.
AMD-Position quer durch die Fonds gekürzt
Bei AMD verlief die Bewegung in die Gegenrichtung: ARK kürzte die Position gleich in vier Fonds, in ARKK, ARKQ, ARKW und ARKF, jeweils in ähnlicher Größenordnung von rund 0,15 bis 0,20 Prozent des jeweiligen Fondsvermögens und setzte damit eine bereits monatelang laufende Reduzierung der Position fort. Am stärksten fiel der Schnitt in ARKQ aus, wo rund 7.900 Aktien den Fonds verließen.
Ob sich das Muster nach der Broadcom-Bilanz fortsetzt oder ARK die neu aufgebauten Positionen in Cerebras und Cloudflare bereits wieder anpasst, zeigen die nächsten Handelsmitteilungen der Fondsgesellschaft.
Evelyn Schmal, Redaktion finanzen.net
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