Asiens Börsen auf breiter Front im Minus: Nikkei und KOSPI tiefrot - Ölpreise belasten
Der eskalierende Iran-Konflikt lässt die Ölpreise steigen und schickte Asiens Technologiebörsen tief ins Minus.
Werte in diesem Artikel
- Der eskalierende Iran-Konflikt treibt die Ölpreise über Nacht deutlich nach oben
- Steigende Anleiherenditen belasten vor allem technologielastige Börsen in Asien
- BoJ-Chef Ueda stellt weitere Zinsschritte gegen die Yen-Schwäche in Aussicht
Zur Wochenmitte zeigten sich die asiatischen Indizes mit Abgaben. Grund ist der über Nacht kräftig gestiegene Ölpreis, nachdem sich der Konflikt zwischen den USA und dem Iran im Nahen Osten weiter zuspitzt.
So verlor der japanische Nikkei 225 kräftige 2,85 Prozent auf 64.325,64 Punkte.
Auf dem chinesischen Festland notierte der Shanghai Composite unterdessen 0,97 Prozent tiefer bei 3.941,39 Zählern.
In Hongkong zeigte sich der Hang Seng derweil 0,07 Prozent schwächer bei 25.311,21 Einheiten.
Der südkoreanische KOSPI geriet stärker unter Druck und verlor zur Schlussglocke 3,99 Prozent auf 6.562,72 Stellen.
Eskalation im Iran-Konflikt treibt Ölpreise
Wie Dow Jones Newswires berichtet, rechtfertigte US-Präsident Donald Trump die Angriffe der Vereinigten Staaten als Vergeltung für den Versuch des Iran, die Straße von Hormus am Wochenende zu verminen und US-Soldaten im Nahen Osten anzugreifen. Der Iran reagierte darauf mit dem Abschuss von Raketen und Drohnen. Jordanien, Kuwait und Bahrain meldeten Dow Jones Newswires zufolge feindlichen Beschuss. Die höheren Ölpreise treiben zudem die globalen Anleiherenditen nach oben und schüren erneut die Sorge vor weiteren Leitzinserhöhungen im Kampf gegen die Inflation. Höhere Marktzinsen setzen insbesondere den technologielastigen Börsen in Japan und Südkorea zu. Auch Rekordumsätze und eine angehobene Jahresprognose von Dell Technologies in den USA können die Stimmung im Technologiesektor kaum aufhellen.
Chipwerte prägen die Verluste in Japan und Südkorea
Angeführt wurden die Verluste von Halbleiterwerten: So gaben die Aktien der SoftBank Group kräftig nach, auch Advantest und Tokyo Electron fielen spürbar.
Anleger richten den Blick zudem auf die Zinsentscheidung der Bank of Japan im weiteren Monatsverlauf. Notenbankchef Kazuo Ueda erklärte laut Dow Jones Newswires, die Zentralbank werde weitere Zinserhöhungen prüfen. Zuvor hatte US-Finanzminister Scott Bessent Ueda getroffen und laut Dow Jones Newswires zu entschlossenen geldpolitischen Maßnahmen gegen die Yen-Schwäche aufgerufen. In Südkorea geraten besonders die Schwergewichte Samsung Electronics und SK hynix unter Druck.
Im Blick bleibt, ob sich der Ölpreis in den kommenden Handelstagen weiter verteuert und ob die Bank of Japan bei ihrer Zinsentscheidung im weiteren Monatsverlauf tatsächlich nachlegt.
Benedict Kurschat, Alexandra Hesse, Redaktion finanzen.net
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