SpaceX-Aktie vor Starship-Test: Testflug 14 könnte schon bald an den Start gehen
Ein FCC-Antrag nennt ein baldiges Datum als Starttermin für Starship-Testflug 14. Erstmals sollen operative V3-Starlink-Satelliten die Konstellationskapazität steigern.
Werte in diesem Artikel
• SpaceX benannte in einem FCC-Antrag den 15. September als geplantes Datum für Testflug 14
• Start soll erstmals V3-Starlink-Satelliten in den operativen Orbit bringen
• Booster 21 und Ship 41 haben bereits mehrere Static-Fire-Tests durchlaufen
FCC-Antrag nennt konkretes Datum
Ein Ende August bei der US-Regulierungsbehörde Federal Communications Commission (FCC) eingereichter Antrag von SpaceX bringt erstmals ein konkretes Datum für den 14. Starship-Testflug ins Spiel. Aus dem Antrag auf befristete Sonderzulassung (Special Temporary Authority, STA) geht hervor, dass SpaceX für 60 Tage im Frequenzband 42,0 bis 42,5 GHz Gateway-Downlink-Kommunikation mit autorisierten Bodenstationen betreiben möchte, während parallel eine Modifikation der Gen2-Ku/V-Lizenz sowie ein Antrag für das Gen3-Satellitensystem bei der Behörde anhängig sind. Als Begründung für die Dringlichkeit nennt SpaceX den 15. September als geplanten Einsatzstart für neue Hochkapazitäts-Satelliten.
Static-Fire-Tests als letzter Schritt vor dem Start
Dass der Termin näher rückt, zeigen auch die jüngsten Bodentests am Startgelände. Ship 41 absolvierte nach Angaben von SpaceX über den eigenen X-Account einen vollständigen 60-sekündigen Static-Fire-Test mit allen sechs Raptor-Triebwerken. Der Raumfahrt-Beobachter Joe Hansen ordnete diesen Test auf der Plattform X als einen der letzten großen Bodentests vor dem Zusammenbau und dem eigentlichen Start ein und wertete den erfolgreichen Langzeittest als Hinweis darauf, dass Testflug 14 näher rückt. Ein solcher Static-Fire-Test gilt als wesentlicher Schritt, um ein Fahrzeug für mehrfache Flüge vorzubereiten.
🚨 Starship Flight 14 is getting close
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• Ship 41 just completed a full 60-second six-engine static fire
• Another major step toward rapid reusability
• Next flight expected to be a significant one
A successful long-duration static fire like this is one of the last big ground… https://t.co/LQcAjEpJtn pic.twitter.com/JlNc5XSUjK — Joe Hansen (@joehansen) August 21, 2026
Erster orbitaler Flug mit operativer Nutzlast
Sollte der Termin halten, wäre Testflug 14 nach bisherigen Angaben der erste Starship-Flug, der tatsächlich operative Starlink-V3-Satelliten in den Orbit bringt. Bereits beim vorangegangenen 13. Test im Juli hatte SpaceX nach eigenen Angaben zentrale Fähigkeiten für eine orbitale Mission demonstriert und eine erfolgreiche Rückkehr zur Starbase erzielt. Konzernchef Elon Musk erklärte während der Telefonkonferenz zu den Quartalszahlen Anfang August, Flug 13 sei unerwartet gut verlaufen und der Hitzeschild habe sich als robust erwiesen. Vorbehaltlich einer regulatorischen Freigabe kündigte Musk zudem an, beim nächsten Flug erstmals den Versuch zu unternehmen, das Schiff mit dem Startturm aufzufangen. Für die Genehmigung des Fluges ist neben der FCC auch die Federal Aviation Administration (FAA) zuständig, die im Rahmen ihres Lizenzierungsverfahrens öffentliche Sicherheit, nationale Sicherheitsinteressen, Versicherungsanforderungen und Umweltauswirkungen prüft.
Bedeutung für das Starlink-Geschäft
Die V3-Generation der Starlink-Satelliten soll laut Musk beim Earnings-Call rund eine Größenordnung leistungsfähiger sein als die bisherige V2-Generation. Da SpaceX zugleich plant, etwa zehnmal so viele V3-Satelliten zu starten wie zuvor, rechnet das Unternehmen mit einer rund hundertfachen Steigerung der ausgelieferten Bandbreite. Selbst bei einem Rückgang der Monetarisierung pro übertragenem Bit um den Faktor zehn würde dies laut Musk noch eine Verzehnfachung der Starlink-Umsätze bedeuten. Im zweiten Quartal dieses Jahres verzeichnete das Connectivity-Segment, zu dem Starlink zählt, einen Umsatz von 4,3 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 66 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal, während die durchschnittlichen Erlöse pro Nutzer bei 66 US-Dollar monatlich stabil blieben. Laut COO Gwynne Shotwell bezifferte die Konstellation zum 30. Juni auf rund 10.200 operative Satelliten mit einer Gesamtdownlink-Kapazität von etwa 800 Terabit pro Sekunde. Für einen spürbaren Effekt der V3-Satelliten auf den Starlink-Dienst nannte Musk auf der Konferenz eine kritische Masse von rund 1.000 V3-Satelliten, die nach seiner Einschätzung etwa im zweiten Quartal 2027 erreicht werden könnte.
Jonas Vogt, Redaktion finanzen.net
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Bildquellen: Juan Alejandro Bernal / Shutterstock.com, SpaceX
