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Ölpreise und KI-Bedenken: DAX etwas leichter -- US-Börsen tiefer -- Bullenmarkt trotz Ölpreisen nicht in Gefahr? -- Senat blockt CLARITY Act -- Rheinmetall, SpaceX, Commerzbank, Bitcoin im Fokus

aktualisiert 15.09.26 22:01 Uhr

Cathie Wood kappt KI-Wetten. Vonovia-Aktie nach Dreijahrestief: Einstiegschance trotz Zinsdruck? Das sagen Experten. SMA Solar: Vorstandschef erkrankt - Heyden übernimmt vorübergehend. Initiative der China-Konkurrenz stützt Stahlwerte. Microsoft-Mitgründer Bill Gates investiert eine Milliarde Dollar in KI-Zugang. Eli-Lilly: Berenberg sieht weiteres Potenzial. Musk lässt Wettbewerbsklage gegen Apple fallen.

Marktentwicklung


Am deutschen Aktienmarkt hielten sich die Anleger am zweiten Handelstag der Woche zurück.

Der DAX startete etwas schwächer. Anschließend rutschte er tiefer ins Minus. Im Laufe des Tages konnte er seine Verluste jedoch wieder eingrenzen und ging 0,15 Prozent tiefer bei 25.402,28 Punkten aus dem Handel.
Der TecDAX notierte zum Start knapp im Minus, weitete seine Verluste dann aus, drehte im Verlauf aber ins Plus und notierte letztlich 0,4 Prozent im Plus bei 3.976,62 Zählern.

Für die Aktienmärkte sei es derzeit schwer, sich zu behaupten, konstatierte Marktanalyst Thomas Altmann von QC Partners. "Die steigenden Energiepreise und steigenden Zinsen sind ein Teufelskreis, der die Zukunftsperspektiven der Aktien gleich auf mehrere Arten belastet."

Der Ölpreis blieb über Nacht auf seinem hohen Niveau. "Nach dem Vorrücken der Huthis im Jemen wird gar das Niveau von 110 US-Dollar pro Barrel ins Visier genommen", schrieb am Morgen der Commerzbank-Devisenexperte Michael Pfister. Dies lenkt die Aufmerksamkeit noch stärker auf die am Mittwoch erwartete Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed, bei der Anleger mit einer geldpolitischen Straffung rechnen.

Nach dem Ausverkauf wegen wachsender Befürchtungen, dass sich das Tempo der Entwicklung im Bereich der künstlichen Intelligenz verlangsamen könnte, bleibt das Vertrauen in die Technologie und ihre Potenziale angeschlagen.

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Die europäischen Aktienmärkte zeigten sich im Dienstagshandel schwächer.

Der EURO STOXX 50 startete tiefer, drehte im Verlauf kurzzeitig ins Plus und fiel dann aber wieder auf rotes Terrain zurück. Er verabschiedete sich 0,38 Prozent schwächer bei 6.236,50 Einheiten in den Feierabend.

Einen Tag vor der Zinsentscheidung der US-Notenbank ging es somit abwärts. Aus der Krisenregion Nahost gibt es keine Neuigkeiten, der Brent-Ölpreis zog dennoch wieder an, zeitweise um 1,7 Prozent auf rund 107,50 Dollar. Im Hoch war er am Vortag schon bei knapp 110 Dollar, ehe er wieder deutlicher zurückfiel. Sorgen machte zudem der ungebremste Renditeanstieg in den USA. Bei den 10-jährigen Staatsanleihen liegt sie bei 5,02 Prozent. Nach Meinung vieler Analysten geht ein großer Teil des Anstiegs auf Zweifel am Willen der US-Notenbank zurück, entschlossen gegen die Inflation vorzugehen. Sollte sie am Mittwoch aber die US-Zinsen erhöhen und sich falkenhaft für die Zukunft äußern, dürften die Börsen das mit fallenden Renditen honorieren.

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Die US-Börsen wurden auch am Dienstag gebremst.

Der Dow Jones ging mit einem Abschlag von 0,61 Prozent bei 52.099,29 Punkten aus dem Handel.
Der technologielastige NASDAQ Composite verlor daneben 0,79 Prozent auf 25.981,57 Zähler.

Steigende Ölpreise und Marktzinsen drückten gemeinsam mit Bedenken zur Sicherheit von KI-Modellen die US-Börsen auch am Dienstag. Als einziger Konjunkturindikator kam der Empire State Manufacturing Index, der im September auf 7,6 Punkte fiel. Analysten hatten im Schnitt lediglich einen Rückgang auf 15,0 Punkte prognostiziert, nach 20,6 im Vormonat.

Nach dem kurzen Rückgang am Vortag kletterten die Ölpreise wieder, unter anderem weil eine bedeutende saudi-arabische Pipeline seit einem Angriff weiterhin außer Betrieb ist – das schürt Sorgen um die Versorgung. Ein Barrel Brent verteuert sich um 0,9 Prozent auf 106,60 Dollar, bleibt damit aber unter dem Tageshoch; am Montag waren zwischenzeitlich fast 110 Dollar erreicht worden. Der teure Rohstoff wiederum verstärkt Inflationsängste und treibt die Marktzinsen zusätzlich.

Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen liegt 3 Basispunkte höher bei 5 Prozent, im Tageshoch waren es 5,04 Prozent. Der Dollar zog mit den Renditen an: Der Dollarindex gewinnt 0,3 Prozent, der Euro sinkt auf etwa 1,1540 Dollar. Marktteilnehmer rechnen damit, dass die US-Notenbank auf ihrer am Dienstag startenden zweitägigen Sitzung die Zinsen um 25 Basispunkte anhebt. Im KI-Bereich belastete zudem weiterhin die von Anthropic-CEO Dario Amodei am Wochenende losgetretene Diskussion über eine schärfere Regulierung. Er spricht sich für ein langsameres Entwicklungstempo aus, damit Schutzmechanismen zur Risikovermeidung mithalten können.

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Die Börsen in Fernost zeigten sich am zweiten Handelstag der Woche mehrheitlich tiefer.

In Tokio pendelte der Nikkei 225 lange wenig verändert um die Nulllinie, zuletzt war ein marginales Minus von 0,01 Prozent auf 63.484,10 Punkte zu sehen.

Auf dem chinesischen Festland gab unterdessen der Shanghai Composite nach und verlor 0,54 Prozent auf 3.864,28 Indexpunkte.

In Hongkong rutschte daneben der Hang Seng um ein Prozent auf 24.667,24 Zähler ab.

Mit Verlusten zeigten sich die asiatischen Aktienmärkte am Dienstag. Sie folgten damit den negativen Vorgaben der Wall Street. Dort hatte die Diskussion um eine stärkere Regulierung von Künstlicher Intelligenz (KI) vor allem den Technologiesektor belastet, was aber am Montag an den ostasiatischen Märkten bereits vorher gespielt wurde. Dazu kamen wieder steigende Ölpreise, was Inflationssorgen schürte.

Börsianer verwiesen auf anhaltende Angriffe in der Straße von Hormus. Dazu wurden Verhandlungen um eine Durchfahrt durch den wichtigen Handelsweg zu Wochenbeginn vertagt.

Die Rendite zehnjähriger US-Anleihen liegt wieder bei 5,00 Prozent. Die Marke war am Vortag erstmals seit Oktober 2023 wieder übersprungen worden, ehe die Renditen wieder etwas sanken.

Marktteilnehmer sprachen auch von Zurückhaltung im Vorfeld der Zinsentscheidung der US-Notenbank am Mittwoch. Eine Zinserhöhung gilt weitgehend als sicher. Wichtig dürften daneben mögliche Aussagen von US-Notenbankpräsident Kevin Warsh zum weiteren Zinspfad werden.

Neue chinesische Konjunkturdaten bewegten unterdessen kaum. Die Einzelhandelsumsätze, eine wichtige Kennzahl für Chinas Binnenkonsum, stieg im August mit 0,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr weniger als von Ökonomen mit 0,8 Prozent erwartet. Chinas Industrieproduktion überraschte dagegen mit einem Anstieg von 5,2 Prozent im August im Vergleich zum Vorjahr, gestützt durch eine robuste Nachfrage aus dem Ausland. Ökonomen hatten lediglich mit einem Wachstum von 4,7 Prozent gerechnet. Die Anlageinvestitionen in China reduzierten sich im Zeitraum von Januar bis August wie erwartet um 7,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

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