DroneShield-Aktie fällt weiter: Laser-Kooperation mit AIM Defence lässt Anleger kalt
Trotz einer neuen Laser-Kooperation mit AIM Defence rutschte die DroneShield-Aktie am Dienstag weiter ab, während die Shortquote am australischen Markt weiter hoch liegt.
Werte in diesem Artikel
- Neue Kooperation bringt Hochenergielaser in DroneShields Abwehr-Architektur
- Anleger reagieren gleichgültig, Verlustserie in Sydney hält an
- Shortseller und ungeklärte Insider-Ermittlungen belasten das Kursbild weiter
DroneShield, ein australischer Anbieter von Systemen zur Erkennung und Abwehr unbemannter Flugobjekte, hat per Pressemitteilung eine Kooperation mit AIM Defence angekündigt, um dessen Hochenergielaser Fractl in die offene Counter-Drone-Architektur DroneSentry zu integrieren. An der Börse blieb die Nachricht ohne positive Auswirkungen: Die DroneShield-Aktie setzte ihre Verlustserie fort und schloss am Dienstag in Sydney mit einem Minus von 0,31 Prozent bei 1,60 australischen Dollar, nachdem sie zum Wochenstart bereits 3,31 Prozent verloren hatte. Auf Sicht von einem Monat liegt das Papier inzwischen rund 15 Prozent im Minus, seit Jahresbeginn ging es um satte rund 48 Prozent abwärts. Ein Turnaround scheint aktuell nicht in Sicht zu sein.
Laser-Technologie von AIM Defence erweitert Abwehr-Architektur von DroneShield
AIM Defence gilt nach Angaben von DroneShield als globaler Anbieter einsetzbarer Directed-Energy-Systeme, deren Lasertechnologie bereits operativ im Einsatz war und in mehrere Länder exportiert wird. Durch die neue Zusammenarbeit wird DroneShields operative Plattform DroneSentry künftig mit dem Fractl-Hochleistungslaser von AIM Defence interoperabel. Betreiber sollen künftig RF-Sensorik, KI-gestützte Software, Sensorfusion, Führungssysteme und gerichtete Energie aus einer gemeinsamen Bedienoberfläche steuern können. Zunächst soll sich das Angebot an ausgewählte militärische und behördliche Endnutzer richten, die die Interoperabilität beider Lösungen in missionskritischen Umgebungen erproben sollen.
DroneShield-CTO Angus Harris erklärte laut der Mitteilung, Kunden würden nicht mehr nach dem besten Einzelsensor oder -effektor fragen, sondern danach, wie sich die besten Technologien zu einer einzigen operativen Fähigkeit kombinieren ließen. Die Erweiterung um den Laser von AIM Defence gebe Kunden eine weitere Verteidigungsoption innerhalb derselben offenen Architektur, so Harris. Damit hält DroneShield sein DroneSentry-System bewusst offen für Drittanbieter-Technologien, statt auf geschlossene Insellösungen zu setzen. Ob die Kooperation mit AIM Defence jedoch in konkrete Aufträge mündet, dürfte sich erst in kommenden Ausschreibungen zeigen.
DroneShield-Aktie im Abwärtstrend
Anleger reagierten alles andere als begeistert auf die neue Kooperation und ließen die DroneShield-Aktie weiter fallen. Zusätzlichen Druck macht die hohe Leerverkaufsposition, die laut Angaben der australischen Börse zuletzt bei 15,56 Prozent des Streubesitzes lag. Zudem belasten weiterhin nicht abgeschlossene Ermittlungen der australischen Börsenaufsicht wegen möglicherweise illegaler Insidergeschäfte aus dem Herbst 2025 - eine Gemengelage, die Anleger offenbar vorsichtig werden lässt.
Bei den Analysten bleibt das Bild uneinheitlich: Laut "TipRanks" bewerteten vier Analysten die Aktie zuletzt am 27. August 2026. Zwei votierten dabei mit Buy und zwei mit Sell. Canaccord Genuity und Bell Potter riefen Kursziele von 2,60 beziehungsweise 2,40 australischen Dollar aus. Ord Minnett und Jefferies nannten 1,50 beziehungsweise 1,45 australische Dollar als Ziel. Mit einem aktuellen Schlusskurs von 1,60 australischen Dollar, nähert sich die DroneShield-Aktie somit immer mehr den tiefen Kurszielen. Ob sie in deren Bereich einen Boden findet, bleibt fraglich.
Carolin Ludwig, Redaktion finanzen.net
Dieser Text dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Anlageempfehlung dar. Die finanzen.net GmbH schließt jegliche Regressansprüche aus.
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Bildquellen: Droneshield
