Aktien von Alphabet, AMD, Palantir und Amazon reduziert: Cathie Wood kappt KI-Wetten
Am Montag strich Ark Invest über den ARKK-Fonds Investments in Alphabet, Amazon, AMD und Palantir rigoros zusammen. Stecken die aktuellen KI-Ängste dahinter?
Werte in diesem Artikel
- Cathie Wood schichtet ARKK-Depot inmitten der KI-Sicherheitsdebatte um
- Verkäufe bei Alphabet, Amazon, AMD und Palantir sorgen für Aufsehen
- Citigroup warnt vor Gewinnrevisionen bei Alphabet und Co.
Cathie Wood hat zum Wochenstart über ihren ARK Innovation ETF (ARKK) Millionen-Positionen bei Alphabet, Amazon, AMD und Palantir verkauft. Die Umschichtung fällt zusammen mit einer Warnung der Citigroup, wonach eine Verlangsamung der KI-Entwicklung die Gewinnaussichten großer Technologiekonzerne belasten könnte.
Alphabet-Position deutlich reduziert
Cathie Wood hat am Montag das Investment in vier Technologiewerte rigoros reduziert: Der ARK Innovation ETF (ARKK) trennte sich von 38.273 Alphabet-Aktien der Klasse C im Gegenwert von rund 13,23 Millionen US-Dollar. Bei Amazon verkaufte ARKK 20.000 Anteile im Volumen von rund 5,1 Millionen US-Dollar. Die Aktie von AMD traf es sowohl über den ARKK als auch den ARK Next Generation Internet ETF (ARKW) mit einem Verkaufsvolumen von insgesamt rund 10,1 Millionen US-Dollar, dabei wurden 20.470 Anteilsscheine losgeschlagen. Auch beim Datenanalysesoftware-Anbieter Palantir reduzierte ARKK den Bestand am Montag um 34.548 Aktien im Gegenwert von rund 6 Millionen US-Dollar.
Die Investmentgesellschaft von Starinvestorin Cathie Wood hat sich mit den Verkäufen allerdings nicht vollständig von den vier Technologiewerten losgesagt. Alle vier Aktien gehören auch nach der gestrigen Anpassung weiterhin zu den Top 25 Investments im Flaggschiff-Fonds ARKK.
KI-Sicherheitsdebatte belastet Stimmung
Die Umschichtung im Fonds von Cathie Wood fällt in eine Phase, in der die Debatte um die Risiken künstlicher Intelligenz einmal mehr die Marktstimmung prägt. Anthropic-Chef Dario Amodei hatte am Sonntag vor der Gefahr eigenständiger KI-Hacking-Angriffe gewarnt und eine Verlangsamung der Entwicklung um ein bis zwei Jahre vorgeschlagen. Kurz darauf äußerten sich auch OpenAI-Chef Sam Altman und Tech-Milliardär Elon Musk in ähnlicher Weise. Altman erklärte zugleich gegenüber "FORTUNE", der für dieses Jahr erwartete Börsengang von OpenAI werde nicht mehr stattfinden. US-Präsident Donald Trump widersprach jedoch einer Verlangsamung der KI-Entwicklung öffentlich und pochte auf den technologischen Vorsprung der USA gegenüber China.
Experten der Citigroup sehen in dieser Entwicklung ein Risiko für die Gewinnaussichten großer Technologiekonzerne. Ein Team um Stuart Kaiser, Leiter der US-Aktienhandelsstrategie bei Citigroup, warnte in einer Mitteilung vom Sonntag, dass eine Verlangsamung der KI-Modellentwicklung die Gewinnrevisionen von Microsoft, Alphabet, Meta und Amazon belasten könnte. Als weitere Belastungsfaktoren für Aktien nannte das Team die anstehenden Zwischenwahlen im November, steigende Anleiherenditen und höhere Ölpreise.
Ob ARK Invest die Rotation weg von etablierten KI-Schwergewichten fortsetzt oder die Verkäufe eine Momentaufnahme bleiben, dürfte sich an den weiteren täglich veröffentlichten Handelsmeldungen des Fondshauses ablesen lassen. Auch die Reaktion der betroffenen Konzerne auf die Sicherheitsdebatte um künstliche Intelligenz bleibt ein Beobachtungspunkt für die kommenden Wochen.
Carolin Ludwig, Redaktion finanzen.net
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