SpaceX-Aktie leichter: Pivotal Research hält 3-Billionen-Dollar-Bewertung für möglich
Ein Wall Street-Analyst bringt eine beachtliche Bewertungsmarke ins Spiel, während vergangene Woche Millionen weitere SpaceX-Aktien handelbar wurden.
Werte in diesem Artikel
- Pivotal Research startet SpaceX-Coverage mit klarer Kaufempfehlung
- Analysten sehen enorme Bewertungsspannbreite zwischen Bär- und Bullenfall
- Auslaufende Lock-up-Fristen bringen frische Aktien auf den Markt
SpaceX rückt nach einer Ersteinstufung durch Pivotal Research erneut in den Fokus der Anleger. Analyst Jeffrey Wlodarczak siedelt sein Kursziel bei 220 US-Dollar für Jahresende 2027 an und halte laut Barron's im Erfolgsfall eine Marktbewertung von 3 Billionen US-Dollar für erreichbar. Am Dienstag gab die Aktie an der NASDAQ 3,15 Prozent auf 143,49 US-Dollar ab.
Pivotal Research befeuert SpaceX-Debatte um 3 Billionen US-Dollar
SpaceX, das Raumfahrt- und Satelliteninternet-Unternehmen von Elon Musk, bündelt unter einem Dach die Geschäftsfelder Trägerraketen, das Satelliteninternet Starlink sowie ein KI-Segment rund um X, Grok und eigene Rechenzentren. Pivotal Research nahm die Aktie am 8. September mit einem Buy-Rating in die Bewertung auf. Barron's ordnete die Ersteinstufung als Hinweis auf eine mögliche Marktbewertung von 3 Billionen US-Dollar ein.
Pivotal Research rechnet damit, dass der Jahresumsatz von SpaceX bis 2027 auf 118,2 Milliarden US-Dollar steigt, nach 46,6 Milliarden US-Dollar im Jahr zuvor. Das bereinigte EBITDA soll sich im selben Zeitraum von 11,2 auf 22,3 Milliarden US-Dollar ungefähr verdoppeln. Diesem Basisfall misst das Analystenhaus eine Wahrscheinlichkeit von 65 Prozent bei.
Starship-Wiederverwendung als Dreh- und Angelpunkt
Kern der Bewertung ist laut Wlodarczak die Wiederverwendbarkeit der Starship-Rakete. Der Analyst erklärte, sein Kursziel sei eine Wette darauf, dass sich jede Rakete 20 bis 50 Mal einsetzen lasse, die Wartung günstig bleibe und die Umrüstzeit zwischen den Starts kurz ausfalle. Gehe diese Rechnung nicht auf, werde SpaceX ein deutlich kleineres Unternehmen bleiben, so Wlodarczak.
Parallel zur Ersteinstufung richtete sich der Blick auf eine weitere Lock-up-Frist: Am 9. September wurden rund 319 Millionen weitere Aktien handelbar. Ein solcher Ablauf könne Druck auf den Kurs erzeugen, sollten Aktionäre verkaufen, auch wenn nicht zwangsläufig alle Papiere sofort auf den Markt kämen. Es war bereits die dritte große Freigabe seit dem Börsengang im Juni, nachdem zuvor am 6. August rund 911,5 Millionen und am 20. August erneut etwa 319 Millionen Aktien freigegeben worden waren.
Analystenbild bleibt gespalten zu SpaceX
Im breiteren Analystenbild dominiert weiterhin eine positive Einschätzung: Von 34 bei TipRanks erfassten Häusern raten 26 zum Kauf, sechs zum Halten und zwei zum Verkauf, das mittlere Kursziel liegt bei 232,07 US-Dollar bei einer Spanne von 75 bis 800 US-Dollar. MoffettNathanson-Analystin Julie Zhu bestätigte gestern ihre Hold-Einstufung und hob ihr Kursziel von 131 auf 142 US-Dollar an. Wells Fargo-Analyst Ken Gawrelski senkte sein Kursziel dagegen leicht von 215 auf 212 US-Dollar, beließ die Aktie aber auf Buy. Fubon Securities war bereits am 31. August mit einer Kaufempfehlung und einem Kursziel von 183 US-Dollar in die Bewertung eingestiegen.
Thomas Zoller, Claudia Stephan, Redaktion finanzen.net
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