Aktien von Eli Lilly, Zebra & Co.: Sieben Wachstumswerte trotzen dem Marktdruck
In einem Markt, der jede Schwäche sofort abstraft, hat Wolfe Research sieben Wachstumswerte gefunden, die genau das Gegenteil schaffen.
Werte in diesem Artikel
- Wolfe Research filtert sieben Wachstumswerte, die dem Marktdruck standhalten
- Gefragt sind ein Quartalsbeat, 15 Prozent Umsatzplus 2026 und Kursmomentum
- Bei der Bewertung stechen zwei der sieben Titel besonders heraus
In einem Aktienmarkt, der jede Schwäche sofort abstraft, hat Wolfe Research laut Barron's in einer Auswertung sieben Wachstumswerte ausgemacht, die sich dem Trend widersetzen. Für Anleger ist das mehr als eine Namensliste, denn die Auswahl kombiniert belegtes Wachstum mit einer positiven Kursreaktion darauf.
Was die sieben Werte gemeinsam haben
Wolfe-Chefstratege Chris Senyek legte für seinen Screen drei Bedingungen an. Die Unternehmen mussten im zweiten Quartal 2026 sowohl beim Umsatz als auch beim Gewinn über den Erwartungen liegen, Analysten mussten ihnen für das Gesamtjahr 2026 ein Umsatzplus von mindestens 15 Prozent zutrauen, und der Aktienkurs musste seit der Zahlenvorlage positives Momentum zeigen. Die Kombination filtert Firmen heraus, die kräftig wachsen und deren Aktien darauf auch tatsächlich reagiert haben.
Durch das Raster kamen der Baumaschinenkonzern Caterpillar, der Steckverbinderhersteller Amphenol und der Industriedienstleister EMCOR Group, dazu der Cybersicherheitsanbieter Fortinet, der Technologiekonzern Zebra Technologies, der Pharmariese Eli Lilly und das Biopharmaunternehmen Incyte.
Titel mit dem meisten Bewertungsspielraum
Barron's ergänzte den Screen um einen zweiten Blick und suchte nach Titeln, deren relative Bewertung am unteren Ende ihrer Spanne der vergangenen drei Jahre liegt. Der Gedanke dahinter: Eine vergleichsweise niedrige Bewertung lässt mehr Raum für steigende Kurse, sofern die Gewinne weiter zulegen. Zwei Namen stechen dabei heraus, Zebra und Eli Lilly. Zebra wurde nach Barron's-Angaben kürzlich mit knapp dem 17-Fachen der für die kommenden zwölf Monate erwarteten Gewinne bewertet und damit unter dem S&P 500, der bei rund dem 20-Fachen lag. In den vergangenen drei Jahren lag Zebras relative Bewertung meist höher, im Mittel etwa gleichauf mit dem Index, was den Wert vergleichsweise günstig erscheinen lässt.
Warum Eli Lilly besonders reizvoll wirkt
Als besonders reizvoll gilt Barron's zufolge Eli Lilly. Die Aktie wurde kürzlich mit gut dem 29-Fachen der erwarteten Gewinne gehandelt, rund dem Anderthalbfachen des S&P 500. Über die vergangenen drei Jahre lag dieser Aufschlag im Mittel eher beim Doppelten, die relative Bewertung ist also spürbar zurückgekommen.
Rechtfertigen muss das operative Tempo. Analysten trauen Eli Lilly von 2025 bis 2028 ein jährliches Umsatzplus von rund 20 Prozent zu, bis auf 113,7 Milliarden US-Dollar. Treiber ist vor allem das boomende Geschäft mit GLP-1-Wirkstoffen, doch auch die Onkologie trägt: Für 2026 stehen dort mehr als 10 Milliarden US-Dollar Umsatz im Raum, gemessen an erwarteten 88,3 Milliarden US-Dollar im Gesamtkonzern. Beim Gewinn je Aktie rechnet die Wall Street bis 2028 mit rund 30 Prozent Zuwachs pro Jahr, den fortgesetzte Aktienrückkäufe zusätzlich stützen könnten.
Ob die sieben Werte ihren Vorsprung behaupten, entscheidet sich an den nächsten Quartalszahlen: Solange Umsatz und Gewinn die Erwartungen schlagen, trägt die Logik des Screens. Bei Eli Lilly und Zebra Technologies liegt die Messlatte zusätzlich darin, ob das Gewinnwachstum die höhere Bewertung einholt.
Julia Walter, Redaktion finanzen.net
Dieser Text dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Anlageempfehlung dar. Die finanzen.net GmbH schließt jegliche Regressansprüche aus.
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