WACKER CHEMIE-Aktie tiefrot: Schließung des US-Werks in Tennessee kein Thema
WACKER CHEMIE plant nicht, sein Polysilizium-Werk in Charleston im US-Bundesstaat Tennessee zu schließen.
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"Wir haben keine Pläne den Standort Charleston zu schließen", teilte eine Unternehmenssprecherin in einer schriftlichen Stellungnahme mit.
Die Nachrichtenagentur Reuters hatte mit Berufung auf mit der Situation vertraute Personen berichtet, dass WACKER CHEMIE in den kommenden Wochen entscheiden will, ob das Werk geschlossen wird. Das Werk mit 600 Beschäftigten stehe aufgrund der US-Handelspolitik vor dem möglichen Aus, so der Bericht. Die von der US-Regierung als Schutz für die heimische Chip-Industrie gedachten Maßnahmen hätten die letzten noch verbliebenen Kunden des Werks vergrault, so Reuters. Polysilizium wird für Chips und Solarmodule verwendet. Auslöser sei eine Proklamation des Weißen Hauses von Anfang August, die den Informanten zufolge den Kauf von US-Polysilizium anreizen soll.
Laut Unternehmenssprecherin führt der Münchener Spezialchemiekonzern derzeit "konstruktive Gespräche mit der US-Regierung", wie deren erklärtes Ziel erreicht werden kann. Denn die Proklamation für Polysilizium in ihrer jetzigen Fassung unterstütze nicht wirksam die Verwendung von in den USA produziertem Polysilizium. Angesichts der laufenden Gespräche sei "es zu früh, um die Auswirkungen auf das US-Polysiliziumgeschäft von Wacker zu bewerten", so die Unternehmenssprecherin.
WACKER CHEMIE produziert seit 2016 Polysilizium in Tennessee. Der Konzern hatte bei Inbetriebnahme nach eigenen Angaben 2,5 Milliarden US-Dollar in das Werk investiert.
Die WACKER CHEMIE-Aktie notiert im XETRA-Handel zeitweise 2,64 Prozent tiefer bei 92,30 Euro.
DJG/uxd/mgo
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Bildquellen: WACKER Chemie