KI-Aktien wie Infineon und STMicroelectronics gefragt: Meta sorgt für Rückenwind bei Tech- und Chipwerten
Technologiewerte haben am Dienstag weltweit von bärenstarken Branchenvorgaben aus den USA profitiert.
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Zu Wochenbeginn waren die Aktien von Börsen-Schwergewicht Meta Platforms dank der offenbar gut gelaufenen Markteinführung des KI-Assistenten Muse um gut elf Prozent nach oben gesprungen. Dies und teils noch deutlichere Kursgewinne der Halbleiter-Zulieferer hatten dem New Yorker Tech-Index NASDAQ 100 ein sattes Plus von 2,8 Prozent beschert. Damit fehlen ihm weniger als 300 Punkte zum Rekordhoch von 30.762 Punkten aus dem Juni.
Dass Muse schon nach knapp zwei Wochen auf Platz 1 der kostenlosen Apps im US-App Store von Apple sowie im Play Store von Google steht, zeigt laut Jefferies-Analyst Brent Thill deren Potenzial als "Killer-App". Weder Claude von Anthropic noch die Gemini-App von Google hätten ein so starkes Debüt gefeiert. Muse habe das Zeug dazu, die am meisten verbreitete kostenlose KI-App seit ChatGPT von OpenAI zu werden, schreibt Doug Anmuth von der US-Bank JPMorgan.
Auch in Asien und Europa hatten Besitzer von Technologieaktien Grund zur Freude. Für einen Rekord reichte es beim europäischen Stoxx Europe 600 Technology am Dienstag zwar noch lange nicht. Doch mit einem deutlichen Anstieg bestätigte das Tech-Barometer seinen Ausbruch aus dem jüngsten Korrekturtrend und zählte zu den klaren Gewinnern im marktbreiten Stoxx Europe 600. Ebenfalls im Juni hatte er mit 1.073 Punkten den höchsten Stand seit der Jahrtausendwende erreicht. Von damals datiert mit 1.230 Punkten seine immer noch gültige Bestmarke.
Im französischen CAC 40 gehörte zuletzt der Chiphersteller STMicroelectronics mit zuletzt plus 3,64 Prozent auf 46,28 Euro zu den Favoriten der Anleger. Der Aktienkurs hat sich im bisherigen Jahresverlauf mehr als verdoppelt.
Beim Konkurrenten Infineon aus dem DAX reichte es via XETRA für einen Kursgewinn von zuletzt 2,4 Prozent auf 59,69 Euro. Das Unternehmen profitiert mit seinen Energiemanagement-Chips und -Architekturen vom wachsenden Strombedarf der KI-Rechenzentren.
Noch besser sah es beim Polysilizium-Lieferanten WACKER CHEMIE sowie dem Waferhersteller Siltronic aus dem MDAX aus: Beide legten am Dienstag um 3 beziehungsweise 2,5 Prozent zu.
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NEW YORK/SEOUL/PARIS/FRANKFURT (dpa-AFX)
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