Micron-Ausblick stützt Chipsektor nur teilweise: Aktien von Infineon und Co. uneinheitlich
Micron überzeugt mit starken Zahlen und einem optimistischen Ausblick. Davon profitieren auch einige europäische Chipwerte, während andere Aktien aus der Branche unter Druck stehen.
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Aktien aus dem europäischen Chipsektor haben am Donnerstag zunächst von den starken Zahlen und dem optimistischen Ausblick des US-Speicherchipherstellers Micron Technology profitiert. Der KI-Boom treibt die Geschäfte des Unternehmens überraschend kräftig an. Die Zahlen und der Ausblick lieferten damit positive Signale für die Nachfrage nach Speicherchips für KI-Anwendungen. Im weiteren Handelsverlauf gerieten die europäischen Tech-Werte jedoch unter Druck. Anziehende Ölpreise und weiter steigende Anleiherenditen belasteten den Gesamtmarkt.
Micron gibt Infineon und PVA TePla zunächst Rückenwind
Die positiven Impulse von Micron waren im europäischen Chipsektor zunächst deutlich zu sehen, hielten aber nicht immer an. In Deutschland legten die Aktien von Infineon im XETRA-Handel zunächst zu, verlor zum Handelsschluss aber minimale 0,13 Prozent auf 59,42 Euro. PVA TePla gewannen schlussendlich 5,23 Prozent auf 34,62 Euro. Die Aktie von SUSS MicroTec kletterten letztlich um 0,27 Prozent auf 73,60 Euro, JENOPTIK drehten ins Minus und fielen letztlich um 1,38 Prozent auf 41,40 Euro.
Der DAX ist zugleich weniger stark von Technologiewerten geprägt als viele andere große Aktienindizes.
Andere Chipausrüster unter Druck
Bei anderen europäischen Halbleiterwerten überwogen die Verluste. Der Waferhersteller Siltronic gab 3,32 Prozent auf 78,60 Euro nach. Auch AIXTRON stand unter Druck und verlor zum Handelsende 2,80 Prozent auf 36,86 Euro.
Bei Infineon kommt hinzu, dass der Chiphersteller am Donnerstag die Eröffnung einer neuen Fabrik in Thailand bekannt gab. Der Konzern setzt nach eigenen Angaben auf weiteres Wachstum in der Region.
Micron-Aktie gibt Gewinne wieder ab
Auch die Micron-Aktie selbst konnte von den starken Zahlen und dem optimistischen Ausblick nicht nachhaltig profitieren. Das Papier geriet vorbörslich zeitweise ins Minus. Grund dafür waren unter anderem Warnungen vor steigenden Kosten, die auf die Profitabilität und damit auf die Margen drücken könnten. Marktbeobachter Stephen Innes bezeichnete den Speicherboom bei Micron deshalb als nachhaltiger, aber auch teurer.
Andere US-Chipwerte wie NVIDIA, Marvell Technology oder AMD lagen vorbörslich dagegen weiterhin im Plus.
dpa-AFX
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Bildquellen: AIXTRON SE, SmartCaps
