Wacker Chemie: Neuer Treibstoff?
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Gute Nachrichten aus der Branche für Wacker Chemie: Das ifo-Institut meldet einen Stimmungswandel in der Chemie-Industrie.
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Die Stimmung in der Chemiebranche hat sich spürbar gedreht. So berichtete das ifo-Institut Ende vergangener Woche, dass die deutschen Chemie-Unternehmen ihre aktuelle Geschäftslage endlich wieder positiv bewerten. Der ifo-Indikator für die Branche drehte im August auf plus 11,6 Punkte. Zuvor waren es im Juli noch minus 14,6 Punkte. Für Euphorie ist es dennoch zu früh.
Strukturelle Probleme bleiben
Denn die Ursache für den Stimmungswandel ist laut dem Institut recht eindeutig: Der Krieg in Nahost – wobei besonders die Wettbewerber vor Ort durch die Gemengelage am Golf Lieferausfälle zu verzeichnen hatten. Daher gießt Anna Wolf, ifo-Wissenschaftlerin, gehörig Wasser in den Wein. Sie bezeichnet die aktuelle Entwicklung als Sonderkonjunktur und weist darauf hin, dass die strukturellen Probleme in Deutschland dadurch natürlich nicht gelöst sind.
Was hängen bleibt
Unter einer schwachen Binnenkonjunktur leidet bekanntlich die zyklische Chemiebranche an vorderster Front. Ende Juli präsentierte Wacker die Q2-Bilanz und goss ebendiesen Widerspruch aus belebender Sonderkonjunktur und schwacher Binnenkonjunktur in Zahlen. Heraus kam eine leicht gesenkte Umsatzprognose, bei einer gleichzeitigen Anhebung des EBITDA-Ziels auf 625 bis 750 Mio. Euro (zuvor: 550 bis 700 Mio. Euro).
Fazit
Für die Wacker-Aktionäre bedeutet das, dennoch auf der Hut zu bleiben. Zwar ist die Nachrichtenlage aus der Branche gerade recht positiv. Ob, und wenn ja, wie lange die Entwicklung am Golf das Potenzial hat, die auf die heimischen Chemie-Unternehmen drückende Schwäche in Deutschland und Teilen Europas zu kompensieren, muss die Zukunft zeigen. Technisch zumindest bleibt Wacker in dem intakten mittelfristigen Aufwärtstrend.
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Erstellung am 31.08.26 um 12:46 Uhr.
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