Grenke: Ein neuer Wachstumstreiber kommt ins Spiel


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Grenke: Ein neuer Wachstumstreiber kommt ins Spiel

Während das Neugeschäft von Grenke derzeit kaum wächst, könnte die Expansion in den USA für neue Dynamik sorgen - und angesichts der günstigen Bewertung einen enormen Hebel entfalten.

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Beim Leasinganbieter Grenke zeigt sich derzeit ein zwiespältiges Bild. Während das Konzernergebnis im ersten Halbjahr um knapp 25 Prozent auf 32,6 Mio. Euro zulegte, kam das Leasingneugeschäft mit einem Plus von lediglich 1,4 Prozent auf 1,64 Mrd. Euro kaum noch vom Fleck. Immerhin zeigt die Kostendisziplin Wirkung: Die operativen Erträge stiegen um 11 Prozent, die Kosten lediglich um 1,5 Prozent. Dadurch verbesserte sich die Cost-Income-Ratio deutlich von 56,4 auf 51,6 Prozent.

Sportliche Gewinntaxe

Ein Belastungsfaktor bleibt allerdings die hohe Schadenquote. Diese stieg im ersten Halbjahr von 1,7 auf 2,0 Prozent und liegt damit deutlich über dem langfristigen Durchschnitt von rund 1,5 Prozent. Grenke führt dies vor allem auf das unverändert hohe Insolvenzniveau zurück. Für 2026 erwartet der Vorstand dennoch weiterhin einen Konzerngewinn von 74 bis 86 Mio. Euro, was nach den Halbjahreszahlen durchaus sportlich wirkt. Beim Leasingneugeschäft sind die Badener bereits vorsichtiger und erwarten nur noch, den unteren Bereich der Prognosespanne von 3,4 bis 3,6 Mrd. Euro zu erreichen.

Hoffnungsträger US-Geschäft

Und dennoch bahnt sich durchaus neue Wachstumsfantasie an, namentlich durch die Expansion nach Nordamerika. Die USA sollen sich nach den Vorstellungen des Managements zu einem der wichtigsten Märkte des Konzerns entwickeln. Dabei setzt Grenke auf seine Spezialisierung auf das Small-Ticket-Leasing, wo der Wettbewerb vergleichsweise gering sein soll. Noch ist das Geschäft winzig: 2025 wurden in den USA lediglich 18,8 Mio. Euro Neugeschäft erzielt. Allerdings hatte sich das Volumen nach Eröffnung des zweiten US-Standorts in Chicago gegenüber 2024 nahezu verfünffacht. Auch im ersten Halbjahr 2026 meldete Grenke für die Zukunftsmärkte USA und Kanada deutliche Zuwächse - ohne genaue Zahlen zu nennen.

Enormer Bewertungshebel

Gelingt es Grenke, das in Europa etablierte Geschäftsmodell in den riesigen US-Markt zu übertragen, könnte daraus mittelfristig ein bedeutender zusätzlicher Wachstumstreiber entstehen. Bis dahin bleibt allerdings einiges zu beweisen. Neben einer anhaltend dynamischen US-Expansion bedürfte es vor allem eines konjunkturellen Schubsers, um die Wachstumsraten im bestehenden Geschäft und sowie auch die Schadenquote wieder zu normalisieren. Angesichts der niedrigen Bewertung mit einem KGV für 2026 von lediglich 8 besitzt die Aktie damit ein durchaus kräftiges Turnaround-Potenzial.

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Erstellung am 07.09.26 um 10:44 Uhr.

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