Goldpreis legt dank gesunkener Ölpreise deutlich zu
Der Goldpreis hat am Freitag gestützt durch gefallene Rohölpreise etwas zugelegt.
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An der Börse in London wurde die Feinunze (etwa 31,1 Gramm) bei 4.393 US-Dollar gehandelt. Das waren 1,71 Prozent mehr als am Vortag.
Händler verwiesen auf die nach dem jüngsten Höhenflug gesunkenen Rohölpreise. Die zuletzt stark gestiegenen Inflationserwartungen wurden so ein wenig gedämpft. Der Druck auf die Notenbanken, die Leitzinsen zu erhöhen, könnte so etwas verringert werden. Mit Gold werden keine Zinserträge erzielt und daher reagiert Edelmetall oft auf Zinserhöhungen mit Abschlägen.
Im Vergleich zum Wochenstart hat der Goldpreis etwas nachgegeben. Schließlich sind die Ölpreise und damit die Inflationsgefahren seit Wochenbeginn deutlich gestiegen. Die Abschläge beim Gold hielten sich jedoch in Grenzen und der Preis zeigte sich mit Blick auf die Zinserwartungen resilient.
"Das legt nahe, dass Gold wieder verstärkt als sicherer Hafen fungiert und hierdurch gestützt wird", kommentiert Commerzbank-Expertin Thu Lan Nguyen. "Das muss aber nicht heißen, dass das Edelmetall vollkommen immun gegenüber einem stärkeren Anstieg der US-Zinserhöhungserwartungen wäre."
Auch die am Nachmittag veröffentlichten Inflationsdaten bewegten den Goldpreis kaum. Die Jahresinflationsrate verharrte mit 3,4 Prozent im August deutlich über dem Inflationsziel der US-Notenbank Fed von zwei Prozent. An den Finanzmärkten wird zunehmend eine Leitzinserhöhung erwartet.
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LONDON/FRANKFURT (dpa-AFX)
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