Strategy-Aktie im Fokus: CEO verteidigt Bitcoin-Verkauf und teuren Rückkauf
Der Strategy-CEO Phong Le bereut den Bitcoin-Verkauf vom Sommer nicht, obwohl inzwischen wieder zu höheren Preisen nachgekauft wurde.
Werte in diesem Artikel
- Strategy trennte sich bei etwa 60.000 US-Dollar von Bitcoins
- Später erfolgte ein Rückkauf zu höheren Kursen
- Verweis auf die Kapitalkosten
Strategy-CEO Phong Le ist überzeugt richtig gehandelt zu haben, Bitcoin nahe der Marke von 60.000 US-Dollar verkauft zu haben, nur um wenige Wochen später zu einem höheren Preis wieder Coins zu erwerben. Wie er in einem Bloomberg-Interview erläuterte, handelte es sich bei dem scheinbaren Trade nach dem Motto „günstig verkaufen, teuer kaufen“ keinesfalls um eine schiefgelaufene Wette auf die BTC-Kursentwicklung. Stattdessen seien Veränderungen in der Bilanz und bei den Finanzierungskosten des Unternehmens ausschlaggebend für die Entscheidung gewesen.
„Damals war es der richtige Trade, Bitcoin zu verkaufen, um unsere STRC-Dividenden zu finanzieren“, sagte Le. „Zum jetzigen Zeitpunkt ist es der richtige Trade, MSTR mit einem Aufschlag zu verkaufen, um Bitcoin zu kaufen.“
Strategys Bitcoin-Trades
Wie dem Bestandsbuch des Unternehmens zu entnehmen ist, trennte sich Strategy zwischen Ende Juni und Mitte August in vier Tranchen von 6.916 BTC zu einem gewichteten Durchschnittspreis von rund 62.200 US-Dollar. In der Woche bis zum 31. August erwarb man dann aber schon wieder 4.603 BTC für 370 Millionen US-Dollar und zahlte damit durchschnittlich 80.318 US-Dollar pro Coin. Finanziert wurde dies durch den Verkauf von MSTR-Aktien.
Strategy stärkt Bilanz
Le erklärte, dass man bei Strategy „Entscheidungen nicht wirklich auf Grundlage des Bitcoin-Preises“ treffe und dass es Zeiten geben wird, in denen es sinnvoll ist, Bitcoin zu verkaufen. So habe man in den zwei Monaten, in denen nicht gekauft wurden, die „Bilanz gestärkt.“ Wie Le ausführte, wurden während der zweimonatigen Kaufpause nicht nur die Vermögenswerte erhöht, sondern gleichzeitig auch die Nettoverschuldung von ungefähr 7 Milliarden US-Dollar auf null reduziert. Durch die so gestärkte Bilanz seien die Kosten für die Ausgabe von MSTR-Aktien gesunken, sodass Strategy die Erlöse daraus zum Kauf von Bitcoin verwenden konnte.
Bereits im Mai hatte Strategy seine Haltung „niemals verkaufen“ aufgegeben und sich stattdessen nur verpflichtet, unter dem Strich weiterhin Bitcoin-Käufer zu bleiben. Wie sich die Bitcoin-Strategie des Unternehmens weiter entwickelt, dürfte für die Kursentwicklung der Strategy-Aktie in den kommenden Wochen eine zentrale Rolle spielen.
Thomas Zoller, Redaktion finanzen.net
Dieser Text dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Anlageempfehlung dar. Die finanzen.net GmbH schließt jegliche Regressansprüche aus.
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