Goldpreis vor neuen Impulsen - Ölmarkt zwischen Nahost und Versorgungslage
Der Goldpreis zeigt sich im frühen Freitagshandel gehalten, steuert jedoch auf den zweiten Wochenverlust in Folge zu.
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Belastend wirken weiterhin der feste Dollar und die hohen Renditen amerikanischer Staatsanleihen. Etwas Unterstützung liefern dagegen die zuletzt gesunkenen Erwartungen einer weiteren Zinserhöhung im Oktober. Im Mittelpunkt steht nun der US-Arbeitsmarktbericht für September. Starke Beschäftigungszahlen könnten die Aussicht auf weitere Zinserhöhungen durch die US-Notenbank Fed wieder verstärken und damit zusätzlichen Druck auf Gold ausüben. Zuletzt hatten schwächer als erwartete Inflationsdaten sowie zurückhaltende Äußerungen von Fed-Vertretern die Erwartungen eines kurzfristigen Zinsschritts deutlich reduziert. Für Unsicherheit sorgt zudem der Nahostkonflikt. Eine mögliche Eskalation zwischen den USA und dem Iran könnte die Energieversorgung erneut beeinträchtigen und den Inflationsdruck erhöhen. Am Abend dürften sich die Marktakteure zudem für den Commitments-of-Traders-Report der US-Aufsichtsbehörde CFTC (21.30 Uhr) stark interessieren. Dieser informiert einmal pro Woche über die Stimmung der verschiedenen Marktakteure bei Gold-Futures.
Am Freitagmorgen präsentierte sich der Goldpreis mit höheren Notierungen. Bis gegen 8.00 Uhr (MESZ) verteuerte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (Dezember) um 13,70 auf 4.216,00 Dollar pro Feinunze.
Rohöl: Rote Vorzeichen vor dem Wochenende
Der Ölpreis hat sich vor dem Wochenende bei negativen Vorzeichen relativ stabil gezeigt. Der Markt bewegt sich derzeit zwischen geopolitischen Risiken und einer verbesserten Versorgungslage. Einerseits haben sich die saudischen Ölexporte erholt. Andererseits sorgen Berichte über die Entsendung eines weiteren US-Flugzeugträgers und zusätzlicher Soldaten in den Nahen Osten für neue Sorgen vor einer Eskalation des Konflikts mit dem Iran. Zusätzliche Unterstützung liefert derzeit China. Dort haben Raffinerien ihre Exporte von Ölprodukten für Oktober ausgesetzt, um die heimischen Vorräte zu sichern. Dadurch könnte sich das Angebot auf dem Weltmarkt verknappen. Preisdämpfend wirken dagegen Bemühungen der USA, zusätzliche Kraftstoffmengen verfügbar zu machen. Washington drängt Deutschland und Frankreich zur Freigabe von Diesel aus strategischen Reserven und droht andernfalls mit Exportbeschränkungen. Damit bleibt die Entwicklung der globalen Lieferketten neben dem Nahostkonflikt der entscheidende Einflussfaktor für den Ölmarkt.
Am Freitagmorgen präsentierte sich der Ölpreis mit relativ stabilen Notierungen. Bis gegen 8.00 Uhr (MESZ) ermäßigte sich der nächstfällige WTI-Future um 0,38 auf 92,49 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 0,21 auf 102,10 Dollar zurückfiel.
Jörg Bernhard, Redaktion finanzen.net
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