Senatsabstimmung

CLARITY Act scheitert im US-Senat - Bitcoin und Kryptoaktien unter Druck


CLARITY Act scheitert im US-Senat - Bitcoin und Kryptoaktien unter Druck

Der US-Senat hat den CLARITY Act bei einer entscheidenden Verfahrensabstimmung nicht vorangebracht. Bitcoin und mehrere Krypto-Aktien geraten unter Druck.

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  • Bitcoin steht nach dem US-Senatsvotum bei unter 76.000 US-Dollar
  • CLARITY Act verfehlt im Senat die notwendige Mehrheit von 60 Stimmen
  • Krypto-Aktien reagieren mit Verlusten auf das Scheitern der Verfahrensabstimmung

Am Kryptomarkt bleibt die Nervosität groß. Schon vor dem Votum des US-Senats zum CLARITY Act waren Bitcoin und die Aktien großer Krypto-Unternehmen unter Druck geraten. Nun steht fest: Der Gesetzentwurf kommt im Senat zunächst nicht weiter. Gleichzeitig richtet sich die Aufmerksamkeit bereits auf den nächsten wichtigen Termin. Am Mittwoch entscheidet die US-Notenbank Federal Reserve über ihre weitere Geldpolitik.

Bitcoin vor Senatsvotum unter Druck

Die Zurückhaltung der Anleger hatte sich bereits vor der Abstimmung gezeigt. Bitcoin fiel auf Coinmarketcap auf rund 76.000 US-Dollar. Auch die Kurse der Krypto-Aktien standen vor dem politischen Entscheid unter Druck.

CLARITY Act scheitert an Verfahrenshürde

Der US-Senat hat den nächsten Schritt beim CLARITY Act zunächst verhindert. Bei dem Votum ging es nicht um die endgültige Verabschiedung des Gesetzes, sondern darum, ob die Debatte über H.R. 3633 formal aufgenommen werden kann. Für die sogenannte Cloture-Abstimmung waren 60 Stimmen erforderlich. Diese Marke wurde verfehlt. Der Gesetzentwurf bleibt damit zunächst blockiert.

Für die Krypto-Branche steht dabei viel auf dem Spiel. Der Digital Asset Market Clarity Act soll die regulatorischen Spielregeln für digitale Vermögenswerte in den USA grundlegend ordnen. Ein zentraler Punkt ist die klarere Aufteilung der Zuständigkeiten zwischen der US-Börsenaufsicht SEC und der Rohstoffaufsicht CFTC. Für Unternehmen und Investoren könnte damit mehr Klarheit darüber entstehen, welchen regulatorischen Regeln einzelne digitale Vermögenswerte unterliegen.

Der Vorstoß ist im Gesetzgebungsverfahren bereits vergleichsweise weit gekommen. Eine frühere Fassung passierte das US-Repräsentantenhaus im Juli 2025 mit 294 zu 134 Stimmen. Im Mai 2026 votierte zudem der Bankenausschuss des Senats mit 15 zu 9 Stimmen für das Vorhaben. Eine endgültige Verabschiedung ist nach dem aktuellen Votum jedoch weiterhin nicht in Sicht.

Letzte Gespräche bringen offenbar keinen Durchbruch

Bis kurz vor der Abstimmung hatten die Parteien nach Angaben einer anonymen demokratischen Quelle noch über Änderungen am Gesetzentwurf verhandelt. Demnach soll der republikanische Senator Thom Tillis sogar bereit gewesen sein, das Votum zu verschieben, um weitere Gespräche zu ermöglichen. Die Verhandlungen seien anschließend jedoch abrupt beendet worden. Fox-Business-Reporterin Eleanor Terrett berichtete darüber unter Berufung auf den demokratischen Senatsmitarbeiter.

Nach dessen Darstellung habe ein Mitarbeiter des republikanischen Bankenausschussvorsitzenden Tim Scott die Gespräche mit Tillis' Team und demokratischen Mitarbeitern beendet und die Beteiligten aufgefordert, den Raum zu verlassen. Der Mitarbeiter erhob zudem den Vorwurf, Scotts Team habe politische Interessen von Präsident Donald Trump schützen wollen. Die Darstellung stammt von einer anonymen demokratischen Quelle und war zunächst nicht unabhängig bestätigt.

Ethikregeln und Stablecoins sorgen für Konflikte

Ein wesentlicher Streitpunkt waren zuletzt mögliche Interessenkonflikte von Politikern und Regierungsvertretern. Demokratische Senatoren drängten auf strengere Vorgaben für Kryptobeteiligungen und verwiesen dabei insbesondere auf die geschäftlichen Aktivitäten von Donald Trump und seiner Familie.

Die Republikaner legten kurz vor dem Votum eine überarbeitete Version vor. Nach ihren Angaben wurden darin 126 Änderungswünsche demokratischer Senatoren berücksichtigt. Dazu zählten zusätzliche Vorgaben zur Ethik sowie erweiterte Befugnisse für die Generalstaatsanwälte der Bundesstaaten.

Auch die Interessen des klassischen Bankensektors spielten eine Rolle. Banken sehen die Möglichkeit kritisch, dass Stablecoin-Anbieter durch Renditen und ähnliche Vergütungsmodelle Einlagen aus dem traditionellen Bankensystem abziehen. Der jüngste Entwurf sah deshalb zusätzliche Eingriffsmöglichkeiten für das US-Finanzministerium vor, falls solche Abflüsse die Kreditversorgung beeinträchtigen sollten.

Bitcoin reagiert auf das Scheitern des Vorstoßes

Nach dem Senatsvotum zeigt sich am Kryptomarkt tiefer. Bitcoin zeigte sich zeitweise bei 75.959,31 US-Dollar und damit vier Prozent tiefer.

Bei den Krypto-Aktien fiel die Reaktion ebenfalls enttäuschend aus. Die Anteilsscheine von Coinbase brachen im NASDAQ-Handel um 10,10 Prozent auf 172,11 US-Dollar ein. Die Strategy-Aktien verloren 5,36 Prozent auf 129,60 US-Dollar. Die Robinhood-Aktie schloss 3,39 Prozent tiefer bei 110,45 US-Dollar. Die Papiere von Block gaben im NYSE-Handel 1,48 Prozent auf 78,31 US-Dollar nach. Die Bullish-Aktie verlor 5,37 Prozent auf 35,60 US-Dollar.

Fed-Entscheid folgt am Mittwoch

Für den Kryptomarkt steht bereits der nächste wichtige Termin an. Die Federal Reserve entscheidet am Mittwoch über die weitere Geldpolitik. Änderungen bei den Zinserwartungen können insbesondere risikoreichere Anlageklassen wie Kryptowährungen und Krypto-Aktien deutlich bewegen.

Nach dem gescheiterten Vorstoß im Senat dürfte deshalb auch die Reaktion auf die Signale der US-Notenbank entscheidend sein. Anleger müssen damit innerhalb kurzer Zeit zwei wichtige Einflussfaktoren einordnen: die weiterhin offene Regulierung des US-Kryptomarktes und den geldpolitischen Kurs der Federal Reserve.

Kryptomarkt bleibt schwankungsanfällig

Die weitere Entwicklung von Bitcoin und den Krypto-Aktien dürfte entsprechend genau beobachtet werden. Kryptowährungen und Unternehmen mit hoher Krypto-Exponierung gehören zu den schwankungsanfälligsten Anlageklassen. Kursbewegungen von mehreren Prozentpunkten innerhalb weniger Stunden sind keine Seltenheit.

Mit dem vorerst blockierten CLARITY Act ist eine wichtige regulatorische Frage in den USA weiterhin offen. Gleichzeitig steht mit dem Fed-Zinsentscheid bereits das nächste potenziell marktbewegende Ereignis bevor.

Claudia Stephan, Redaktion finanzen.net

Dieser Text dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Anlageempfehlung dar. Die finanzen.net GmbH schließt jegliche Regressansprüche aus.

Bildquellen: Godlikeart / Shutterstock.com , Natali_ Mis / Shutterstock.com

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11.02.19 Microstrategy A Buy BWS Financial
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28.07.17 Microstrategy A Hold Deutsche Bank AG
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11.01.16 Microstrateg a Buy Deutsche Bank AG

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