S&P 500 über 8.000 Punkten? Hier sehen Strategen den Index zum Jahresende
Mehrere Häuser an der Wall Street rücken beim S&P 500 ein rundes Kursniveau in den Blick, das noch vor Monaten fern schien.
Werte in diesem Artikel
- RBC bestätigt ein S&P 500 Kursziel von 8.150 Punkten für zwölf Monate
- Ed Yardeni hebt sein Jahresendziel zum dritten Mal 2026 auf 8.400 Punkte
- VIX unter 15 und steigende Anleiherenditen nähren Sorgen vor Rücksetzer
RBC Capital Markets bestätigte am Dienstag ein Zwölf-Monats-Kursziel von 8.150 Punkten für den S&P 500, während einige andere Häuser ihre Ausblicke für den US-Aktienindex angehoben haben. Gleichzeitig mehren sich Signale, die für einen möglichen Rücksetzer sprechen.
Barclays korrigiert Ziel für S&P 500 ebenfalls nach oben
Auch Barclays hat laut MarketWatch seinen Ausblick für den Index nach oben angepasst und reiht sich damit in eine Reihe von Häusern ein, die ihre Prognosen für den S&P 500 im Jahresverlauf wiederholt überarbeitet haben. Zum Jahresende sieht die britische Bank den Index nun bei 7.950 Zählern, nachdem man zuvor nur von 7.800 Zählern ausgegangen war.
Konkurrent HSBC hat daneben das Kursziel bis Ende 2026 von 7.650 auf 8.100 angehoben. Zur Begründung wird unter anderem auf die starken Gewinne im zweiten Quartal verwiesen.
Yardenis dritte Anhebung des Jahres
Marktstratege Ed Yardeni hob sein Jahresendziel für den S&P 500 auf 8.400 Punkte an, nach eigenen Angaben bereits die dritte Anhebung in diesem Jahr. Gestartet war er 2026 noch bei 7.700 Punkten, ehe er die Marke über 8.250 nun bei 8.400 ansetzt. Trotz der wiederholten Korrekturen bezeichnet sich Yardeni selbst als noch nicht "bullish genug" und verweist auf mehrere Analysten mit noch optimistischeren Zielen.
Warnsignale mehren sich
Der Volatilitätsindex VIX ist vor einigen Tagen unter die Marke von 15 Punkten gefallen, ausgerechnet in einer Jahreszeit, in der die Schwankungsbreite saisonal eher zunimmt. CNBC-Kommentator Mike Santoli bezeichnet die Lage als "eerie complacency", zu Deutsch etwa unheimliche Sorglosigkeit. Parallel dazu kletterte die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen wieder über 4,7 Prozent, nachdem Fed-Chef Kevin Warsh Ende August beim Notenbankertreffen in Jackson Hole signalisiert hatte, dass kurzfristige Zinserhöhungen aus Sicht des Offenmarktausschusses eine angemessene Antwort auf die anhaltende Inflation wären.
Thomas Zoller, Redaktion finanzen.chDieser Text dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Anlageempfehlung dar. Die finanzen.net GmbH schließt jegliche Regressansprüche aus.
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