Cathie Wood kauft weiter Solana – doch der Blick ins ARK-Depot überrascht
Gut 6.300 Anteile, kaum messbar im Fondsvermögen: Der jüngste Solana-Kauf von ARK fällt klein aus. Interessanter ist der Blick auf das Depot dahinter.
Werte in diesem Artikel
- ARK kauft am 25. September gut 6.300 Anteile des 3iQ Solana Staking ETF
- Im ARKW macht die Position in Solana rund 0,3 Prozent des Fondsvermögens aus
- Den Kern des Kryptoengagements bilden Aktien wie Coinbase und Robinhood
ARK Invest baut sein Engagement in Solana weiter aus, allerdings in homöopathischer Dosis: Am Freitag kaufte der Vermögensverwalter von Cathie Wood insgesamt 6.362 Anteile des 3iQ Solana Staking ETF. Der Fonds wird vom kanadischen Vermögensverwalter 3iQ aufgelegt und bildet die Entwicklung von Solana einschließlich der Erträge aus dem Staking ab. Der ETF notiert an der Börse Toronto in US-Dollar unter dem Kürzel SOLQ.U. 4.425 Stück gingen in den ARKW, 1.937 in den ARKF. In beiden Fonds entspricht das laut der Handelsmeldung von ARK lediglich rund 0,002 Prozent des Fondsvermögens.
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Ein Randposten im ARKW
Wie klein der Zukauf ausfällt, zeigt die Positionsliste des ARKW, der seit dem 7. September als ARK Next Generation Technology ETF firmiert. Mit Stand 28. September hält der Fonds knapp 519.000 Anteile des Solana-Fonds im Wert von rund 5,2 Millionen US-Dollar. Das entspricht einem Gewicht von 0,26 Prozent. Der Zukauf vom Freitag erhöht den Bestand damit um weniger als ein Prozent. Er reiht sich in eine Serie ähnlich kleiner Käufe ein, die ARK seit dem Sommer wiederholt. Selbst der 3iQ Ether Staking ETF desselben Anbieters kommt im ARKW mit 0,43 Prozent auf ein höheres Gewicht.
Coinbase, Robinhood und Co. tragen das Kryptogewicht
Den größeren Teil seines Kryptoengagements spielt ARK über Aktien. Im ARKW kommen Robinhood auf 4,9 Prozent, Circle Internet Group auf 4,4 Prozent, Coinbase auf 3,9 Prozent und Block auf 3,4 Prozent. Bitcoin hält der Fonds indirekt über eine Beteiligungsgesellschaft am hauseigenen Bitcoin-ETF, ebenfalls mit knapp 3,9 Prozent Gewicht. Die Rangfolge ist eindeutig: ARK setzt vor allem auf Börsen, Broker und Zahlungsanbieter, die am Kryptohandel verdienen. Direkte Tokenpositionen in regulierten Hüllen bleiben Beimischung, Solana ist davon die kleinste. Dazu passt, dass der ARKF bereits im November 2025 in ARK Blockchain & Fintech Innovation ETF umbenannt wurde und Blockchain seither ausdrücklich im Anlagemandat führt.
Das Einstiegsargument von 2025 ist überholt
Als ARK im April 2025 bei SOLQ einstieg, begründete 3iQ die Wahl damit, dass der Fonds sowohl die Kursentwicklung von Solana als auch die Erträge aus dem Staking abbilde – ein Profil, das US-notierte ETFs damals nicht boten. ARKW und ARKF waren nach Angaben von 3iQ die ersten US-Fonds mit einem solchen Engagement. Dieser Vorsprung ist Geschichte: Seit dem 28. Oktober 2025 handelt der Bitwise Solana Staking ETF an der NYSE und bietet US-Anlegern direkten Zugang zu Solana samt eingebautem Staking. ARK bleibt dennoch beim kanadischen Produkt. Gründe nennt der Vermögensverwalter in seinen Handelsmeldungen nicht. Eine Deutung der Einzelkäufe als Kursprognose für Solana geben die Daten daher nicht her.
Aussagekräftiger als jeder Einzelkauf bleibt die tägliche Positionsliste des ARKW. Erst wenn das Gewicht der Position dort spürbar anzieht oder ARK auf ein US-Produkt umschichtet, wird aus der Beimischung eine erkennbare Weichenstellung.
Das sollten Anleger wissen: Staking verschiebt die Perspektive
Unscheinbar ist dennoch ein Detail: Abseits von Bitcoin hält der ARKW Kryptowährungen ausschließlich über Fonds mit Staking, neben dem Solana-Fonds auch über den 3iQ Ether Staking ETF. Beim Staking stellen Halter ihre Token zur Absicherung des Netzwerks bereit und erhalten dafür neue Token. Bitwise bezifferte die durchschnittliche Rendite daraus bei Solana zum Start seines ETF im Oktober 2025 auf rund sieben Prozent im Jahr, betont aber, dass diese Erträge schwanken und nicht garantiert sind. Zudem kann Staking laut Bitwise die fristgerechte Rücknahme von Fondsanteilen erschweren. Die laufende Ertragskomponente federt Kursverluste also nur ab. Ob sich das Bild vom Spekulationsobjekt zum ertragbringenden Netzwerkanteil dreht, entscheidet das Kapital, das dauerhaft in solche Produkte fließt.
Claudia Stephan, Redaktion finanzen.net
Dieser Text dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Anlageempfehlung dar. Die finanzen.net GmbH schließt jegliche Regressansprüche aus.
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