Bitcoin-Kurs: Historische Zyklen deuten auf starkes Jahr 2027 für BTC hin
Nach einem deutlichen Kurseinbruch im Juni zeigt die Geschichte von Bitcoin ein wiederkehrendes Muster, das Anleger für 2027 aufhorchen lässt.
Werte in diesem Artikel
- Ein wiederkehrendes Marktmuster nährt Hoffnungen auf ein starkes 2027
- Institutionelle Käufer stützen den Kurs anders als in früheren Zyklen
- Ein wichtiges Ereignis 2028 könnte die nächste Bewegung auslösen
Bitcoin fiel im Juni deutlich und erholte sich in den folgenden Monaten spürbar. Die Erholung fällt in ein historisches Muster aus vierjährigen Zyklen, das Anleger nun auf ein starkes Jahr 2027 hoffen lässt. Gleichzeitig zeigen belastende Ereignisse aus dem politischen und geldpolitischen Umfeld kaum noch Wirkung auf den Kurs.
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Der Vierjahreszyklus als Blaupause
Historisch bewegt sich Bitcoin in einem wiederkehrenden Muster: Drei Jahre gelten als bullish, das vierte Jahr bringt typischerweise einen deutlichen Einbruch, ausgelöst durch das sogenannte Bitcoin-Halving, bei dem sich die Rate neu geschaffener Bitcoin alle vier Jahre halbiert. Vor dem Halving 2024 legte die Kryptowährung 2023 um 155 Prozent zu. Vor dem Halving 2020 waren es 2019 92 Prozent, vor dem Halving 2016 im Jahr 2015 34 Prozent. Im Oktober 2025 erreichte Bitcoin ein neues Hoch, bevor der Markt binnen knapp einem Jahr in eine Korrektur überging. In der gesamten Geschichte der Kryptowährung gab es bislang noch nie zwei aufeinanderfolgende Verlustjahre, was die aktuelle Erholung in ein bekanntes Schema einordnet. Das nächste Halving wird für April 2028 erwartet, wenn die Blockbelohnung von 3,125 auf 1,5625 Bitcoin sinkt. Historisch fielen die größten Kursbewegungen jeweils zwölf bis achtzehn Monate nach einem solchen Ereignis an, was den Blick der Anleger bereits auf die Jahre 2028 und 2029 lenkt.
Bitcoin trotzt politischen Belastungsfaktoren
Bemerkenswert ist, dass Bitcoin im September gleich zwei eigentlich belastende Ereignisse wegsteckte: Das Scheitern des CLARITY Act im US-Senat Mitte des Monats und eine Leitzinserhöhung der Fed hätten eigentlich für Kursdruck sorgen müssen. Stattdessen setzte sich die Erholung fort.
Coinbase-Chef Brian Armstrong bekräftigte in einem Interview mit CNBC Mitte September sein Kursziel von 400.000 US-Dollar bis 2030 und bezeichnete es als "realistisches Ziel". Er begründe seine Einschätzung mit dem vierjährigen Marktzyklus aus Rally, Euphorie und Korrektur und äußerte die Vermutung, der Boden des aktuellen Zyklus könnte bereits erreicht sein. Der Vermögensverwalter 21Shares halte in seinem Basisszenario an einer Erholung auf 100.000 US-Dollar bis zum Ende dieses Jahres fest, Chefanlagestratege Adrian Fritz knüpfe dies an sinkende Zinsen und ein Ende des US-Iran-Konflikts.
Worauf sich der Blick der Bitcoin-Anleger nun richtet
Ob sich das historische Muster wiederholt, dürfte sich vor allem an der Entwicklung der Spot-Bitcoin-ETF-Zuflüsse sowie an der globalen Zinspolitik zeigen. Eine Garantie für die Wiederholung des Vierjahreszyklus gibt es nicht, und die Entwicklung bis zum nächsten Halving bleibt der entscheidende Beobachtungspunkt für die kommenden Jahre.
Thomas Zoller, Redaktion finanzen.net
Dieser Text dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Anlageempfehlung dar. Die finanzen.net GmbH schließt jegliche Regressansprüche aus.
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