Aktien Frankfurt: Dax-Stabilisierung steht vor US-Jobbericht auf wackligen Füßen


Aktien Frankfurt: Dax-Stabilisierung steht vor US-Jobbericht auf wackligen Füßen
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FRANKFURT (dpa-AFX) - Der DAX hat am Freitag seine holprige Stabilisierung fortgesetzt. Vor dem mit Spannung erwarteten US-Arbeitsmarktbericht am frühen Nachmittag pendelte der deutsche Leitindex um die Marke von 26.000 Punkten, die er am Donnerstag zurückerobert hatte. Zuletzt notierte er 0,08 Prozent fester bei 26.024 Punkten. Auf Wochensicht zeichnet sich angesichts der vorangegangenen Korrektur seit seinem Rekordhoch ein Minus von rund 2 Prozent ab.

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Der MDAX der mittelgroßen Unternehmen berappelte sich am Freitag um weitere 0,44 Prozent auf 32.399 Punkte. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es minimal bergab.

Als Kursstütze - mehr als hierzulande noch für die technologielastigen asiatischen Aktienindizes - erwiesen sich die Ölpreise, deren Anstieg den Dax in den vergangenen Tagen zurückgeworfen hatte. Sie hätten sich auf einem hohen Niveau stabilisiert, konstatierte Portfoliomanager Thomas Altmann von QC Partners. Die Anleger hofften weiter, dass die Eskalation des Konflikts im Nahen Osten zeitlich begrenzt bleibe.

Zudem seien die Erwartungen an eine baldige Leitzinsanhebung der US-Notenbank Fed zuletzt deutlich zurückgegangen, so der Experte weiter. Die Wahrscheinlichkeit einer Erhöhung um 0,25 Prozentpunkte und einer Beibehaltung des aktuellen Niveaus halten sich aktuell die Waage. "Eine weitere Abschwächung am US-Arbeitsmarkt wäre ein starkes Argument gegen eine Zinserhöhung", betonte Altmann.

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Noch etwas mehr Bedeutung für den US-Zinsentscheid am 16. September hätten indes die kommende Woche anstehenden Inflationsdaten, schrieb Jochen Stanzl, Chefmarktanalyst der Consorsbank. Denn die zwei Fed-Gouverneure John Williams und Michael Barr hätten "dezidiert darauf verwiesen, diese abwarten zu wollen, um zu entscheiden, ob sie sich für einen Zinsschritt im September aussprechen werden oder nicht".

Williams hatte bereits am Mittwoch gesagt, er sehe Anzeichen für eine nachlassende Inflation. Am Donnerstag äußerte sich Christopher Waller, Mitglied des Fed-Gouverneursrats, optimistisch bezüglich eines nachlassenden Preisdrucks. Er zeigte sich bereit, eine Beibehaltung der aktuellen Leitzinsen zu unterstützen.

Am deutschen Aktienmarkt stach Dax-Spitzenreiter Volkswagen (Volkswagen (VW) vz) (VW) vor dem Wochenende mit einer weiteren Kurserholung um 6,1 Prozent heraus. Der Aufsichtsrat des krisengeplagten Autobauers billigte am Donnerstagabend nach wochenlangen Auseinandersetzungen überraschend einstimmig weite Teile eines Sanierungskonzepts des Vorstands. Das bis 2030 angestrebte operative Ergebnis liege deutlich über den Analystenschätzungen, lobte ein Händler. Neben den VW-Titeln waren auch die Aktien des Großaktionärs Porsche SE (Porsche Automobil) mit plus 3,1 Prozent gefragt.

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Ebenfalls auf Kaufinteresse stießen Halbleitertitel: Im Dax legten Infineon-Aktien (Infineon) um 2 Prozent zu und im MDax Suss Microtec (SUSS MicroTec SE (ex SÜSS MicroTec)), WACKER CHEMIE und Aixtron (AIXTRON SE) um bis zu 7,1 Prozent. Sie folgten damit der positiven Entwicklung der Tech-Branche in Asien. Bei Suss sieht Warburg-Analyst Malte Schaumann angesichts der günstigen Bewertung sowie dicker Auftragsbücher zudem eine gute Kaufgelegenheit.

Als Kurstreiber erwiesen sich einmal mehr Analysteneinschätzungen. So ließ eine Hochstufung der Investmentbank Oddo BHF die Titel von Continental um 1,3 Prozent steigen. Continental sei nun keine Umbaustory mehr, sondern ein purer Reifenkonzern mit einer Profitabilität, die zu den besten der Branche zähle, begründete Experte Michael Foundoukidis seine Neubewertung.

Dagegen ging es für Aktien von Daimler Truck um 1 Prozent bergab, nachdem die US-Bank Morgan Stanley ihre positive Anlageempfehlung für den Nutzfahrzeughersteller gestrichen hat./gl/jha/

--- Von Gerold Löhle, dpa-AFX ---

Bildquellen: Julian Mezger für Finanzen Verlag

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