Aktien Frankfurt: Dax stagniert - Anleger warten auf US-Zinsentscheid


Aktien Frankfurt: Dax stagniert - Anleger warten auf US-Zinsentscheid
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FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Unsicherheit vor dem Zinsentscheid der US-Notenbank Fed lässt die Anleger auch am Dienstag nicht los. Nach seinem schwachen Wochenauftakt hielt sich der Dax (DAX 40) zur Mittagszeit auf seinem Vortagsniveau. Mangels Impulsen bedeuteten 15 719,60 Punkte zur Mittagszeit ein knappes Minus von 0,05 Prozent.

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Der MDAX war mit 26 913,11 Zählern nahezu unverändert. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 (EURO STOXX 50) dagegen schaffte es zuletzt mit 0,3 Prozent in die Gewinnzone. In New York zeichnete sich zeitgleich ein leicht positiver Start in den Handel ab.

Vor der US-Leitzinsentscheidung am Mittwochabend bleibt der Dax trotz der jüngsten Kursverluste im Handelskorridor der vergangenen Wochen, in denen er sich meist bei 15 600 Punkten stabilisierte, aber an der 16 000-Punkte-Marke seine Grenzen fand.

Im Mittelpunkt steht die allgemeine Erwartung, dass es am Mittwoch keine erneute Zinserhöhung der US-amerikanischen Währungshüter geben wird und vielleicht auch Signale, dass die Zinsspirale ihr Ende erreicht. Während sich die Ölpreise zusehends der runden Marke von 100 Dollar nähern, wird aber die Sorge größer, dass dies die Inflation wieder antreibt und die Notenbanker doch noch zum Handeln zwingt.

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Etwas gedämpft wurden die Bedenken aber davon, dass sich die Teuerung in der Eurozone im August überraschend abgeschwächt hat. Laut dem Marktbeobachter Craig Erlam vom Broker Oanda stützt dies die jüngst betonte Sichtweise der Europäischen Zentralbank, dass in der Eurozone wahrscheinlich keine weiteren Zinserhöhungen erforderlich sein werden. Es sei erleichternd zu sehen, dass datenseitige Überraschungen in die richtige Richtung gehen.

Die Zinsperspektive in der Eurozone half am Dienstag wieder den Aktien aus dem Immobiliensektor, die nach einer Korrektur in den vergangenen Tagen wieder Anlauf nahmen, um ihre Erholung der vergangenen Monate fortzusetzen. Die Titel von Vonovia (Vonovia SE (ex Deutsche Annington)) setzten sich mit einem Plus von 3,2 Prozent an die Dax-Spitze, konnten dabei ihr September-Hoch aber zunächst noch nicht angreifen.

Auch im Autosektor ging eine Erholung weiter. Kräftigen Rückenwind gab es hier für die Volkswagen (Volkswagen (VW) vz)-Vorzugsaktien, die um 2,8 Prozent anzogen. Nach dem bislang schwachen Börsenjahr 2023 macht Analyst Philippe Houchois von Jefferies Research Hoffnung, indem er sein Votum auf "Buy" drehte. Die Wolfsburger seien ein "langsam fahrender Tanker". Er rechnet 2024 aber mit enormen Verbesserungen auf der Kostenseite bei der Kernmarke und beim Umlaufvermögen.

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Die rote Laterne hielten im Dax zuletzt die Titel der DHL Group (DHL Group (ex Deutsche Post)), die um 3,2 Prozent sanken. Konjunkturbedingt machen sich die Anleger bei dem Logistiker weiter Sorgen um die Geschäftsentwicklung. Das Analysehaus Kepler Cheuvreux vermisste am Dienstag in einer Studie eine Volumenbelebung und hob gleichzeitig Gegenwind durch Spritpreise und Wechselkurse hervor.

Kion (KION GROUP) stand noch im Fokus wegen einer Aktienplatzierung, die den Kurs aber zunehmend weniger belastete. Das Minus reduzierte sich auf zuletzt 1,4 Prozent. Insidern zufolge hat die US-Investmentgesellschaft Invesco ihr vier Millionen Aktien umfassendes Aktienpaket an dem Gabelstapler-Hersteller zu einem Preis am unteren Ende der angepeilten Spanne verkauft.

Ansonsten bewegten noch Analystenumstufungen: Nach einer Kaufempfehlung der französischen Großbank Societe Generale (Société Générale (Societe Generale)) lagen die Eon (EON SE)-Aktien mit einem Prozent im Plus. Laut dem Experten Bartlomiej Kubicki ist das regulatorische Umfeld in Deutschland für den Energiekonzern attraktiv.

Die Hornbach Holding (HORNBACH) wurde dagegen von Kepler Cheuvreux auf "Hold" abgestuft. Ihre Papiere sanken als SDAX-Schlusslicht um zwei Prozent./tih/mis

--- Von Timo Hausdorf, dpa-AFX ---

Bildquellen: Julian Mezger für Finanzen Verlag

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