Aktien Frankfurt: Dax wenig bewegt vor US-Zinsentscheid


Aktien Frankfurt: Dax wenig bewegt vor US-Zinsentscheid
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FRANKFURT (dpa-AFX) - Nur wenig verändert haben sich die deutschen Leitindizes am Mittwoch vor der US-Zinsentscheidung am Abend präsentiert. Moderat positive Impulse geben die leicht sinkenden Ölpreise, wenngleich es keine wirklichen Fortschritte bei der Lösung der Konflikte im Nahen Osten gibt. Immerhin stellte US-Energieminister Chris Wright eine schnelle Wiederinbetriebnahme einer wichtigen Ölpipeline in Saudi-Arabien in Aussicht.

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Der DAX notierte gegen Mittag 0,2 Prozent im Plus bei 25.448 Punkten und bewegt sich damit weiterhin über der 100-Tage-Linie, die als Indikator für den mittel- bis längerfristigen Trend gilt. Der MDAX der mittelgroßen Unternehmen zeigte sich kaum verändert bei 31.145 Zählern. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es um rund 0,4 Prozent aufwärts.

Die US-Notenbank Fed mit ihrem Chef Kevin Warsh steht im Fokus, nachdem die Kerninflation in der vergangenen Woche höher als erwartet ausgefallen war und die Erwartungen einer strafferen Geldpolitik verstärkt hatte. Laut der NordLB liegt die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung am Mittwoch bei gut 94 Prozent. "Ob Kevin Warsh unbehelligt oder mit verbalen Blessuren vom Weißen Haus aus der Pressekonferenz heraustreten wird, das ist die eigentlich spannende Frage", heißt es weiter im Kommentar der Landesbank. Denn US-Präsident Donald Trump setzt sich schon lange für Leitzinssenkungen ein.

Aktien mit KI-Fantasie waren besonders stark gefragt. Die Experten der Bank of America hatten den global adressierbaren Halbleitermarkt für 2030 von 2,7 auf 3,2 Billionen US-Dollar angehoben. Die Schätzung für die jährliche Wachstumsrate wurde von 14 auf 18 Prozent erhöht.

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Die Papiere von HOCHTIEF, Siemens Energy und Infineon stiegen um bis zu 3,0 Prozent und gehörten damit zu den Top-Werten im Dax. Im MDax verbuchten Aixtron (AIXTRON SE), Suss Microtec (SUSS MicroTec SE (ex SÜSS MicroTec)), Siltronic und JENOPTIK Kursaufschläge zwischen 2,3 und 3,1 Prozent.

Für die Titel von Elmos Semiconductor ging es gar um 6,2 Prozent nach oben, nachdem das Bankhaus Metzler sie von "Hold" auf "Buy" hochgestuft hatte. Die Gewinndynamik des Chipherstellers dürfte hoch bleiben, schrieb Analyst Veysel Taze. Für 2027 rechnet er mit einem beschleunigten Wachstum bei weiter steigender Profitabilität.

Papiere aus der Autobranche gerieten nach einer kritischen Analystenstudie unter Druck. Berenberg-Analyst Romain Gourvil sieht den Weg zu einer durchweg positiven Entwicklung im europäischen Automobilsektor weiterhin holprig. Das China-Geschäft, geopolitische Risiken und Inflationsdruck trügen zu schwachen Ertragsperspektiven, anhaltenden Überkapazitäten und einem zunehmenden Wettbewerb bei. Er sieht die Autoindustrie vor einer Phase, in der nicht mehr sinkende Gewinnerwartungen das Bild prägen, sondern regulatorische Bedingungen, Kostensenkungen und Produktdynamiken.

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Die Vorzugsaktien von Volkswagen (Volkswagen (VW) vz) sackten als Schlusslicht im Dax zuletzt um 3,1 Prozent ab. Der Abwärtsbewegung konnten sich auch die Papiere von BMW trotz einer Berenberg-Kaufempfehlung nicht entziehen und verloren 1,8 Prozent. Die Anteilsscheine von Mercedes-Benz (Mercedes-Benz Group (ex Daimler)) und Porsche AG (Porsche vz) büßten 2,45 und 2,0 Prozent ein./edh/jha/

--- Von Eduard Holetic, dpa-AFX ---

Bildquellen: Julian Mezger für Finanzen Verlag

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