Aktien Frankfurt: Erholung gerät ins Stocken - Ifo-Index enttäuscht etwas


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FRANKFURT (dpa-AFX) - Am deutschen Aktienmarkt hat sich nach zwei Stabilisierungstagen in Folge die Stimmung wieder eingetrübt. Börsianer verwiesen am Donnerstag auf die weiter steigenden Corona-Infektionszahlen; zudem war der Ifo-Geschäftsklimaindex etwas hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Am Montag hatte die Furcht vor einer weiteren Corona-Infektionswelle die Aktienmärkte bereits schwer belastet.

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Der MDax der mittelgroßen Börsenwerte (MDAX) büßte am Donnerstag 1,05 Prozent auf 26 496,07 Punkte ein. Der Leitindex Dax (DAX 30) machte immerhin anfängliche Verluste von rund 1 Prozent wett und lag am Mittag 0,04 Prozent höher bei 12 648,51 Punkten. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 (EURO STOXX 50) wiederum stand 0,3 Prozent tiefer.

Hierzulande waren zuletzt wieder Ängste entstanden, die steigenden Coronavirus-Inflationszahlen könnten erneute Lockdowns mit schweren wirtschaftlichen Folgen zur Folge haben. So erreichte Großbritannien mit mehr als 6000 neuen Fällen innerhalb eines Tages den höchsten Stand an Corona-Neuinfektionen seit Anfang Mai. Das Testsystem des Landes geriet in den vergangenen Wochen an seine Grenzen: In vielen Testzentren waren kaum noch Tests verfügbar, teilweise mussten Bürger mit Symptomen mehrere Hundert Kilometer fahren. Angesichts der stark steigenden Zahlen gelten auch wieder schärfere Schutzmaßnahmen.

Die vom Ifo-Geschäftsklimaindex gemessene Stimmung in deutschen Unternehmen hat sich im September zwar trotz steigender Corona-Neuinfektionen erneut aufgehellt, Analysten hatten aber einen noch etwas stärkeren Anstieg erwartet. "Die deutsche Wirtschaft befindet sich auch im September weiter auf Erholungskurs, aber mit nachlassendem Tempo", schrieb Michael Holstein, Leiter des Bereichs Volkswirtschaft bei der DZ Bank. Viele Dienstleistungssparten litten unter den wieder steigenden Infektionszahlen und der damit verbundenen Unsicherheit über mögliche neue Einschränkungen.

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Unter den Einzelwerten schafften die Aktien von SNP (SNP Schneider-NeureitherPartner SE) ein Plus von 1,1 Prozent. Der Softwareanbieter und IT-Berater vereinbarte eine globale Partnerschaft mit dem japanischen IT-Unternehmen Fujitsu zur Nutzung von SNP-Software.

Der Licht- und Elektronikspezialist Hella (HELLA GmbHCo) litt derweil auch im ersten Quartal seines neuen Geschäftsjahrs unter den Folgen der Corona-Krise. Während das Unternehmen beim Umsatz etwas unter den Erwartungen der Analysten lag, schnitt es beim bereinigtem operativen Ergebnis ein wenig besser ab. Die im MDax notierten Anteilsscheine legten um 0,6 Prozent zu.

Der Maschinen- und Anlagenbauer Dürr bot institutionellen Anlegern Wandelanleihen an. Angesichts der damit verbundenen, potenziellen Kapitalverwässerung sackten die Papiere am Index-Ende um mehr als sieben Prozent ab. Diese resultiert aus der Möglichkeit, dass die Anleihen in Aktien der Firma gewandelt werden./la/nas

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--- Von Lutz Alexander, dpa-AFX ---

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