Aktien Frankfurt: Erholung nach schwacher Vorwoche


Aktien Frankfurt: Erholung nach schwacher Vorwoche
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FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Anleger haben sich am Montag beim Dax (DAX 40) auf eine Kurserholung eingelassen. Mit 15 702,69 Punkten verbuchte der Leitindex am Nachmittag ein Plus von 0,55 Prozent. Gleichzeitig zeichnete sich auch an den US-Börsen ein freundlicher Start ab. Die mittelgroßen Werte im MDAX hinkten dem allerdings nach mit einem knappen Abschlag von 0,10 Prozent auf 27 126,87 Zähler.

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Zuletzt hatten die Wirtschafts- und Immobilienprobleme Chinas und Bedenken, dass die US-Notenbank Fed den Leitzins doch noch weiter anheben könnte, den Aktienmarkt belastet. Dabei war der Dax in der Vorwoche kurz unter 15 500 Punkte gerutscht. Der Index konnte sich aber am Freitag knapp über seinem Tief von Anfang Juli fangen und setzte diesen Stabilisierungskurs nun fort.

Anleger nahmen es zu Wochenbeginn hin, dass Zinssenkungen chinesischer Banken in der Summe enttäuschten. Die Expertin Susannah Streeter vom Vermögensverwalter Hargreaves Landsdown sprach daher von einem nur kleinen Impuls für die angeschlagene Wirtschaft in China. Angesichts der Größe der Herausforderungen erwähnte sie aber auch, dass es unter den Anlegern wohl Hoffnung auf noch weitreichendere Fördermaßnahmen gibt.

In den Fokus rückt nun das Notenbanktreffen in Jackson Hole, das am Donnerstag beginnt. Laut der Privatbank Metzler werden Investoren "auf konkretere Hinweise warten, ob die US-Notenbank Fed sich doch noch in der Pflicht sieht, die Leitzinsen weiter anzuheben". Laut der Helaba bleibt die Mehrheit davon überzeugt, dass die bisherigen Zinserhöhungen der Fed ausreichen.

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Auf Unternehmensseite war die Nachrichtenlage dünn. Maßgeblich beeinflusst wurde am Nachmittag die Continental-Aktie von einem Bericht im "Manager Magazin", wonach der Autozulieferer über größere Veränderungen nachdenken soll. Laut dem Blatt steht eine Fokussierung auf Reifen und nicht automobile Geschäftsbereiche im Raum. Das Automotive-Geschäft könnte weiter aufgespalten, verkauft oder in Allianzen mit anderen Unternehmen eingebracht werden, hieß es. Die Aktien legten zuletzt um 5,6 Prozent zu.

Im MDax waren die Redcare-Aktien (Redcare Pharmacy) mit mehr als vier Prozent Plus das beste Indexmitglied. Nach einem Einbruch um elf Prozent am Freitag, der mit Gewinnmitnahmen erklärt wurde, griffen Anleger bei der Online-Apotheke wieder zu. Analyst Michael Heider von Warburg Research wurde noch etwas optimistischer für die Kursentwicklung. Er erhöhte das Kursziel auf 130 Euro. Er lobte eine "sehr starke Wachstumsdynamik" und ein förderliches regulatorisches Umfeld.

Im SDAX war auch bei einigen Werten eine Gegenbewegung angesagt. Die Titel des Biosprit-Herstellers Verbio (VERBIO Vereinigte BioEnergie) zum Beispiel legten 2,5 Prozent zu. Die Kursgewinne gingen einher mit steigenden Öl- und Gaspreisen. Die höheren Preise wurden mit Angebotssorgen wegen eines drohenden Streiks der Beschäftigten einer Flüssiggasanlage (LNG) in Australien begründet.

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Bei Covestro war es keine Stütze, dass der Kunststoffkonzern nach monatelanger Suche mit dem Metro-Manager Christian Baier einen Nachfolger für den Ende August scheidenden Finanzchef Thomas Toepfer präsentierte. Für den Kurs ging es um 0,4 Prozent bergab.

Schwäche zeigten Immobilienwerte wegen der anhaltenden Zins-Unsicherheit, unter der sie für gewöhnlich leiden. Im Dax waren Vonovia (Vonovia SE (ex Deutsche Annington)) mit einem Abschlag von 1,7 Prozent unter den größten Verlierern. Ähnliches galt für die Anteile des Branchenunternehmens TAG Immobilien im MDax.

Für den Euro wurden zuletzt 1,0901 US-Dollar bezahlt, die Gemeinschaftswährung rang damit um die Marke von 1,09 Dollar. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs am Freitag auf 1,0867 Dollar festgesetzt.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite von 2,63 Prozent am Freitag auf 2,66 Prozent. Der Rentenindex Rex (REX Gesamt Kursindex) fiel um 0,10 Prozent auf 123,57 Punkte. Der Bund-Future gab um 0,37 Prozent auf 130,89 Punkte nach./tih/jha/

--- Von Timo Hausdorf, dpa-AFX ---

Bildquellen: Julian Mezger für Finanzen Verlag

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