Aktien Frankfurt: Freundliches Umfeld hievt Dax wieder über 18 000 Punkte


Aktien Frankfurt: Freundliches Umfeld hievt Dax wieder über 18 000 Punkte
Werte in diesem Artikel
Indizes

25,408.64 EUR 142.11 EUR 0.56 %

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der deutsche Aktienmarkt ist am Freitag auf Erholungskurs eingeschwenkt. Nach dem erneuten Rutsch unter die Marke von 18 000 Punkten am Vortag legte der Leitindex DAX bis zum Mittag um 0,76 Prozent auf 18 053,64 Punkte zu. Damit deutet sich nach drei Verlustwochen in Folge wieder ein Wochenplus an.

Werbung

Der MDAX der mittelgroßen Werte gewann am Freitag 0,88 Prozent auf 26 272,83 Punkte. Auch allgemein hat sich zum Wochenschluss die Stimmung wieder etwas aufgehellt. So stieg der EuroStoxx 50 als Leitindex der Eurozone um 0,7 Prozent. Positive Impulse kamen aus den USA, wo zwei Schwergewichte der Technologiebranche mit ihren Geschäftszahlen für Beruhigung gesorgt hatten.

"Nach den starken Quartalsberichten von Alphabet (Alphabet A (ex Google)) und Microsoft ist die Enttäuschung über den Meta-Ausblick (Meta Platforms (ex Facebook)) erst einmal vergessen", schrieb Portfoliomanager Thomas Altmann von QC Partners. "Die zwischenzeitlich scharfe Korrektur ist erst einmal Vergangenheit." Auffällig hohe Handelsumsätze sprächen ohnehin dafür, dass die erneute Korrektur von vielen zum Nachkaufen genutzt worden sei.

Jürgen Molnar, Kapitalmarktstratege vom Handelshaus Robomarkets, schränkte aber ein: "Der bange Blick der Investoren gilt weiter dem US-Anleihemarkt." Zehnjährige Bonds rentierten schon wieder bei 4,7 Prozent und könnten so zum Bremsklotz der jüngsten Erholung am Aktienmarkt werden, da Anleihen bei steigenden Zinsen gegenüber Aktien an Attraktivität gewinnen. Drehe der Trend hier nicht zeitnah, dürften weitere Rekorde beim Dax schwer werden.

Werbung

Bei den Einzelwerten ist die sich abzeichnende Lösung für die schwächelnde Stahlsparte von thyssenkrupp das Thema des Tages. Nach monatelangen Verhandlungen einigte sich der Konzern mit dem tschechischen Milliardär Daniel Kretinsky auf einen Einstieg. "Es ist kaum zu glauben, aber es scheint, als werde es künftig einen Thyssen-Konzern ohne Stahl geben - oder zumindest ohne eine Mehrheit", schrieb Experte Christian Obst von der Baader Bank. Die Aktien von Thyssenkrupp schnellten um 8,2 Prozent in die Höhe und waren damit der größte Gewinner im MDax.

Am Index-Ende sackten die Anteilsscheine von Delivery Hero um 8,5 Prozent ab. Hier belasteten Sorgen vor Konkurrenz in Saudi-Arabien nach Berichten der Nachrichtenagentur Bloomberg über einen Markteintritt der chinesischen Meituan. In Hongkong seien die Chinesen bereits in sehr kurzer Zeit zur Nummer zwei am Markt avanciert, kommentierte Bernstein-Expertin Annick Maas.

Deutliche Kurssprünge gab es auch im Nebenwerteindex SDAX. An dessen Spitze schnellten die Papiere von flatexDEGIRO um mehr als 22 Prozent nach oben. Der Online-Broker wird nach einem starken Start ins Jahr etwas optimistischer. Der Anstieg beim Umsatz und Gewinn wird jetzt eher am oberen Ende der Prognosespanne erwartet.

Werbung

Den zweiten Platz im Index hatten die Anteilsscheine von Stratec (STRATEC SE) mit einem Plus von gut acht Prozent inne. Der Diagnostikspezialist war zwar schwach in das neue Jahr gestartet, erwartet aber eine Belebung im zweiten Quartal.

Im Dax fielen die Aktien von Airbus (Airbus SE (ex EADS)) mit einem Minus von fast zwei Prozent auf. Der weltgrößte Flugzeugbauer war trotz gestiegener Auslieferungen durchwachsen ins Jahr gestartet. Der Umsatz zog zwar recht deutlich an, doch knickte das um Sondereffekte bereinigte operative Ergebnis ein./la/jha/

--- Von Lutz Alexander, dpa-AFX ---

Bildquellen: Maksim Kabakou / Shutterstock.com

Information


Die Handels- und Depotfunktionen in diesem Broker Cockpit werden für Finanzinstrumente von der Finanzen.net Zero GmbH als vertraglich gebundener Vermittler der DonauCapital Wertpapier GmbH (§ 3 Abs. 2 WpIG) bereitgestellt; bei Kryptowerten werden die Handels- und Depotfunktionen in diesem Broker Cockpit ausschließlich von der DonauCapital Wertpapier GmbH bereitgestellt. Die Finanzen.net GmbH stellt ausschließlich den technischen Rahmen bereit und ist in die Wertpapier- und Kryptodienstleistung nicht einbezogen.