Aktien Frankfurt: Starker Euro drückt erneut auf die Kurse


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FRANKFURT (dpa-AFX) - Angesichts eines weiter starken Eurokurses geht der Rally am deutschen Aktienmarkt immer mehr die Luft aus. Der Dax (DAX 30) verlor am Donnerstagvormittag ein halbes Prozent auf 13 241 Punkte. Der Euro erreichte im frühen europäischen Devisenhandel mit Kursen über 1,21 US-Dollar den höchsten Stand seit dem Frühjahr 2018. Gerade für die im Dax schwer gewichteten deutschen Exporteure wird die aufwertende Gemeinschaftswährung zunehmend zum Problem.

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Der MDAX der 60 mittelgroßen Werte lag mit einem halben Prozent im Minus bei 29 107 Zählern. Der EuroStoxx 50 (EURO STOXX 50) als Leitindex für die Eurozone gab um 0,33 Prozent nach.

Für den Dax wirkte die Marke von 13 300 Punkten zuletzt regelrecht wie ein Magnet und verhinderte so einen klaren Richtungsentscheid. Bislang schaffte der Index nicht den Sprung über sein Zwischenhoch von Anfang September bei 13 460 Punkten, während die Wall Street zuletzt auf Rekordniveau enteilte. Bei Kursen unter 13 300 Punkten kamen hingegen rasch wieder Käufer an den Markt.

Der starke Euro fließt in die Schätzungen von Analysten ein und hat Auswirkungen auf deren Empfehlungen und Kursziele. So senkte beispielsweise James Gordon von der Bank JPMorgan das Kursziel für die MorphoSys-Aktie um 10 auf 120 Euro und begründete dies mit dem starken Euro. Das Biotech-Unternehmen erwirtschaftet einen großen Umsatzanteil in Nordamerika. Morphosys-Aktien gaben leicht nach.

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Als kursbewegend erwies sich ein weiterer Analystenkommentar. So setzten sich die Papiere von Siemens Healthineers mit einem Aufschlag von 2,8 Prozent an die Spitze des MDax. Sie profitierten von einer Kaufempfehlung der Commerzbank.

Die Lufthansa meldete derweil Buchungszahlen für Flüge an Weihnachten und Neujahr. Der Kurs rückte daraufhin um 1,4 Prozent vor. thyssenkrupp waren zweitschwächster Titel im MDax mit einem Verlust von 3,3 Prozent. Der Kurs war zuletzt immer wieder am Sprung über die Marke von 6 Euro gescheitert.

Ceconomy (Ceconomy St) kletterten im SDax um 6,5 Prozent auf den höchsten Stand seit Februar. Anleger setzen laut Händlern darauf, dass der Betreiber von Saturn und Mediamarkt vom Weihnachtsgeschäft profitiert, zumal beide Elektronikmärkte das Online-Geschäft forciert hätten./bek/jha/

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